Beiträge von Chili

    Glaube noch nicht, dazu muss dann aber auch das Steuergerät angepasst werden?

    ...

    Bei LFP ist ja die Ladespannung, Ladeschlussspannung eine andere, oder liege ich da falsch?

    Eine "Ladespannung" gäbe es nur bei einer Konstantspannungskennlinie, aber die gibt es in der Praxis so nicht.
    Geladen wird daher mit einem Strom mit ansteigender Spannung bis zu einer Ladeschlussspannung.
    Die Ladeschlussspannung liegt bei LFP nicht zwangsläufig höher, beide Typen bewegen sich in einem Bereich von 14,4 Volt bis 14,8 Volt.

    Da hätte ich keine Bedenken.

    Was anderes wäre es, wenn eben nicht bis zur Ladeschlussspannung geladen wird, sondern der SoC bei ca. 80% gehalten wird.
    Da könnte es dann schwierig werden, weil das Spannungsniveau an diesem Punkt unterschiedlich ist.
    Das ist aber nur bei den modernen Verbrennern der Fall, damit dort im Schubbetrieb noch Platz ist, um Ladung aufzunehmen.
    Haben wir beim BEV so aber nicht.

    Ich müsste mal mit dem Oszi die Spannung aufzeichnen.
    Zum testweisen Umbau auf LFP ist mir unser Eny mit noch nicht einmal einem Jahr dann doch zu neu...

    Die ziehen den gesamten 12 Volt Strombedarf des Autos permanent durch die Batterie und laden quasi permanent nach. Das ganze verschleißt die Batterie extrem.

    Ich teile deine Meinung, dass die 12V Batterie nichts auszuhalten hat.
    Aber das obige Zitat ist ja vollkommen Unsinn und nicht zu Ende gedacht.


    Wie soll das denn technisch funktionieren?
    Wenn Ladequelle und Verbraucher parallel an der Batterie hängen, dann wird da gar nichts "durch die Batterie gezogen". Aus Sicht der Batterie wird "genettet". Sie puffert Verbrauch und ist ansonsten immer einfach nur voll.


    Ich vermute, dass letzteres eher das Problem ist.
    Die Batterie hat selten wirklich was zu tun und wird halt auf Dauer "totgeladen". Was aber erstaunlich wäre angesichts heutiger verfügbarer Ladetechnik.


    Hat mal jemand versucht, da einen LFP-Akku einzusetzen?

    Achtung: jede private WB >4,2 kW muss steuerbar sein!

    Das stimmt so nicht.
    Der Energieversorger hat lediglich das Recht, eine Steuerbarkeit herzustellen.
    Wie er das macht, ist sein Problem.


    "Seit Anfang 2024 müssen alle Stromkundinnen und -kunden, die eine Wallbox ab einer Abnahme-Leistung von 4,2 kW in Betrieb nehmen, die Steuerung ihrer Geräte durch den Netzbetreiber akzeptieren...
    Das gilt sogar, wenn es für das einzelne Gerät noch keine Steuerbox oder ein intelligentes Messsystem gibt, über das es sich herunterregeln ließe."


    Zusammenfassung: https://www.adac.de/rund-ums-f…box-steuerung-drosselung/

    Noch ein Tipp:

    Aktuell laden die MEBs per AC bis max. 11kW. Das könnte sich mit neuen Plattformen ändern, daher sollte bei einer Kabelverlegung besser mind. 5x6mm2 verwendet werden, um später eine 22kW-WB anschließen zu können.

    Das Kabel ist das kleinste Thema.
    Der Hausanschluss/die Hausinstallation muss das auch verkraften.
    Und bei mehr als 11 kW hat obendrein auch der Energieversorger ein Wörtchen mitzureden: über 11 kW ist genehmigungspflichtig und muss steuerbar sein nach § 14a enWG.

    Es ist nicht alles so rosig, wie es scheint.

    Ein Arbeitskollege von mir hat sich kürzlich ein Haus gekauft, das über eine große PV Anlage verfügt (15 kWp), aber keinen Speicher hat (hat der Vorbesitzer dummerweise soll entschieden). Der least jetzt als Firmenwagen den neuen BMW iX3 inkl. der BMW Wallbox hierfür und hat auf einmal einen 108kWh großen Speicher für seine PV Anlage und wird damit deutlich autarker. Klar, viele solche Konstellationen wird es nicht geben, aber hier macht V2H einfach Sinn

    Dein Arbeitskollege wird sich noch umkucken.
    Denn gerade bei BMW hatte das Angebot rund um V2H so einige (vertragliche) Tücken, das Thema hatte ich hier schon einmal:
    RE: Wallbox Beratung


    Eigentlich müsste man den Haushalt komplett auf DC umstellen ... Noch besser: Eine komplette DC/DC Struktur!

    Das ist utopisch.
    Da hast du fahrzeugseitig 400 V oder 800 V. Und im Haus der Speicher oder die PV-Anlage hat wieder ein ganz anderes DC-Niveau.
    Unser Speicher z.B. hat aktuell 176.9 V, das Spannungsniveau der PV-Modulstrings liegt gerade bei 470 V.

    Da bräuchte man irgendeinen zentralen Wechselrichter, der mit all diesen verschiedenen Spannungsniveaus umgehen und auch dazwischen vermitteln kann.

    Es macht schon Sinn, sich auf einen gemeinsamen Nenner zu verständigen - und das sind dann halt die 230 V Wechselspannung.