Man schaut sich an welche Farben seit Jahren am beliebtesten sind und die werden dann auch gewählt, damit sind da schon mal keine Probleme zu erwarten.
Meiner Ansicht nach ist es ja gar nicht geklärt, ob das alles nicht eine selbsterfüllende Prophezeiung ist.
Früher waren Autos viel öfter bunt. Aber man kaufte in der Regel auch das Auto um es zu fahren bis dass der TÜV einen scheidet.
Dann kam so langsam der Leasingmarkt in Schwung und Dienstwagen waren nicht mehr nur das Privileg von Vertrieblern oder Kundendienst. Die Entscheidung für ein Auto ist oft nur noch für wenige Jahre. Natürlich ist nicht jede Farbe jedermanns Sache. Also sucht man Farben aus, mit denen jeder leben kann. Ich rede bewusst nicht von "gefallen". Ich glaube, dass viele Leute sich tatsächlich mehr Farbe wünschen, aber der Kompromiss wegen des angeblich höheren Wiederverkaufswerts eingegangen wird. Das hat dazu geführt, dass das Straßenbild heutzutage immer eintöniger ist und am Ende die wenigen bunten Gebrauchtwagen sich wahrscheinlich sogar besser verkaufen.
Dabei kann ich aus eigener Erfahrung in den letzten Wochen sagen, dass die Farbe völlig egal ist, wenn das Auto nicht gepflegt wurde oder - wie bei uns - mal von einem blinden Idioten auf einem Parkplatz angerempelt wurde und ne kleine Delle hatte, die fachgerecht repariert wurde. Ist halt nicht unfallfrei. Und da hat man gar keine Kontrolle drüber.
Wenn man einen hohen Wiederverkaufswert haben will, sollte man das Auto am Besten nicht benutzen. Und die teuerste Fahrt bei einem Neuwagen ist sowieso die allererste. Also am Besten gar nicht erst den Schlüssel rum drehen im Autohaus.