Beiträge von paxrsi

    Update:


    Ich habe nun ein paar Daten mit dem Fahren ohne Heizung gesammelt und kann folgendes Ergebnis mitteilen:


    - Errechneter Verbrauch ab Säule: 25,5 kWh

    - Angezeigter Verbrauch im Auto: 20,6 kWh

    - Verhältnis von angezeigter Ladeenergie (kWh) an der Ladesäule zu der Anzeige im Auto: ca. 111%


    Ich interpretiere das mal so, dass sowohl die Heizung des Innenraums als auch das Beheizen des Akkus bzw. dessen höherer Innenwiederstand bei kalten Temperaturen zusammen die Differenz ganz gut erklären können.


    Insofern: Wenn ich es weiß kann ich mich darauf einstellen. Die Heizung ist jetzt wieder an. Und meine Wallbox wird auch irgendwann mal da sein. Dann bin ich auch flexibler, was das Laden angeht und muss auch nicht mehr so darauf achten, wie im Moment.

    Mir ist es nun zweimal passiert, dass die Kofferraumklappe einfach so aufging als ich nur am Auto vorbei(!) gegangen bin. Und zwar bin ich seitlich am Auto vorbei gegangen, nicht dahinter, wo man noch phantasieren könnte, dass der Fuss unter der Stoßstange gelandet sei. Beim ersten Mal habe ich noch mit viel gutem Willen geglaubt, dass vielleicht der Kofferraumknopf in der Hosentasche unglücklich gedrückt wurde. Beim zweiten Mal glaube ich nicht mehr an so viel Zufall.


    Gibt es ähnliche Erfahrungen? Kann man da was machen?

    Ich habe die Heizung jetzt bis auf "LO" runtergedreht. Mal schauen, wie sich das auswirkt. Die Heizung auf der Beifahrerseite kann ich zwar synchen, aber beim nächsten Start steht die auf "ECO".


    Ein Zwischenergebnis kann ich auch schon liefern: Ich bin heute bei 7°C Außentemperatur zur Ladesäule gefahren und habe 5 kWh aufgeladen. Und tatsächlich: Die Ladeanzeige an der Ladesäule zeigte eine Leistung von 32 - 33 kW an und die Anzeige im Enyaq gleichzeitig 26 - 27 kW. Das sind satte 6 kW Unterschied, die irgendwo verschwinden. Ich kann mir vorstellen, dass die durch den kalten und sich erst erhitzenden Akku verursacht werden - aber ich habe leider keine genaueren Kenntnisse darüber, wie der Enyaq die Ladeleistung misst. Wenn es einfach nur einfließender Strom mal Spannung wäre, dann wäre das ja vor dem Akku und dann könnte der nicht die Erklärung dafür sein.


    Das nächste Experiment versuche ich mal mit vorgeheiztem (optimiertem) Akku. Aber das kann dauern und ich weiß auch nicht, ob ich das auf die kurze Strecke bis zur Ladesäule sinnvoll abgebildet bekomme.

    Danke an alle Antworten!


    Dann scheint sich ja herauszukristallisieren, dass das Verhalten im normalen Bereich ist. Da bin ich zumindest schon mal grob beruhigt, wenn ich auch sicher gerne die Ursache genauer verstehen will.


    Die nächste Zeit stehen wieder eher kurze Fahrten an. Ich werde die Heizung mal soweit möglich runter drehen bzw. ausschalten.


    Zitat

    Du steigst also morgens immer in ein kaltes Auto ein, obwohl Du via App das Fahrzeug vor Fahrtbeginn aufwärmen könntest?

    Ja. Ich bin Angehöriger eines Bergvolkes, habe bei der Bundswehr bei -18°C im Freien übernachtet und bin dabei noch in 1,5 Tagen 40 km zu Fuß in hohem Schnee gelaufen. Da bin ich nicht so empfindlich ^^

    Danke an alle Antworten. Ich will mal versuchen, auf die einzelnen Punkte einzugehen:

    1. Laden: Bisher habe ich immer DC geladen, weil ich (noch) keine eigene Wallbox habe. Meist (2/3 aller Fälle) an einer 50 kW Ladesäule, weil die so günstig ist. Der Rest (1/3 aller Fälle) unterwegs an einem "richtigen" Schnellader mit > 100 kW. Das Verhältnis unterscheidet sich aber kaum zwischen Sommer und Herbst.
    2. Ladeverluste: Deswegen messe ich den Verbrauch ja immer ab der Ladesäule. Diese Ladeverluste muss ich ja mit bezahlen und sind auch Teil des "Verbrauchs", auch wenn dieser Teil nicht auf der Strecke eintritt. Das erklärt eine geringe Abweichung zwischen Anzeige des Enyaq (der die Höhe der Ladeverluste (vermutlich) nicht kennt - das ist ok) und der Messung ab Säule. Aber das erklärt nicht, warum der Verbrauch ab Oktober so stark rauf ging.
      Die Ladeverluste sind jedenfalls keine 5-8 kWh. Wenn das so wäre, würde es da ganz schön ... warm.
    3. Reifen: Ich habe Ganzjahresreifen. Die waren im Sommer auch schon drauf.
    4. Vorklimatisierung: Ist damit was anderes gemeint, als auf den Fotos im Anhang oben? Auf den Fotos im Anhang oben ist alles aus - so lese ich die Infos jedenfalls. Ich habe schon überlegt, ob ich ein WLAN Thermometer ins Auto legen soll, damit ich sehen kann, ob die Heizung nicht trotzdem anspringt, obwohl das alles aus ist.
      Oder gibt es da noch eine weitere Einstellung, die ich prüfen könnte?
    5. Heizung während der Fahrt: Ja, ist ein Argument. Aber gefühlt sehe ich da nicht die Ursache. Die Heizung steht bei mir auf 21 Grad und Stärke 2. Wenn das die Ursache wäre, müssten andere Enyaq-Fahrer ja ähnliche Erfahrungen machen. Ist das so?
    6. Wetter, Luftwiderstand, usw.: Ja, kann alles ein Thema sein. Erklärt meiner Meinung nach aber nicht, warum auf der Reise in dieser Woche der Verbrauch im Gegensatz zu den Wochen vorher wieder eher normal ist.

    Dass der Verbrauch in der kalten Jahreszeit etwas rauf geht, wusste ich und war auch ausschlaggebend für den großen Akku. Bei meinen geringen Kilometern brauche ich den eher nicht - aber wenn ich im Winter mal auf dieser langen Strecke unterwegs bin, dann macht der größere Akku schon was aus. So habe ich damals überlegt und entschieden. Dass die "Prospektwerte" nichts mit der Lebensrealität im Winter zu tun haben, war mir klar. Aber so große Unterschiede hatte ich nicht erwartet. Und was mich jetzt eben noch mehr verwirrt ist, dass offensichtlich die Werte auf der langen Strecke eher normal sind. Auf kurzen Strecken und mit viel Standzeit gehen sie halt brutal hoch.


    So gefühlt passiert folgendes: Die Werte hier sind erstmal nur ein grobes Beispiel, aber ich bin jetzt tatsächlich soweit, dass ich beim Aussteigen Fotos von der Akkustandsanzeige im Cockpit mache, um das mal besser zu dokumentieren.

    Ich fahre in die Garage und stelle das Auto ab. Der Akku zeigt meinetwegen 50%. Dann komme ich ein paar Tage später und fahre 9 km eine Strecke hin und 9 km zurück - wir können auch auf 10 aufrunden. Wenn ich losfahre, steht der Akku meinetwegen bei 49% oder 48%. Und dann sieht man, wie der auf den wenigen Kilometern die Anzeige deutlich nach unten geht. Wenn ich wieder zu Hause bin, steht die Anzeige meinetwegen bei 40%. Das ist so, als ob das Auto schon vor dem losfahren weiß, dass der Akku schon deutlich weniger SOC hat, es aber nicht sofort anzeigt, weil der Fahrer da sonst einen Sprung zum Verlassen des Autos bemerkt. Und wenn man dann unterwegs ist, dann holt das Auto die ganze Differenz schleichend in der Anzeige auf. So fühlt sich das jedenfalls an.


    Gibt es die Möglichkeit, die Werte ein paar Tage lang mit einem Dongle über die ODB-Schnittstelle (heißt die so?) zu tracken und hinterher auszuwerten?

    Hallo alle,


    ich habe einen Enyaq 85x, also eine 77 kWh Batterie. Im Sommer hatte ich einen Verbrauch von so ca. 19 kWh auf 100 km. So ab Oktober ist der Verbauch durch die Decke gegangen. Da bin ich eher so bei 28 kWh auf 100 km. (jeweils gemessen mit den Werten der Ladesäule, nicht mit der Anzeige des Enyaq).


    Wahrscheinlich sind hier aber noch ein paar Details relevant:

    1. Im Sommer bin ich so ca. 1.000 km im Monat gefahren. Ab Oktober wurde das deutlich weniger. Da waren es eher so 200 km im Monat. Heißt: Die meiste Zeit stand das Auto in der Garage.
    2. Die Verbrauchsanzeige des Enyaq zeigte mir ab Oktober Werte zwischen 20 und 23 kWh auf 100 km an (Anzeige "Ab Laden"). Da fehlen aber bis zu den 28 kWh also noch 5 - 8 kWh. Das sind immerhin 18 bis 30 Prozent bezogen auf die 28 kWh.
    3. Anfang dieser Woche hatte ich eine Reise mit ca. 2 * 140 km plus 5 * ca. 6 km - insgesamt ca. 310 km. Vor Beginn und am Ende habe ich den Enyaq auf 80% aufgeladen, was mir ermöglicht, den Verbrauch auf dieser Strecke relativ genau auszurechnen. Da komme ich auf 22,6 kWh (gemessen mit den Werten der Ladesäule). Der Enyaq zeit mir 22 kWh an. Das passt also.
      So nebenbei: Ich stand auf einer der langen Strecken 1,5 Stunden im Stop and Go / Stau. Das hat den Verbrauch sichtbar um ca. 2 kWh auf dieser Strecke angehoben.

    Jetzt bin ich auf der Suche, wo diese 5 - 8 kWh verschwinden. Da die Reise diese Woche recht vernünftige Werte ergibt, habe ich die Vermutung, dass die durch die Standzeit verschwinden.


    Hat jemand eine Idee?

    Ist bekannt, wie viel der Enyaq im Stand bei Nichtnutzung verbraucht und wie viel der Akku im Stand verliert?


    Was ich schonmal gecheckt habe, sind die Einstellungen in den Anhängen. Das sieht denke ich ok aus.


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    Ich habe da nochmal was zum Themekomplex Kilometerzähler: Schild mit Tempolimit 70, darunter die Angabe 600 m eingerahmt durch zwei Pfeile nach oben (vorne). Heißt: Die nächsten 600 m ist Tempolimit 70, danach nicht mehr und zwar ohne, dass ein extra Aufhebungsschild da stehen muss.


    Wie erkenne ich, dass die 600 m vorbei sind? Früher hatte man dafür den Kilometerzähler im Cockpit, aber wenn der so versteckt ist und die hundert Meter gar nicht mehr zählt...

    Nachtrag:

    Ich habe dazu den Support kontaktiert, wo ich denn sehen kann, wann die 600 m vorbei sind. Die Antwort kam und vielleicht interessiert es den ein oder anderen hier. So, was ist nun die Antwort? Da kommt ihr nnnnniiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeee drauf!


    Zitat

    Die zurückgelegte Strecke Ihres Škoda Enyaq können Sie sich über die Fahrdaten anzeigen lassen.


    Aha.


    Mehr braucht man dazu glaube ich nicht zu schreiben.

    [...] wie andere große gewachsene Unternehmen [...]

    Ich würde bei den großen Unternehmen und gerade besonders bei VW auch nicht unterschätzen, wie sehr die Firmenleitung vielleicht gerne "dynamisch" will, aber Gewerkschaft und Betriebsrat dagegen halten.


    Ich kenne aus dem Bekanntenkreis Geschichten... Da ist mal ein Praktikant von einem Betriebsrat mehr oder weniger dazu genötigt worden, nicht mit seinem privaten Kugelschreiber zu schreiben, sondern er hat das Recht auf einen dienstlich gelieferten. Nachdem der dienstliche Kugelschreiber beantragt und genehmigt war, ist er richtig lange auf dem Riesengelände unterwegs gewesen, den abzuholen und wieder zurück.

    In einem anderen Fall hat der Gesamtbetriebsrat bei einem Tochterunternehmen dafür gesorgt, dass der Automat, aus dem sich die Mitarbeiter kostenlos Süssigkeiten ziehen konnten, weg musste, denn sowas gab es bei anderen Tochterunternehmen nicht (alternativ hätten auch alle Unternehmen des Konzerns damit ausgestattet werden dürfen - das wäre natürlich auch ok.)


    Beide sind mir aus erster Hand direkt vom Betroffenen erzählt worden. Und eine hat sich bei VW abgespielt. Ihr könnt raten, welche...


    Wenn sowas in der Softwaretochter einzieht, dann vergrault man natürlich die Entwickler. Und das sind ja nicht die einzigen Strukturen, die dann kommen, was den Laden dann auch langsam macht. Gerade eine Softwaretochter mit ihren (wahrscheinlich) vergleichsweise hohen Gehältern, wird da aus entsprechenden Kreisen sicher gut beobachtet und wenn da "Flexibilitäten" entstehen, die es woanders nicht gibt, dann wird das Reaktionen provozieren...

    Was ich jetzt nicht weiß, in wie weit Softwareentwicklung für Autos auch gesetzlich reguliert ist. Bei manchen Branchen ist das der Fall und dann sind z.B. Strukturen vorgeschrieben, die z.B. DevOps gar nicht abbilden können, weil Dev und Op aus regulatorischen Gründen getrennt sein muss.


    Andererseits habe ich es auch schon erlebt, dass den Mitarbeitern (anderer DAX Konzern) erzählt wird, wie der Vorstand in die USA geflogen ist und sich dort bei Google und Microsoft hat zeigen lassen, wie die dort arbeiten und dann beschlossen haben: "Wir" machen das jetzt auch so. ... und ich denke mir: "In welcher Welt leben die denn?"