Beiträge von BlauesCoupe

    ...Deutlicher Mehrverbrauch wird durch ... starkes und langes Beschleunigen ...ausgelöst.

    Wie lange kann man mit 300PS und 180 km/h Höchstgeschwindigkeit stark und lange beschleunigen? Einige wenige Sekunden! Ist das lange? Ich denke eher, dass es daran liegt, dass man anschliessend meist die Bewegungsenergie unter Verlusten rekuperiert oder gar durch Bremsen vollständig in Wärme umwandelt. Das ist der eigentliche Elektroenergieverlustvorgang. Oder man hält die hohe Geschwindigkeit, dann ist das der Vorgang, der am meisten Elektroenergie benötigt. Aber der Beschleunigungsvorgang an sich fällt gar nicht auf.

    Das war aber nur bei den alten Volvos so.

    Toi Toi Toi. Nach 2 Jahren mit einem neuen Volvo (Baujahr 2022, MJ 2023) keine Reparaturkosten. Das einzige, was repariert werden musste, war der Massekontakt der Kofferraum-12V-Steckdose. Und das ging auf Garantie. Ist irgendwie kein deutsches Premium-Produkt ;) Der fährt einfach und macht, was er soll.


    Am Enyaq nervt mich seine Innenraumbreite: beim Fahren bin ich gewöhnt, dass mein linker Arm auf der Türverkleidung ruht. Was beim ebenfalls grossen Alhambra gut ging, geht beim Enyaq nur gut, wenn ich unbequem und uncool weit vorn sitze. Ich weiss ich weiss: ich habe Probleme................

    Ich habe über ein Jahr praktisch täglich den Hybriden an der (Haushalts-)Garagensteckdose geladen (original Volvo-Zubehör für die Schweiz). Nur mit 10A, aber abgeraucht oder angeschmort ist da nichts. Auch im Urlaub in Österreich oder Schweden war mit den Lidl-SchuKo-Ladeziegel mit 10A nirgends ein Problem. Und dort waren die Steckdosen alles Aussensteckdosen.


    Und lass es 20% Verluste sein. Dann kostet mich die kWh im Akku statt 30 eben 36 Rappen. Am öffentlichen Lader komme ich selten auch an diesen Preis heran. Ausserdem habe ich die Haushaltssteckdose 12 Stunden für mich, ohne an irgendwelche Strafgebühren denken zu müssen.


    Und naja, mit dem Enyaq kam die Wallbox. Und auch mit der kann man nur die 16A nehmen, wenn kein Ofen, Herd, Tumbler, Waschmaschine, Bügeleisen, Raclette-Ofen oder elektrische Fondue-Warmhalteplatte läuft, jetzt im Winter kommt die Heizung noch erschwerend hinzu. Die 3 Hauseingangsphasen sind eben nur mit je 25A abgesichert.

    Naja, in einem Kapitlismus in Reinkultur gäbe es keine leerstehenden neu gebaute Geisterstädte, weil die Regierung / Verwaltung Vorgaben zum Wohnungsbau gemacht hat die mit aller Gewalt eingehalten wurden. Aus einem ähnlichen Grund werden dort ja auch gerade massenhaft Autos auf Halde produziert (und dann unter Herstellpreis verschachert). Das würde ein rein kapitalistisch denkendes Unternehmen, das ohne staatliche Vorgaben agieren kann, so nicht machen.

    ... der nächste: Zitat aus dem Zusammenhang reissen und sein eigenes Ding draus konstruieren. Ist das jetzt üblich?

    Du hast Recht, mit dem, was Du da schreibst. Aber das hat mit dem Nutzen des Kostenvorteils, der Kapitalismus in Reinkultur nun einmal ist, gar nichts zu tun.


    Stella da galt für alle Investoren in China: Gier frisst Hirn. Die Aussicht auf Zugang zu einem Markt mit über einer Milliarde Menschen hat jedes "Aber" unterdrückt. Aber auch hier: das ist einfach nur Kapitalismus, völlig normal. Das hat die Junta in Peking geschickt ausgenutzt. Wenn in China auch nur ein Hauch Kommunismus existieren würde, gäbe es keine so grossen privaten Vermögen. Stattdessen würde für die Wanderarbeiter und die Unterprivilegierten gesorgt. Wie Du sagst, auf deren Kosten wird der Kostenvorteil erreicht.


    Lange Zeit haben wir Temu, Shein und AliExpress auch nicht genutzt. Bis meine Frau einmal haargenau das gleiche Produkt im Laden und bei AliExpress gefunden hat (konkret: Spritztüllen für's Backen), im Laden zum mehr als zwanzigfachen Preis. Da haben wir uns gefragt, ob wir diejenigen, die ohne etwas herzustellen den Grossteil des Gewinnes einstecken, unterstützen sollten oder evtl. direkt beim Hersteller einkaufen? In Beantwortung der Frage bestellen wir jetzt ab und zu doch bei Temu, Shein oder AliExpress. Du kannst die Frage, wen Du unterstützt, gern nach Deinem Gusto beantworten.


    Dass der China-Auto-Tsunami nicht spürbar ist, hat mit der Arroganz der Chinesen zu tun. Die meinten, sie müssten nur ihr Vertriebs-Konzept aus China hier überstülpen und dann ist alles andere ein Selbstläufer. Das ist merklich mächtig in die Hose gegangen. Aber sie lernen. Als erste MG, die das schon deutlich besser machen und spürbar Erfolg damit haben. Volvo (Geely) hat mit dem EX30 (ein teures kleines Auto) auch gut performt, konnte aber auf Infrastruktur aus Schwedenzeiten zurückgreifen. Die anderen werden nachziehen. Der Tsunami ist meiner Meinung nach noch nicht abgesagt...


    Ist der Tavascan nicht auch ein Konzernschwesternauto, sozusagen Zwilling vom Enyaq Coupe? Made in China?!

    Diese beiden Sätze widersprechen sich!

    Hmmmm... übliches Vorgehen: man reisse 2 Sätze aus ihrem Zusammenhang und konstruiere das, was einem gefällt.


    Du unterstützt also mein Aussage, dass in China Staatskapitalismus herrscht, eindeutig. Dein Zitat stimmt mit meiner Meinung überein, auch wenn einige der "Besonderheiten" nichts weiter als Werkzeuge zum Machterhalt sind, die mit dem Wirtschaftssystem nur am Rande zu tun haben.


    Ausserhalb Chinas agieren chinesische Firmen als Teil des Systems, das bis auf wenige Ausnahmen rein kapitalistisch ist, u.a. in Europa. Und wenn dort jemand seinen Kostenvorteil ausspielt, dann ist das nun einmal Kapitalismus in Reinkultur. Da gibt es keine andere Meinung.


    Wo ist jetzt der Widerspruch?


    ...Muss jeder selber wissen, was er sich für ein Auto kauft. Ich halte die Zölle auf jeden Fall für gerechtfertigt. Muss Onkel Xi halt noch mehr Kohle reinbuttern. Den technischen Vorsprung bei den Fahrzeugen sehe ich ebenfalls nicht. Bezeichnend, dass selbst der größte Hersteller BYD im Markenranking fast unter "Sonstige" fällt.


    Wenn die Chinesen ein gutes Produkt zum guten Preis haben, dann sehe ich mir das an. Ich kann mir Ausschliesseritis nicht leisten. Nur so konnten meine Frau und ich uns den Enyaq zusammensparen, der zum Bestellzeitpunkt der beste Kompromiss aus Funktion, Emotion, Anschaffungspreis und Wartungsmöglichkeiten war. "Damals" (August 2024) war klar, dass es kein Chinese wird, weil es zu viele Unsicherheiten gab. Sollte sich das grundlegend ändern, kommen sie selbstverständlich wieder auf's Radar. Warum zum Teufel soll ich planwirtschaftlich agieren, wenn die Welt anders tickt?