Beiträge von BlauesCoupe

    Europäer kaufen hauptsächlich europäische Autos, Nordamerikaner kaufen hauptsächlich nordamerikanische Autos, warum beschwert sich jemand, dass Chinesen hauptsächlich chinesische Autos kaufen? Bloss weil es jahrelang anders war? Alle sind stolz auf ihr Land und dieser Stolz manifestiert sich auch in den Kaufentscheidungen, wenn die "eigenen" Produkte in etwa gleich gut sind. Ein Anteil "kontinentfremder" Hersteller von unter 50% ist völlig normal, wenn die eigene Automobilindustrie entsprechend leistungsfähig ist. Die Europäer und Nordamerikaner sollten sich zusammen auf den Anteil einstellen, den kontinentfremde Hersteller in ihren Regionen haben. Ein Marktanteil jenseits der 50% ist mittlerweile illusorisch. Es ist logische Konsequenz davon, dass über Jahrzehnte die chinesische Autoindustrie aufgebaut wurde.


    Insofern habe ich auch wenig Befürchtungen, dass chinesische Autos in Europa oder Nordamerika hypererfolgreich sein werden. Die Erziehung und das, worauf man deswegen achtet, sind anders. Die Europäer sind Automobil-Technik-verliebt, den Nordamerikanern kann's nicht gross genug sein, aber die Qualität ist nicht so wichtig. Und soweit man liest, legen die Chinesen mehr Wert auf Infotainment als auf Automobil-Technik. Der Rest der Welt braucht günstig und haltbar und möglichst einfach zu reparieren. Es gibt keinen Hersteller, der ein Auto hat, das alles kann oder mit allen seinen Produkten in allen Märkten unter den Top 3 steht. Die Nordamerikaner exportieren schon lange kaum noch Autos, das Schicksal müssen die Europäer jetzt auch akzeptieren. Und die Chinesen werden diese bittere Pille auch schlucken müssen, sie wissen es nur noch nicht.

    boerse82 Aber den Übergang zum BEV hat der Mini bestimmt gefördert, oder?

    Und danke für die Lüftererklärung, der geht auch mal aus, aber man fragt sich trotzdem, warum zum Teufel das nicht leiser geht.

    Die Ladezyklen machen mir auch Bauchschmerzen. Aber ich denke, ich werde weitermachen mit täglich vollladen (geht ja auch fast nicht anders), dann reisst er die 70% noch in der Garantiezeit.

    PS. Ist jetzt auch der dritten Winter...sieht aber besser aus, als bei Dir damals

    Das ginge mir z.B. zu weit. Ich möchte kein BEV, das ich nicht über eine Wallbox zuhause vom Dach aufladen kann. Bei swap-station-only wäre ich ja wieder auf externe Energielieferanten angewiesen und deren Preispolitik ausgeliefert. Also swappen meinetwegen, aber nur zusätzlich.

    Absolut verständlich!


    Aber wenn sich die Hersteller einig sind, ist denen Dein Luxusproblem herzlich egal, denn 80% der Autofahrer (weltweit u.U. noch mehr) haben keine dachgeladene Wallbox daheim. Die Hersteller verbünden sich dann mit den Energielieferanten. Das habe sie mit Ölfirmen ja auch so gemacht, um alternative Antriebskonzepte schon im Keim zu ersticken.

    Das schlechteste aus beiden Welten, so drückt es auch die EV Clinic aus.


    Erstens kommt die HV-Batterie auf sehr viele Vollzyklen, u. U. mehrere pro Tag, da nach dem EV-Betrieb die Batterie auch im Hybridbetrieb ordentlich in Anspruch genommen wird. So kann die Batterie schon nach zwei Jahren auf 1000 Vollzyklen kommen. Nach 10 Jahren funktioniert der Wagen dann wahrscheinlich eher wie ein Mild-Hybrid, wäre doch der Batterietausch ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ein Thermomanagement zur Schonung der HV-Batterie gibt es bei den PHEV auch eher selten.


    Zweitens habe ich überhaupt kein gutes Gefühl, wenn der Verbrenner, z. B. beim Einfädeln auf die Autobahn oder beim Überholen aus dem Kaltstart direkt in den Vollast-Betrieb geht.

    Die Skrupel, wenn der Verbrenner sich einschaltet habe ich auch, weswegen ich ihn dann oft bis zum Ziel eingeschaltet lasse. Es kam auch schon vor, dass der Benziner einfach so ansprang und tatsächlich die Meldung in den Sinne kam "Altes Benzin muss verbrannt werden".


    Der Akku hat zum einen auch 8 Jahre Garantie, wenn es so schlimm ist, wie Du es schreibst, sollte das innerhalb der Garantie passieren. Zum anderen wird er mit maximal 3.4 kWh geladen, viel schonender als viele Akkus in BEV. Beim Fahren springt bei grosser Last der Benziner ein. Da ist das Thermomanagement beim Laden und Entladen auf diese Weise umgesetzt. Zusätzlich macht beim Laden irgendein Lüfter einen Heidenlärm um irgendwelche entstehende Wärme abzuführen (sogar im Winter).

    Nur der Benzinverbrauch ist dann immes hoch, bei so einen Schweren Auto. Im hügeligen Gegenden kannst damit nicht Mal 30km rein elektrisch fahren. Haben wir gar einige bei uns in der Firma. Sind von einem Bayrischen Hersteller.

    Fazit für mich eine sehr aufwendige Technik, die nicht kalt o warm gibt.

    MmN nur reiner Verbrenner o Elektrisch.

    Mein Pluginhybrid ist genauso schwer wie mein Enyaq. Der Akku reicht im Sommer 70km (WLTP 90km, ist aber illusorisch), im Winter ca. 55km. Bei 30-40km täglichem Arbeitsweg bleiben sogar im Winter noch ein paar Kilometer für die Freizeit.

    Aktueller Stand: Das letzte Mal getankt Mitte August und TM zurückgesetzt. Seither über 4100km, Verbrauch 18.5 kWh/100km und 1.2 l/100km.

    Die Urlaubsfahrt über deutsche Autobahnen vom Bodensee bis nach Fehmarn hat er sich 9l/100km Benzin genehmigt. Auch nicht übertrieben für ein Auto der Gewichtsklasse eines Enyaq. Und ich bin nicht geschlichen.

    Es gibt Kompromisse, die gut sind.

    Und die Leute, die ausschließlich zu Hause laden bekommen den Akku dann geschenkt? Klar, das würde ich mir auch wünschen, wird aber wohl nicht passieren...

    Tolle Idee, nicht wahr? Aber warum sollte in solche Autos Ladetechnik mit allem, was drum herum benötigt wird, verbaut werden? Die Kilos und Energieverbraucher können gespart werden. Bringt wieder ein paar Kilometer Reichweite. Autos mit Ladetechnik laufen dann unter Oldtimer ;)

    Fakt ist, ohne Akku kannst Du das Auto nicht vom Hof fahren. Initial wirst Du einen bekommen müssen. Beim nächsten Akkuwechsel wird dann eine Kilowattpauschale für die seit dem letzte Wechsel durchgelaufene Energie fällig. Dass da dann einige Akkus durch die Lappen gehen, muss wohl hingenommen werden.


    Oh Mann, habt Ihr keine Fantasie?

    Eure Bedenken sind selbstverständlich richtig. Zum Teil stehen sie aber im Widerspruch zu sich selbst: Laemat Theoretisch sind 144 möglich, praktisch werden es 50-60 sein, weil wie jemand anderes geschrieben hat, alle zur gleichen Zeit (früh oder abends auf dem Arbeitsweg) und nicht über den Tag verteilt laden wollen.


    Ulf007 Seltsam, dass Du die vorfinanzierten Milliardeninvestitionen in Ladesäulen mit einem Schulterzucken akzeptierst, bei anderen Gedankenspielen das aber als Hindernis siehst. Was ich auch nicht glaube, dass Tankstellen zu Wechselstationen umgebaut werden können, die müssten neu entstehen. Es gibt ja genug Industriebrachen. Die haben oft sogar einen stattlichen Stromanschluss. Und ob nun neu ein Ladepark oder eine Wechselstation entsteht, ist bei der elektrotechnischen Planung und Ausführung des Anschlusses ans Verteilnetz nicht so weit auseinander.


    Beim Gedankenspiel mit der Skalierung: skaliere den Bedarf an Ladeparks ausgehend von jetzt ca. 1,5 Mio. BEV (1.7.2024 in DE) zu 30 Mio. (50% vom heutigen Fahrzeugbestand in DE). Wer soll das vorfinanzieren? 20mal so viel wie bisher reingesteckt wurde. Das sind Summen, die Dir irgendwie nur ein Schulterzucken entlocken.


    Als die Autos erfunden wurden, hat man den Treibstoff in Apotheken kaufen müssen. Da musste man gut planen (déjà vu). Irgendwann kamen die Tankstellen. Ich bin mal ketzerisch und behaupte, die Ladesäulen sind die Apotheken der automobilen Anfangszeit. Die Tankstellen werden anders aussehen.


    Dass sich die Wechseltechnik durchsetzt, ist auch für mich momentan schwer vorstellbar. Zu gross sind die Eifersüchteleien und der Chauvinismus (wir können es besser als die anderen) der Automobilhersteller. Aber deswegen die Idee nicht in Betracht zu ziehen, finde ich grundfalsch. Vor 20 Jahren hätte ich nie gedacht, einen BEV zu haben, jetzt habe ich einen. Vor 40 Jahren haben sich die Bundesbürger nicht vorstellen können, Skoda zu fahren, viele tun es jetzt.


    Und wehe dem, die chinesische Regierung stellt plötzlich fest, dass NIO gar nicht so falsch liegt...

    Immer wieder wird hier kolportiert, dass es in absehbarer Zeit bessere, billigere Akkus aus häufig vorkommenden Materialien geben wird. Wo ist also das Problem, mehr Akkus als Autos zu haben? Das Laden kann unter kontrollierten optimalen Bedingungen erfolgen, nicht bei -20°C. Und die immer wieder genannten 15-Minuten-Ladesäulen würden die Akkus auch mit extremen Ladeströmen belasten, da ist also kein Argument.

    Ob nun ein Ladepark oder eine Wechselstation angebunden werden muss, bleibt ziemlich gleich. Wieder kein Argument. Und ja, es braucht eine Menge dieser Wechselstationen, man muss wohl damit rechnen: genauso viele wie jetzt Tankstellen. Und, unglaublich: an Tankstellen gibt es manchmal Warteschlangen! Also eigentlich nichts, was nicht schon bekannt ist.

    Das mit dem Dreck und vereist sein, ist ein Problem, dann gehört eine kurze Unterbodenwäsche eben zum Wechselprogramm dazu.


    Man eh, normalerweise bin ich der Bedenkenträger. ich komme mir ganz seltsam vor