Beiträge von BlauesCoupe

    Das bedeutet dann aber Gleichzeitig ein "Zwangsabo". Und das geht dann wieder entgegen der Forderung nach preisgünstigen E-Autos. Wenn mein Geld eben nur für nen gebrauchten Spring reicht, will und kann ich mir Monatlich nicht noch zusätzlich die Batteriemiete leisten... Das ist es eher kleinbürgerliche Erziehung diese Realität auszublenden...

    Zwangsabo? Eben nicht! Akkus sind nur die Verpackung des Handelsgutes Energie. Mit jeder Kilowattstunde zahle einen Teil an die Herstellungskosten des Akkus, der nicht zum Auto gehört. Wer viel lädt, zahlt demzufolge mehr, wer hohen Verbrauch hat, zahlt auch mehr, wer ein kleines Auto mit wenig Verbrauch hat, zahlt weniger. So sollte es sein.

    Sehe ich nicht so. Bei dem Thema Apple und USB-C war es so, dass alle anderen bereits auf USB-C waren, nur einer (Apple) nicht wollte. Den einen zum Standard zu überreden ist recht einfach. Bei BEV ist die Situation aber andersrum. Alle, außer NIO, haben ihr eigenes System und einen "Standard" Wechselakku gibt es noch nicht.


    Weiterer Punkt gegen Akkutausch ist meiner Meinung nach auch der benötigte Platz. 10 Ladesäulen lassen sich noch relativ kompakt aufstellen. Diese 10 durch meinetwegen 5 Batterietauschstationen zu ersetzten braucht wesentlich mehr Platz.

    Übrigens habe ich den Akkutausch bei einem NIO mal live beobachten können. Das dauert inkl. Platzierung des Fahrzeugs vor der Box usw. auch sein 10-13 Minuten. Zeitgewinn geht in Zukunft daher gegen Null. Pinkeln kann man währenddessen ja auch nicht gehen.

    Tja, bei USB ging es um einen Standard für eine Sache, die alle nutzen mussten. Bei Akkus wird es über kurz oder lang so sein, das sie wieder von Zulieferern bezogen werden, da Akkus nicht unmittelbar in der Kompetenz der Autobauer liegen. Diese Zulieferteile einem Standard zu unterwerfen, sollte nicht das Problem darstellen. Nur wenn ich nicht will, weil ich denke, dass ich deswegen die Kontrolle über mein Produkt verliere. Und Apple wollte seine Lizenzeinnahmen von den Zubehörherstellern kontrollieren


    Wer sagt denn, dass das NIO-System der Weisheit letzter Schluss ist? Das ist EIN Vorschlag. Wenn die geballte Innovationskraft der Autoindustrie sich dransetzen würde, würde wahrscheinlich etwas besseres herauskommen, das schneller geht, kleiner ist uswusf. Du traust der Autoindustrie aber gar nichts zu.

    Es fängt schon damit an, dass es einfach überflüssig ist. Perspektivisch (so in 5 Jahren) werden die Autos alle in 15 Minuten geladen sein. Ein Akkutausch dauert was? 5-6 Minuten? Sind die 10 Minuten den ganzen Aufwand wirklich wert? Das macht alles teuer und verhindert Innovationen, in einem Markt der sich gerade erst entwickelt. Der Vergleich mit dem Ladekabel ist ja wohl ein schlechter Witz, das wäre eher vergleichbar damit dass man Apple vorschreibt welche Apps es geben darf.

    So was wie die Blade-Batterie wäre damit gar nicht möglich. Bis sich alle OEMs auf 3-4 Formfaktoren für unterschiedliche Fahrzeugklassen geeinigt haben, vergehen mindestens 5-10 Jahre.

    Dann ist die Frage der Haftung nicht geklärt. Da du immer einen anderen Akku bekommst, läuft es darauf hinaus dass dir der Akku nicht gehört, sondern gemietet werden muss. Dann wird da natürlich keiner mehr Wert auf die Gesundheit des Akkus legen, weil man ja sowieso einen anderen bekommt. Und wenn der irgendwann ausgetauscht werden muss, zahlt man das ja nicht.

    Den ganzen Overhead muss am Ende der Kunde ja auch bezahlen, was die Elektromobilität als Ganzes wieder teurer macht.

    • 5-10 Jahre Übergangszeit, wie lange war die Übergangszeit zu USB-C? Wen schreckt das? Das ist eine ganz normale Übergangszeit zu Standards.
    • Akkugesundheit, wenn diese immer unter optimalen Bedingungen zentral geladen werden? Das geht kontrollierter als bei jedem fest verbauten Akku unter der Verantwortung eines beliebigen privaten Nutzers, der das Auto nur benutzt!
    • Die 15 Minuten Ladezeit werden nur an ausgewählten Punkten möglich sein: der Anschluss der Ladepunkte an das Verteilnetz muss es hergeben, und den Overhead dafür zahlt der Kunde, heute schon mit üppigen Aufschlägen für DC-Laden gegenüber AC.
    • Der Akku gehört dann nicht mehr zu Auto, na und? Nur weil wir es uns mit unserer kleinbürgerlichen Erziehung nicht vorstellen können, muss es nicht unmöglich sein.

    Ehrlich, Apple hat genauso argumentiert, eben auch mit verhindern von Innovation. Auch Standards werden weiterentwickelt.

    BlauesCoupe ... Wechselakku und hochintegration damit man so viel wie möglich Batterie Kapazität reinbekommt widerspricht sich momentan noch, zudem müssten alle Autohersteller einen Standard zum Wechselakku unterstützen... Das hat mit den Batterienherstellern wenig zu tun.

    Richtig! Alle Smartphonehersteller müssen USB-C benutzen, das ist der Sinn eines Standards. Dann müssten alle Autohersteller den Wechselakku unterstützen. Die Akkuhersteller geben den Formfaktor für die Zellen vor, aus denen können da 2-3 genormte Akkublöcke geformt werden und schon kann man ihn benutzen. Man muss es nur wollen.... oder dazu gezwungen werden.

    Ich persönlich finde die Vorstellung unendlicher Reihen an Ladepunkten furchtbar, aber so muss es kommen, wenn an dem derzeitigen Unsinn festgehalten wird. Was für ein Verschwendung gerade in der Fläche! Das ist geradezu so als ob man alle 3km einen Benzinkanister mit unterschiedlichen Ausgüssen hinstellt, statt alle 30km eine Tankstelle mit zu allen passendem Tankrüssel.

    Dazu müsste es Einheitsakkus geben. (Formfaktor, Anschlüsse, Software-Schnittstellen)

    Der Zug dürfte abgefahren sein.

    Das ist die gleiche Argumentation wie Apple gegen die Nutzung von USB-C gebracht hat. Und Druck kam nur aus der EU, dem Rest der Welt war es egal.


    Warum sollte es keinen einheitlichen Formfaktor. einheitliche Anschlüsse und APIs geben? Nur weil wieder so ein Auto-Apple querschiesst? Wie ich geschrieben habe: es braucht Willen oder UNENDLICH Druck.

    Ausserdem: Der Kapitalismus tendiert immer zu Monopolen. Über Kurz oder Lang werden für Akkus nur noch 3-4 Hersteller (wenn überhaupt so viele) übrig bleiben. Da wird dann ein Standard viel leichter durchzusetzen sein. Und wenn der nicht von aussen kommt, dann setzt der grösste Hersteller den Standard (Siehe Office-Software). Warum nicht früher, warum warten? Es mach Sinn! Und ob der Quasi-Standard des grössten Herstellers der bessere ist, ist nicht gesichert. Ich habe mir sagen lassen, dass Betamax besser war als VHS, und trotzdem hat sich VHS durchgesetzt. Und dass MS-Office das Nonplusultra ist, unterschreiben auch nicht viele.


    Der Zug ist lange nicht abgefahren, nur weil der Status Quo anders aussieht!


    PS: Hat es Apple geschadet, USB-C zu nutzen?

    Insofern wäre der NIO-Ansatz doch der einzig richtige: Akku tauschen

    1. Für jeden verfügbar

    2. schnell

    3. eine "dicke" Stromleitung zur Ladestation

    4. Laden unter optimalen Bedingungen, wenn nötig schneller

    5. könnten bei drohender Überlastung von extern mit vollen Akkus beliefert werden.

    6. kaum Personal nötig


    Dann könnte der ganze Wahnsinn mit abertausenden Ladesäulen, womöglich noch in Innenstädten, wegfallen.


    Aber dazu bräuchte es Willen, oder unendlich viel Druck

    Vielen Dank für die Anleitung.


    Ich werde mal meine Frau fragen (es ist ihr Auto und sie hat Stunden im Auto verbracht, um es irgendwie doch hinzukriegen), ob sie das so schon gemacht hat. Ich denke ja. Zudem, als ich gesehen habe, was alles im Gastmodus wieder auf Werkeinstellungen zurückgesetzt war, dann hat das die Werkstatt gestern auch gemacht, wahrscheinlich noch tiefer das gesamte Auto zurückgesetzt.

    Für mich als Informatiker sieht es so aus, als ob der Erstkontakt mit dem Server auf einen unerwarteten Fehler stösst. Aus eigener Erfahrung könnte das sein, dass das Auto mit seiner FIN nicht damit rechnet, dass diese beim Server so nicht bekannt ist. Das könnte ein Leer- oder Steuerzeichen auf einer der beiden Seiten sein, so dass für Menschen alles gleich aussieht, für den Computer aber nicht. Und wenn an einer Stelle, an der keine Fehlerroutine hinterlegt ist, weil eigentlich kein Fehler kommen kann, dann könnte es so passieren wie in diesem Fall: ein undefinierter Fehlerzustand, der Hintergrund wird schwarz und das SAP dreht weiter. Und alle involvierten Menschen waschen ihre Hände in Unschuld: alles sieht korrekt aus. Einen solchen Fehler zu finden braucht viel Willen der Verantwortlichen, den Fehler zu suchen. Und ehrlich, die schweizweit bekannte Arroganz der hiesigen VW-Autohäuser lässt mich stark daran zweifeln, dass sie sich intensiv für eine Lösung einsetzen. Und Skoda hat andere Serverprobleme als einzelnen Datensätzen hinterherzuforschen. Ich befürchte noch Wochen und Monate ohne Lösung. Und das Skoda-Connect-Abo läuft, ohne dass wir es nutzen können...

    Seit 4 Wochen haben wir den Enyaq und sind weiterhin Gäste im eigenen Auto. Heute war es in der Werkstatt und kam am Ende das Tages heraus wie vorher: der Anmeldbildschirm für den Hauptbenutzer kommt nicht. Kurz nach der Anwahl schaltet der Hintergrund von grün auf schwarz und das SAP (Sanduhranzeigeprogramm) läuft ewig. Keine Chance das Auto zu personalisieren. Skoda-Connect-Abo läuft und wir können es nicht nutzen. Das Autohaus ist ratlos und muss erstmal mit den Spezialisten Rücksprache halten. Es wird kein Termin genannt.

    Die Enttäuschung nach der grossen Freude wächst und wächst. Dazu das leistungsunwillige Autohaus mit Reparaturterminen alle 4 Wochen. Der Rest vom Enyaq kann die Frustration nicht ewig kaschieren.

    ...Und dann wird es finster auf dem Markt. Kein Chinese, Kein Koreaner, Kein Japaner...

    siehe hier: Leapmotor T03 , Vertrieb bald über Stellantis-Partner: CHF 16'990.-


    Die Europäer haben diesen Markt, wie Du richtig festgestellt hast, freiwillig geräumt. Die Chinesen haben Lösungen. Stellantis ist umtriebiger als die Deutschen. Jetzt muss nur noch der Vertrieb richtig anlaufen.


    Ich habe das Auto auf einer Messe gesehen. Ein netter Stadtflitzer. Gefühlt grösser als der citigo. Ob es so ist, weiss ich nicht genau.