Kaufberatung Enyaq 50/60

  • Hallo zusammen,


    ich bräuchte mal etwas Schwarmwissen bzw. die Hilfe der Experten hier.


    Folgende Situation:

    Mein aktueller Leasingvertrag läuft Ende Mai aus und ich bin auf der Suche nach einem neuen Fahrzeug. Gerne würde ich den Einstieg in die E-Mobilität wagen und bin dabei auf den Enyaq gestoßen.


    Wir sind eine Familie mit zwei Kindern und Hund und benötigen daher ein Fahrzeug mit etwas mehr Platz (meine Frau fährt aktuell einen Ibiza als Zweitwagen).


    Unser Fahrprofil ist überwiegend Kurzstrecke:

    • Arbeitsweg: 30 km hin und zurück (Landstraße und Stadtverkehr)

    • Alle zwei Wochen ins Stadion: 90 km hin und zurück

    • Mal jährlich, mal alle zwei Jahre Sommerurlaub nach Südtirol: ca. 650 km einfache Strecke


    Eine Wallbox ist in Kombination mit einer PV-Anlage zuhause vorhanden.

    Die jährliche Fahrleistung liegt meist bei 8.000–9.000 km. Wir würden das Fahrzeug gerne mindestens 5–6 Jahre halten.


    Das Budget liegt bei etwa 25.000 Euro. Aktuell schwanke ich zwischen einem Enyaq 50 und einem Enyaq 60.


    Die 50er bei unserem Händler liegen derzeit zwischen 23.700 und 24.900 Euro, alle Erstzulassung 12/23 und mit 8.000–38.000 km Laufleistung.


    Ein 60er:

    • EZ 08/23, 3.839 km, allerdings mit 27.500 Euro über Budget.


    Ein weiterer 60er:

    • EZ 12/2021, 62.000 km, 22.580 Euro.


    Ich bin ehrlich gesagt ziemlich ahnungslos, was Elektroautos und Batterietechnik angeht. Ich habe versucht, mich etwas einzulesen, aber man liest doch immer wieder Unterschiedliches. Für den täglichen Gebrauch sollte der 50er ja locker reichen. Bequemer und etwas sicherer würde ich mich allerdings mit einem 60er fühlen. Gerade mit Blick auf die Urlaubsfahrten.


    Ich habe versucht, die Strecke mit ABRP schon einmal durchzurechnen und komme teilweise auf fünf Ladestopps. Mit zwei kleinen Kindern ist das schon grenzwertig.


    Folgende Fragen stellen sich mir:


    1. Wie kann man die Restkapazität der Batterien bei den oben genannten Modellen einschätzen?
    2. Was wiegt stärker bei der Batterie: das Alter (Baujahr) oder die Nutzung (Kilometerstand)?
    3. Ich habe nun schon öfter gelesen, dass man von gebrauchten E-Autos Abstand nehmen sollte. Warum genau? Das hat mich etwas verunsichert.
    4. Stimmt es, dass alle Modelle vor Mitte 2023 nur mit 50 kW laden können – oder gibt es Ausnahmen?
    5. Ich bin recht anspruchslos, was die Ausstattung angeht. Gibt es etwas, das man als „Must-have“ bezeichnen würde?
    6. Wie genau ist ABRP bei den ausgerechneten Reichweiten und Ladezeiten?


    Der 50er würde uns grundsätzlich reichen. Da ich allerdings, wie erwähnt, wenig Ahnung von Batterietechnik habe, habe ich etwas Respekt vor der Degradation. Wenn man bei den 50ern realistisch nur mit 210–230 km Autobahnreichweite (bei 110–120 km/h) rechnen kann und dann noch die Degradation einbezieht, wäre ich bei den genannten Fahrzeugen ja vermutlich jetzt schon bei unter 200 km Reichweite. Wie sieht das dann erst in 3–4 Jahren aus?


    Vielen Dank im Voraus und allen noch ein schönes Wochenende!

  • Ich habe nach dem Leasingende unseres Enyaq 50 einen Enyaq 60 gekauft, aber gar nicht mal wegen des größeren Akkus, sondern wegen der Ausstattung.


    Im Enyaq 50 ist die Ausstattung sehr begrenzt. Keine Anhängerkupplung ab Werk, kein Matrix-Led, keine elektrische Heckklappe usw. Da müsstest du schauen, was dir wichtig ist und reicht.


    Grundsätzlich würde ich eher einen besser ausgestatteten Enyaq 60 mit paar mehr km nehmen, als einen Enyaq 50.


    Der Enyaq 60 ist, was den Motor angeht, auch nochmal deutlich spritziger.

    Enyaq iV60 Sportline, Race-Blue

    21" Betria, DCC, AHK| Bj2021

    gebraucht gekauft 09/2025

    PV: 8,9kWp & 7,7kWh Speicher

    Wallbox: Openwb Series 2 Custom

  • Sicher wirst du den Enyaq nicht auf Basis der seltenen Urlaubsfahrten auswählen.

    Bedenke aber bitte, dass ich für diese Fahrten (bei uns ähnlich) selbst einen 80er als grenzwertig empfinde. Grenzwertig, aber noch gut geeignet.


    Mit einem 60er oder gar 50er beschäftigte dich bitte mit dem Thema "Zwischenübernachtung" auf Hin- und Rückfahrt. Was ja auch Teil eines gelungenen Urlaubs sein kann, man aber vorher wissen sollte.

    Enyaq iV 80 seit 26.04.2023:


  • Ausstattungsmäßig bin ich auch eher simpel gestrickt. Anhänger besitze ich nicht, elektrische Heckklappe hat mein aktueller auch nicht. Rückfahrkamera und Sensoren sind bei der Größe natürlich mehr als praktisch. Matrix LED heißt?

    Sicher wirst du den Enyaq nicht auf Basis der seltenen Urlaubsfahrten auswählen.

    Bedenke aber bitte, dass ich für diese Fahrten (bei uns ähnlich) selbst einen 80er als grenzwertig empfinde. Grenzwertig, aber noch gut geeignet.


    Mit einem 60er oder gar 50er beschäftigte dich bitte mit dem Thema "Zwischenübernachtung" auf Hin- und Rückfahrt. Was ja auch Teil eines gelungenen Urlaubs sein kann, man aber vorher wissen sollte.

    Wirklich so schlimm?

    ABRP spuckt mir 4-5 Pausen mit etwa 20 Minuten Ladedauer aus bei einem 50er. Nervig, aber deswegen wirklich Zwischenübernachtung einplanen?! Oder Stimmen die Zahlen nicht?

  • Nervig, aber deswegen wirklich Zwischenübernachtung einplanen?! Oder Stimmen die Zahlen nicht?

    Die Zahlen sollten stimmen. Wahrscheinlich ist es möglich einen Stopp zu sparen, indem du eine längere (Mittags-)Pause einlegst und bis 90/95% lädst.


    Für deinen Alltag reicht ein 50er, auch mit Degradation, vollkommen


    Ich hatte auch 2 Jahre einen 50er Enyaq. Im Winter dauern die Ladevorgänge deutlich länger, weil der Akku kalt ist. Bei einer langen Strecke mit mehrmaligem laden relativiert sich der Effekt etwas, da ab dem 2. Ladevorgang der Akku einigermaßen warm sein sollte.

    Wenn du entspannt an die Sache rangehst und die Fahrt zum Urlaub dazu gehört, dann sollte es auch für die Urlaubsfahrt passen.

  • Marc91 :

    Wir haben einen 50er als Zweitwagen neben einem VW ID.3 als Erstwagen.


    Den 50er nutzen wir insbesondere für den Urlaub und 1-2 pro Woche 35 km einfache Strecke zur Dienststelle. Der VW ID.3 ist unser Alltagsfahrzeug, da erheblich kürzer und besser in der Stadt zu gebrauchen.


    Mit dem 50er fahren wir regelmäßig auch nach Frankreich in den Urlaub (1.300 km) einfache Strecke. Dabei machen wir eine Zwischenübernachtung bei ca. 650 km. Die ersten 250 km gehen in ca. 3 Stunden ab dem Ruhrgebiet. Für die verbleibenden 400 km laden wir immer von 5% bis 60% auf. Das erhöht die Anzahl der Ladestopps, aber nutzt den 120 kW Peak des 2023er 50ers voll aus.


    Die 2023 50er sind alle erheblich besser serienmäßig ausgestattet, als die vorherigen 50er.


    An unserem 50er haben wir beispielsweise eine AHK mit 1 t Anhängelast und 80 kg Stützlast nachgerüstet. Von Vorteil war dabei, dass unser 50er bereits ab Werk serienmäßig die Vorbereitung der AHK verbaut hatte.


    Unser 50er hat Vollausstattung. Ich vermisse nichts. Gut, das Matrixlicht in unserem VW ID.3 ist schön, aber wäre es bei mehreren tausend Euro Preisunterschied zu einem 60er nicht wert. Insbesondere ist der Preisaufschlag zum 60er beachtlich, obwohl der im Vergleich zum 50er nur 6 kWh mehr Akkukapazität und nur 20-30 km mehr Reichweite hat.


    Gebrauchte E-Autos sind problemlos. Wir hatten gebraucht schon einen Smart ED 451 und unser VW ID.3 ist auch ein gebrauchtes Fahrzeug.


    Wenn ihr Kinder habt und einen 50er aus 2023 wählt, achtet auf das zusätzliche Ausstattungspaket mit in die Seitenscheiben im Fonds integrierte Sonnenrollos und das Klimabedienfeld und Lüftungsauslass im Fonds.

    11/2017 bis 10/2023: VW E-Golf300 als Zweitfahrzeug, mit AHK (Heckträger) von Bosstow nachgerüstet,
    08/2018 bis 09/2021: Smart Ed 451,
    11/2021 bis heute: VW e-Up Aktiv als Erstfahrzeug,
    11/2023 bis heute: Skoda Enyaq iV50 als Zweitfahrzeug

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