Beiträge von Bert2024

    Es gab oder gibt sogar den Prototypen eines Wohnwagen, den man mit Batterie und Antrieb ausgerüstet hatte. Der eliminierte rechnerisch genau sein Gewicht und den Luftwiderstand, so dass er für das Auto keinen Mehrverbrauch erzeugt. Ein guter Wohnwagen kostet heute leicht und schnell über 30K. Wenn Batterien mal deutlich günstiger sind, wären solche Konzepte vielleicht für 10K Aufpreis realisierbar.

    Es ist ja schon eine offene, also ungeklärte Frage, wie damit umzugehen ist. Ab 2035 keine neu zugelassenen Verbrenner mehr. o.K. Aber irgendwann, vielleicht 2045 oder so, wird man auch die letzten komplett aus dem Verkehr ziehen wollen. Vielleicht kann ein BEV einen 2 Tonnen Wohnwagen bis dann 500 KM weit ziehen. Und wenn nicht? Ausnahmegenehmigung für Verbrenner, wenn man einen entsprechenden Anhänger besitzt? Oder verschrotten wir die dann alle? Oder stehen die dann alle 200 KM an der Ladesäule?


    Ebenso gab es einmal die Idee eines Anhängers als Range-Extender. Quasi ein 1.000 KG Anhänger mit einer 100 kWh Batterie, den man bei Bedarf leihen könnte. Da stellt sich nur das Problem, wie das Auto damit laden? Da würde das Auto schon zwei Features benötigen: Laden während dem Fahrbetrieb oder Versorgung alternativ statt über die eigene Batterie über eine am Heck angesteckte Batterie. Da beides flächendeckend benötigt würde, wird sie so etwas nicht durchsetzen. Und das würde man ja nicht so oft benötigen, dass es sich für Anbieter rentieren würde.

    Auf der Homepage steht mal: Voraussichtlich bestellbar ab Frühjahr 2024. Das wäre jetzt.

    Ich hatte übrigens im Wochenende mit einem Ford Mitarbeiter gesprochen. Er meinte, der Ford Explorer EV soll die Batterie aus dem Mach E bekommen.

    Der Grund, warum in Videos die YouTuber so hübsch gefahren werden und nicht selbst fahren dürfen ist wohl, dass in den Vorserien- und Vorführ- Pressemodellen noch die VW Batterie verbaut ist, die aber wohl keine Zulassung mehr hat (für neue "Modellzulassungen"). Das hängt wohl nach seiner Aussage mit neuen Bestimmungen zur Evakuierung zusammen, dort müssen nur 10 statt bisher 5 Minuten Zeit garantiert werden, falls die Batterie durch geht. Das schafft der aktuelle VW - Akku wohl nicht. Ich kann nicht beurteilen, ob es stimmt.

    Ich denke, es ist sehr selektiv, bei welchen Bauteilen es sich lohnt, diese in allen Autos zu verbauen und bei welchen nicht.

    Einen zweiten Motor zu verbauen, so dass der Kunde den Allradantrieb nachkaufen kann? Das kann ich mir nie und nimmer als wirtschaftlich vorstellen.

    Aber wenn ich jede Woche 20.000 Lenkräder vom Zulieferer beziehe und die dann in vier verschiedenen Varianten zu unterschiedlichen Stückzahlen, dann kann ich mir schon vorstellen, sogar billiger wird, alle immer gleich konfiguriert zu beziehen. Und ich muss sie in der Produktion dann nicht mal mehr trennen, das macht den Prozess einfacher.

    Das wird bei größeren und teureren Teilen aber ganz klar unwirtschaftlich.

    Tesla kommt ja auch der Ecke, dass man immer möglichst nur das gleiche Auto bauen wollte, weil man Produktion erst einmal lernen musste. Dann kann man sich solche Diversifizierungen sparen. Bei VW muss vermutlich der Mitarbeiter jedes Fahrzeug scannen und sieht dann, ob Lenkrad A, B, C oder D verbauen muss - und die Beschaffung in den richtigen Stückzahlen muss ja auch organisiert werden.

    Ich war recht überzeugt vom Ansatz, den Skoda zuletzt gewählt hat. Für mich im Moment einer der besten Konfigurationsmöglichkeiten.

    60, 85, 85x, Sportline, L&K

    Farbe, Interieur, Felgen

    Clever, Plus, Advanced, Maxx - klar aufeinander Aufbauend.

    Und dann kann man noch überlegen, ob AHK, Pano, Transportpaket, Gepäcknetztrennwand


    Viele andere finde ich da zu Spartanisch (Tesla, da geht es ja wirklich nur um Model, Rage, fünf Farben, innen Schwarz oder Weiß, zwei Felgen, AHK, Plus oder Voll, 250€ anzahlen, fertig) oder zu komplex, weil alles einzeln auszuwählen ist und dann doch wieder Pakete erfordert (VW, Audi, Mercedes). Auch den Konfigurator für den Ford Explorer finde ich etwas komisch. Findet mal raus, was der Unterschied zwischen Standard und Premium ist . . .

    Ich glaube, es ging drum, dass er vorhatte, ein Model Y zu kaufen und selbiges über das Wochenende geliehen hatte, um die Familie zu überzeugen. Und das Fahrzeug ist dann auf ganzer Linie durchgefallen.

    Hallo, ich lese immer sehr viel über das Verbauen von Marderabwehrsystemen.

    Ist der Enyaq da besonders anfällig? Ich hatte bei mir noch nie ein Problem mit Marder (wohne zwar auf dem Land, aber nicht exponiert in Ortsrandlage, Auto steht aber strotz Garage außer im Winter immer draußen).

    Wenn ich es bisher nicht gebraucht habe, brauche ich es auch im Enyaq nicht?

    Ich glaube tatsächlich, dass es genau so ist.

    BEV befinden sich immer noch in einem gehobenen Marktsegment und man darf nie vergessen, dass wir hier fast ausschließlich über Neuwagen sprechen (bei einem durchschnittlichen Flottenalter von gut 10 Jahren!).

    Und es gibt ja immer noch einen großen Teil der Bevölkerung, der strickt gegen die e-Mobilität eingestellt ist, also nur eine beschränkte potenzielle Käuferschicht.

    Kürzlich habe ich von einem Youtuber ein für mich recht einleuchtendes Argument gehört: In Bezug auf die potenzielle Käuferschicht (also diejenigen, die das wollen und die, die sich das leisten können) dürfte es tatsächlich im Moment eine gewissen Marktsättigung geben. Wer ein BEV wollte, der hat jetzt halt eins. Und 80% derer haben das in den letzten 1-2 Jahren erworben, also quasi noch neu.

    Dazu kommen ja noch jede Menge zusätzlicher Effekte: Entfall der Förderung (macht die Autos dank Rabatten nicht wirklich teurer nach meiner Meinung, wirkt aber extrem Psychologisch). Höhere Strompreise, die den Unterhaltsvorteil geringer machen. Vor drei Jahren konnte man an der Wallbox halt noch für 20 Cent laden, heute für 30 Cent. Die Wirtschaft brummt nicht gerade und die Inflation hat ihr übriges getan um die Kaufkraft- und Freudigkeit im Privatkundenbereich zu dämpfen.

    Und letztlich hat sich noch kein Gebrauchtwagenmarkt etabliert, so dass große Flottenbetreiber auf den ersten Leasingrückläufern haufenweise sitzen bleiben oder hohe Abschreibungsverluste haben. Daher sind einige wieder zum Verbrenner umgeschwenkt.

    Da kann ich mir unter dem Strich schon vorstellen, dass die Bestelleingänge sehr niedrig sind.

    Skoda sitzt ja noch auf einem riesigen Auftragsberg, da wird man das so schnell nicht merken.

    Interessant werden die Zulassungszahlen hauptsächlich von Tesla. Die haben eine großen Marktanteil und eine sehr kurze Lieferfrist (1-2 Monate).

    Da wird es interessant, wie die Neuzulassungen im Februar und vor allem im März aussehen.

    Model Y - 01/24 2.393

    02/24 5.408 (das sind wohl die Last Minute Bestellungen wegen Bafa bis 12/23 - aber auch das ist schon 16% unter 02/23 und der Januar Wert ist 35% unter 01/23

    Spätestens die April Zahl zeigt ganz deutlich, was ab Januar bestellt wurde.

    Der Explorer ist ab März bestellbar, soll aber erst ab Juni gebaut und im August ausgeliefert werden.

    Aktuell dürften da also noch keine Motoren hin gehen.

    Die nicht zu beantwortende Frage ist ja: Kommen mehr Motoren aus Kassel, so dass Skoda jetzt ca. 200 Motoren pro Tag mehr bekommt? Oder werden vorübergehend diese anderswo nur nicht benötigt. Oder haben sie einfach nur so laut geschrien, weil sie jeden Tag 200 neue Bestellungen bekommen, aber nur 100 Motoren und so immer weiter in Rückstand geraten, dass sie jetzt mal eine extra Charge bekommen haben, um die Gemüter zu beruhigen.

    Das werden wohl erst die nächsten Gewerkschaftszeitungen zeigen. Entweder ist da wieder von Mangel die Rede, oder die jetzt genannte Stückzahl etabliert sich für einen längeren Zeitraum.

    160 zu 350 bedeutet ja, etwa 950 Fahrzeuge mehr pro Woche.

    Das müsste schonmal locker drei Monate konstant so bleiben, also gute 10.000 zusätzliche Fahrzeuge, damit es sich auf die Lieferzeiten auswirkt.