Das glaube ich nicht, weil Nio selbst in China keine wirklich bedeutetende Rolle spielt. Solange BYD da nicht einsteigt, sehe ich da eher schwarz, zumal Nio das Unternehmen sein soll, das mit am stärksten vom chinesischen Staat subventioniert wird (werden muss?).
Und tatsächlich kann so eine Wechselstation wohl so um die 10 Akkus lagern und laden, schon bei den beiden aktuellen Nio-Größen sind es wohl in der Regel je 5. Da dürfen nicht allzuviele Autos vor einem dagewesen sein, denn dann gibt es möglicherweise keinen aufgeladenen Akku in der passenden Größe mehr. Und wie schon richtig angemerkt, wenn da ein oder zwei Autos vor einem sind, ist der Zeitvorteil gegenüber einem 800V-System an der Ladesäule schon perdú, zumal man während des Vorgangs ja im Auto bleiben muss, während man an der Ladesäule was auch immer machen kann.
Angesichts des Kosten- und Platzaufwands für so eine Wechselstation glaube ich nicht daran, dass sich das zumindest in Europa durchsetzen wird. Jedenfalls dann nicht, wenn die Akku-Technik weiter so große Fortschritte macht und die Zahl der verkauften Nio so klein bleibt. Günstig sind sie ja nun nicht, jedenfalls nicht im Leasing.
Sinnvoll wäre das tatsächlich nur, wenn sich nennenswerte Anteile der E-Fahrzeug-Hersteller auf einen Standard einigen könnten, was allerdings wieder entsprechend große Wechselstationen voraussetzen würde. Das wiederum dürfte ein Platzproblem nach sich ziehen.
Ich glaube im Ergebnis nicht daran, dass das funktionieren wird, zumal das ja nur mit Mietakkus geht, also alle Nio-Fahrer mit Kaufakku von allem ausgeschlossen sind.