Selbstverständlich muß man heutige Autos mit Computern vergleichen!
Beides besteht aus Hardware und Software!
Seit man angefangen hat, rein mechanische Regelungssysteme in Software nachzubilden, ist nunmal eben Software involviert. Viele Funktionen heutiger Autos sind nunmal Software und nicht mehr unveränderlich, also nicht ROM, nichtmal mehr EPROM sondern Flash-Speicher.
Die Aussage, daß es nur ein Auto ist, beinhaltet die Leugnung der Weiterentwicklung.
Wenn der Hersteller des Basissystems (Volkswagen-Gruppe mit der MEB-Plattform) versprochen hat, Fehler per Updates zu beseitigen, dann sollte er es gefälligst auch tun. Sonst hätte er eben die Fehler vorher beseitigen müssen. Es ist genau die Krux an Software, daß man Bananen-Produkte überhaupt erst auf den Markt bringen kann.
Entweder hat man die Erwartung an ein fehlerarmes Produkt, je preisintensiver, je fehlerärmer - oder man läßt sich darauf ein, daß die Fehler per (Software-)Wartung nachträglich beseitigt werden. In der allgemeinen "Softwareialisierung" wird von letzterem ausgegangen und das ist, wenn man nicht ewig gestrig ist, zu akzeptieren.
Qualität ist nicht nur die des Produktes, sondern auch die des Services nach dem Kauf. Die Gesamtqualität entscheidet über den Ruf des Systems und damit über den Wiederkauf und über den Zulauf der "Neukunden". Natürlich kann man sich auch an der schlechteren Konkurrenz orientieren, aber daß ist eigentlich Dummheit, denn meist übersieht man dabei jemanden, der es doch besser macht.