Beiträge von Rumpelkammer

    Ich hab aber nicht wie Micheal Schmitt den Eindruck, dass die Betreiber das alle nur machen, um uns Abzuzocken. Eine goldene Nase hat sich bislang glaube ich noch kaum einer nur mit Ladeinfrastruktur/LIS verdient und unter den Anbieter sind viele Pioniere, die die letzten Jahre viel für die LIS in Europa getan&investiert haben. Ich hab eher den Eindruck, es ist viel Verzweiflung, um das Geschäft wenigstens etwas rentabler zu machen/aus der noch zu wenig ausgelasteten eigenen LIS (derzeit haben wir aus wirtschaftlicher Sicht ein klares Übernagebot) wenigstens ein bisschen mehr Deckung zu bekommen und man macht halt dann recht einfallslos, was alle machen und zieht mit.

    Ich habe dazu in einem anderen Thread schon mal meine Vermutung geäußert. Viele Anbieter werden den Ausbau über Fremdkapital abgewickelt haben. Das war 2021 und 2022 noch günstig zu beschaffen. Da konnte man Investoren noch mit 3-5% Rendite locken.

    Außerdem konnte man damals noch günstig(er) bauen.

    Und jetzt zeigt sich auch langsam, ob die tollen Businesspläne wirklich funktionieren.


    Wenn sich alle Anbieter, samt Versorgern und Autoindustrie mal offen zusammensetzen würden und Staat&Regierung klare und langfristige Rahmenbedingungen&Sicherheit vermitteln und sich zu E-Mobilität positionieren, würden alle gewinnen und E-Mobilität würde boomen wie in den meisten anderen Ländern.

    Es gibt ja bereits mit dem Deutschlandnetz einen Ansatz, der Ladepunkte in die Fläche bringen soll: https://www.deutschlandnetz.de/

    Die Vergabe ist dort auch durch und die Ladepunkte werden in Zukunft kommen.


    Gleichzeitig hat man bei den Ladesäulen an Autobahnen einen Bock geschossen. Tank&Rast hat die Konzession für fast alle Raststätten an den Autobahnen. Diese Konzession hat man dann 2021 mit dem Schnellladergesetz um die Ladesäulen erweitert.

    Tesla und Fastned haben dagegen im Jahr 2022 Klage eingereicht. Das zuständige Gericht hat sich an den EuGH gewandt, ob die Vergabe dem europäischen Vergaberecht unterlag. Der Klage werden durchaus Chancen eingeräumt. Ein Urteil kommt nicht vor Herbst 2024.

    Tank&Rast selber verzichtet darauf die erweiterte Konzession zu nutzen, so dass an Autobahnen seit Jahren keine neuen Ladesäulen eröffnet werden. Sollte Tank&Rast doch Recht bekommen, haben die wahrscheinlich Pläne in der Tasche. Aber trotzdem würde ich von mindestens 1-1,5 Jahren ausgehen bis man etwas sieht. Sollten Tesla und Fastned gewinnen, braucht es eine europaweite Ausschreibung. Und ob diese dann vor der geplanten Bundestagswahl im Herbst 2025 durchgeht?!

    Mal schauen, ob da sich jetzt was ändert.....ich glaubs ja nicht

    Beim Biosprit wurde von deutschen Spritkonzernen bzw. deren deutschen Zertifizierer in China so stark geschummelt, dass selbst den Chinesen das zu viel ist und ermitteln wollen. Den wäre es eine Freude, den Grünen (Außenministerin Baerbock) bzw. Deutschland beim Klimaschutz eine mitzugeben. Also quasi der Feind meines Feindes ist mein Freund.

    Als Verbraucher kann man nur hoffen, dass das hier auch so ist.

    Ich beziehe mich jetzt aufs DC-Laden in Deutschland.


    Wer mit dem Ladesäulenangebot von Ionity in der Fläche hinkommt, fährt günstiger im Vergleich zu EnBW.

    Trotzdem halte ich das Angebot von EnBW immer noch für sehr attraktiv. Zum einen ist man mit Abstand der größte Anbieter (Nextmove via Fremdquelle: EnBW 514; Aral Pulse (284) + Tesla (195) + Ionity (134) = 613). Ich wohne im Münsterland und bin zum Glück nicht aufs regelmäßige DC-Laden angewiesen, aber von Aral Pulse, Tesla und Ionity habe ich dort im Vergleich zu EnBW nicht viel gesehen.

    Beim Preis ist man ganz vorne dabei. Die 6 € pro Monat zwischen L und Passport Power werden wahrscheinlich irgendwo versickern.


    Jetzt zum großen ABER: Roaming!

    EnBW hat in der Vergangenheit die Kunden beim Preis fürs Roaming verwöhnt bzw. angefixt. Einzig EWE Go und Ionity waren teurer. Wenn man mit seiner EnBW-Karte eine Fremdladestation freischalten konnte, war der Preis akzeptabel und überall gleich.

    Aus Gründen kann und will EnBW dies nicht weiterführen. Aber statt einen klaren Cut zu machen (gewisse Anbieter aussortieren; Mischkalkulation mit einem Festpreis) stiftet man Chaos. Der Kunde muss jetzt ganz genau schauen, wo er mit seiner EnBW-Karte lädt oder ihm wird das Geld aus den Taschen gezogen.

    Was genau ist eigentlich ein Smarter Stromzähler in dem Zusammenhang? Ich habe einen digitalen Zähler für PV mit getrenntem Export / Import - Zähler, den ich auch per IR-Kopf auslesen kann.

    Ich habe aber keine Ahnung, ob es da noch Unterscheidungen gibt. Wesentlich ist ja hier, dass der Anbieter Stundengenau die Strommenge erfassen kann. Das ersehe ich aus den in Homeassistant geloggten Daten, aber ob man das aus der Ferne abfragen kann - da weiß I nix?

    "Smarter Stromzähler" ist ein Überbegriff. Es gibt einmal die moderne Messeinrichtung (Zweirichtungszähler, Digitaldisplay, IR-Schnittstelle) und intelligentes Messsystem (iMsys). Das iMsys sieht von außen fast wie eine moderne Messeinrichtung aus. Es ist zusätzlich ein Modul verbaut, dass den Zählerstand alle X Minuten an den Netzbetreiber übermittelt.

    Was davon installiert ist bzw. werden muss, hängt von den Werten ab. Ein iMsys ist ab einem Verbrauch von 6000 kWh Pflicht. Westnetz hat uns mit einem iMsys beglückt als wir von 12kWp auf 18kWp gegangen sind (Stromverbrauch unter 6000 kWh).

    Habe von Westnetz mit dem Schreiben zum Austausch zum iMsys auch einen Code zur Registrierung bekommen. Ich kann dort dann auch die Zählerstände einsehen und ein Passwort für das Smart Meter Gateway (SMGW) setzen, so dass ich den Zähler lokal auslesen kann. Gibt auf Github einen Beitrag, um den dann bei Node Red auszulesen: https://github.com/duswie/node-red-contrib-smgw


    Wenn du eine moderne Messeinrichtung hast, brauchst du ein Zusatzgerät von Tibber und kannst den Stromzähler dann selber nicht mehr lokal auslesen, da der Zähler nur einen IR-Schnittstelle hat.

    Beim iMsys musst du nur die Zählernummer angeben und Tibber bekommt die Werte.


    Wenn du Home Assistant hast, läuft das ja auch irgendeinem Stück Hardware. Schonmal von EVCC gehört bzw. angesehen? Damit kannst du PV-Überschussladen und auch Tibber integegrieren, so dass du kostenoptimiert laden kannst.

    Einzelne Autohäuser in der Öffentlichkeit hier zu nennen, halte ich nicht für clever.

    Ansonsten in Rechtsfragen ab zum Anwalt!


    Alles, was nicht schriftlich vorliegt ist, musst du beweisen. Und in der Auftragsbestätigung steht 2. Quartal bzw. Juli 2024.

    Du wusstest aber bereits, dass du ab Anfang April ein Auto brauchst. Da hätte ich einen Anwalt kontaktiert, ob ein Widerruf oder Kündigung des Leasingvertrages möglich ist, und/oder mit dem Autohaus gesprochen, wie es mit der Mobilität bis zur Lieferung aussieht.


    Zum Thema keine Lieferung trotz unverbindlichem Liefertermins gibt es entsprechende Threads. Oder auch hier einen Anwalt gehen, so dass er den Schriftkram macht,


    Zum Thema BAFA gibt es hier einen Thread. Von Skoda gibt es eine Kulanzregelung (https://www.skoda-media.de/press/detail/4238). Voraussetzung ist, dass der Händler teilnimmt, ergo Geld dazuschießt bzw. abgibt.