Damit hat Tank & Rast keine Rechtssicherheit und würde voll ins Risiko gehen, wenn sie Millionen investieren. Ggfs. haben sie aufgrund der Rechtsunsicherheit auch keinen Zugang zu den entsprechenden Fördertöpfen.
Ich käme eher nicht zu dem Schluss "Eigentor", sondern eher zu "geschickter Schachzug der Gegenseite".
Anyway: Tank & Rast hat den Grund- und Boden. Sie haben die Infrastruktur. Und sie werden auch Ladeinfrastruktur schaffen, sonst gehen sie in langfristig mit den Verbrennern unter. Bestenfalls nutzt die Konkurrenz jetzt die zeitliche Lücke und am Ende gibt es ein Überangebot, dann gibt es für den Sanifair - Bon 5 kWh gratis.
Wobei Tank&Rast gar nicht selbst die Ladeinfrastruktur baut, sondern EnBW, EWE, Fastned usw. damit beauftragt. Am Ende kriegt der Anbieter den Zuschlag, der Tank&Rast die höchste Umsatzbeteiligung verspricht. Tank&Rast selber muss nur 3% seines Umsatzes als Konzessionsgabe an den Bund abführen.
So macht Tank&Rast das bereits jetzt mit den Autobahngaststätten. Die einzelnen Standorte sind Franchisenehmer und der Tankstellenbetrieb geht über Pachtverträge.
Klar könnte Tank&Rast jetzt hingehen und neue Ladesäulen aufstellen. Machen sie es selbst und es kommt zur Ausschreibung, untersagt der Gewinner denen einfach deren Ladeangebot. Machen sie es über einen Anbieter, stehen die keinem Glücksritter gegenüber, sondern jemandem, der das Risiko bei Tank&Rast belässt.
Solltes es am Ende zu einer Ausschreibung durch die Autobahn GmbH des Bundes kommen, können sich Anbieter wie EnBW, EWE, Fastned, Tesla, Mer usw. direkt bewerben ohne das ein Wegelagerer abkassiert. Gab doch letztens eine schöne Grafik von ev-pay, wie EMPs und CPO Aggregatoren die Kunden an einer kWh aussagen.
Gleichzeitig könnten ähnlich wie beim Deutschlandnetz Vorgaben bzgl. Ladeparkgröße, Maximalpreis, Loslimitierung kommen, die für Wettbewerb sorgen.
Soweit ich das überblicke, ist Tank&Rast nucht der Eigentümer von Grund und Boden der Autobahnraststätten, sondern nur der Gebäude.