Beiträge von Rumpelkammer

    Die Anhebung des Kaufpreises für die Dienstwagenversteuerung finde ich auch nicht in Ordnung, zwischen 70k und 95k passen nur die Oberklasse Pkws mit hohem Verbrauch.

    Guck dir mal nen BMW i5, Mercedes EQE und Audi A6 e-tron an. Das sind die klassischen Business-Autos.

    Aus dem abgesagten Intel - Bau stehen ja unterwartet 10 Mrd. zur Verfügung und es werden alle möglichen Ideen in den Raum gestellt. Es wird sicherlich spannend, was sich davon am Ende durchsetzt und eine Mehrheit findet

    Die ganze Intel-Geschichte ist ein Blackhole. Ich habe meine Zweifel, ob überhaupt die Politiker wissen, was da genau ist.


    Der Bau in Magdeburg ist formal um zwei Jahre verschoben. Ich teile aber die Vermutung, dass das Dingen wahrscheinlich nicht gebaut wird.

    Meines Wissen nach gibt es eine Baugenehmigung. Damit diese nicht verfällt, muss nach Erteilung innerhalb einer gewissen Zeit (3 Jahre?) mit dem Bau begonnen werden. Der symbolische Spatenstich hat aber bereits vor ein paar Wochen stattgefunden.

    Die Förderung stammt aus dem Klima- und Transformationsfond (KTF). Dieser ist ein Sondervermögen (Sonderschulden) außerhalb des Haushalts. Ohne die genauen Förderbedingungen zu kennen, kann man da auch nur Vermutung anstellen. Die Auszahlung wird wahrscheinlich in Tranchen abhängig vom Baufortschritt erfolgen. Solange der Bau nicht offiziell abgeblasen ist und vereinbarte Förderbedingungen (Zeitlicher Verlauf?) eingehalten werden, hat Intel einen Rechtsanspruch auf dieses Geld. Würde man jetzt das für Intel vorgesehene Geld für andere Projekte aus dem Klima- bzw. Transformationsbereich nehmen, müsste man das Geld woanders wieder aufbringen. Das Geld für Intel könnte man zwar aus dem Haushalt nehmen, aber das widerspricht der eigentlichen Planung das Geld aus dem KTF zu nehmen. Man könnte den KTF natürlich aufstocken, aber dazu bräuchte man eine 2/3 Mehrheit.

    Außerdem berichtet das Wall Street Journal, dass Qualcomm Intel kaufen will. Für den Fall müsste sich zeigen, was mit Magdeburg passiert und ob dann überhaupt Anspruch auf die Fördergelder bestehen.


    Die Politik hat kein Geld. Der Haushalt 2025 hat mehrere Schwachstellen, die für den Fall der Verabschiedung angegriffen werden:

    - Globale Minderausgabe zu hoch: 5 Mrd. €

    - Minderausgabe Bürgergeld zu hoch: 5 Mrd. €

    - Schätzung Steuereinnahmen im Haushalt zu hoch, obwohl die Bundesregierung selbst von niedrigerem Wachstum spricht: >10 Mrd. €


    Dazu steht das Urteil des BVerfG zum Soli aus. Dieser ist mit 13 Mrd. € Einnahmen für 2025 eingepreist. Dazu drohen Soli-Rückzahlungen von 47 Mrd. €.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man mit Geld um sich schmeißt.

    Das Nutzungsverhalten ist mittlerweile so differenziert. Ich würde teilweise auch nicht die eigentliche Länge als "Problem" sehen, sondern die angezeigte Zahl. Wobei man sagen muss, dass sich ein langes Video mit gutem Content, Abwechslung und Flow sich besser schauen lässt.


    Ich konsumiere Videos oft schneller abgespielt oder als Podcast im Hintergrund (ggf. mit Video auf zweitem Monitor). Gerade im zweiten Fall macht die Länge dann nicht wirklich was.

    aber hier scheint mir das Problem doch eher in der FiBu bzw. dem Fuhrparkmanagement zu liegen, die sich den Mehraufwand in der Abrechnung sparen wollen

    Also der bekannte Ansatz: haben wir immer schon so gemacht. Mitdenken von (untergeordneten) Mitarbeitern ist vielfach auch nicht gewollt, weil man sich dann damit auseinandersetzen muss und vllt. mal wirklich arbeiten muss.


    Aber Fremdladen mit Elli und EnBW wird doch dann teurer als die hier kolportierten 68 Cent bei DKV.

    Die 68ct bei DKV sind zwar der Normaltarif, aber das verzerrt das Bild. Nehmen wir mal Schnellladepark.app als Quelle (also das was nextmove nimmt). Dann haben wir in D 1727 Ladeparks mit mindestens 3x150kW. Davon entfallen 915 (ca. 53%) auf EnBW und Aral Pulse. Dort kostet das Laden 83ct und damit deutlich teurer wie bei Elli oder EnBW.

    Bei den Business-Anbietern muss man Elli und EnBW differenzieren. Elli hat mit Ausnahme von Ionity einen Einheitstarif und die Ladepreise sind im Vergleich zu Privatkunden auch günstiger. Hier kann man sich überlegen, ob sich ggf. eine höhere monatliche Grundgebühr wegen Ionity lohnt. Die 52ct gelten für alle Ladesäulen und selbst Ionity wird im Vergleich mit DKV unterboten.

    EnBW hat quasi die gleichen Preise bei Fremdladern wie für Privatkunden.

    Ich verstehe nicht wieso ich mich mit Zertifikaten für die Zukunft eindecken darf, entweder den Live Ausstoß bezahlen oder man kann die scheiße ganz sein lassen

    Soweit ich das System verstehe, soll eine bestimmte Menge auf dem Papier ersetzt werden. Kompensiert die Anlage jetzt aber mehr, kann man das das Produktionsmenge für das nächste Jahr nehmen. Über Sinn und Unsinn in Bezug auf das Klima muss man sicherlich nicht diskutieren ...

    Ebenso arbeitet die Anlage ja jedes Jahr. Im Endeffekt sichert sich der Mineralölkonzern diesen "Ertrag" für die nächsten Jahren. Machen Apple, AMD usw. auch, indem sie pro Jahr bestimmte Kapazitäten bei TSMC für sich Jahre im voraus buchen.


    Die Frage ist nun, ob es sich lohnt, mit den Anträgen für 2025 erstmal zu warten. 🤔

    Der ADAC hat als Festpreis 100 € (Nicht-Mitglied) bzw. 120 € (Mitglied) geboten. Das war soweit ich das gesehen habe, ein gutes Angebot für einen 100%-Fixpreis.

    Nach dem Betrug von diesem Jahr, werden die Anbieter im nächsten Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit konservativ kalkulieren.

    Ich stelle die Behauptung auf, dass kein Enyaq-Fahrer wegen 100 € am Hungertuch nagen muss. In Zeiten von 300 oder 400 € hat man die sicherlich für die Urlaubskasse genommen.

    Mein Rat: abwarten, was die ersten Angebote sind. Aber ich werde abwarten.

    Das wäre in der Tat bitter.


    Aber die Behörden wollen doch die entsprechende Zertifikate für ungültig erklären. Als Konsequenz müssten sich die Mineralölkonzerne (teurere) Ersatzzertifikate besorgen. Diese Kosten können sie sich theoretisch von den Zertifizierern und Prüfern wiederholen, wenn diese nicht Insolvenz anmelden, wobei das im Fall von Betrug auch nicht so einfach ist. Das ist zumindest mein laienhaftes juristisches Verständnis.

    Ich werde mit der Fuhrparkleitung besprechen, dass eine DKV-Karte Sinn macht (auch des Friedens mit der Buchhaltung willens), wir aber bei steigendem Anteil von E-Fahrzeugen in der Flotte uns wohl nochmal umsehen sollten. Der Einspareffekt ist ja gut skalierbar bei X Fahrzeugen....

    Ich kann die Buchhaltung verstehen, dass sie monatlich nicht pro Fahrzeug 3 Einzelrechnungen buchen will. Aber aus Bequemlichkeit nichts neues zu machen, ist kein Argument. Wenn die Fuhrparkleitung oder GF das Geld aus dem Fenster werfen will, okay.

    Der Markt ist ja so im Wandel. Ich vermute, dass da in den nächsten Jahren noch Neuerungen kommen.


    Habe auch zwei Karten vom AG

    Könntest du uns auch bitte sagen, von welchem Anbieter. Denn darum dreht sich diese Diskussion: Preis vs. Buchhaltung vs. Anzahl Ladestationen


    Also ich als Arbeitgeber würde es einfach so machen, Ionity, EnBW und einen wo der Rest geht, z.B. DKV. Ende. So sollte es am günstigsten sein und bist trotzdem nicht extrem aufgehalten mit Abrechnungen

    Ionity selbst scheint laut Website auch keine eignen Business-Lösungen anzubieten. Bei Elli kostet es 41ct netto (+12 € im Monat) bzw. 55ct (+6 € im Monat). DKV will sogar 68ct netto. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Aus Bequemlichkeit wird es dann DKV.

    Je nachdem wie groß das Unternehmen ist, würde ich die Thematik aber an entsprechender Stelle in der Firma zur Diskussion stellen, weil DKV beim Laden doch teuer ist. Tesla für 53ct netto geht vllt. noch, aber 68ct netto als Standardtarif (u.B. Ionity, Fastned) ist schon heftig. Von 83ct bei Aral, EnBW und EWE will ich nicht sprechen. Alternativ Elli Business mit 52ct netto (Ionity: 55ct) aber ohne Tesla.

    Sollte es im Unternehmen Vielfahrer geben und man die zum Nutzen bestimmter Ladeanbieter animieren können, könnte man zu EnBW Business gehen. Die haben dort auch Flottenmanagement, aber man bindet sich an einen Hersteller.