Ich fasse zusammen:
- Ein einheitliches Userinterface (UI) wäre nicht für alle unbedingt wünschenswert. Aber es wird diesen Bedarf je nach Szenario geben.
- Kollateralschäden aufgrund eines einheitlichen UI sind kein Argument gegen ein einheitliches UI. Dann dürfte sich auch die E-Mobilität nicht durchsetzen.
- Wenn sich eine Herstellerallianz auf eine Standardisierung der unterliegenden Schnittstellen einigen würde, wäre die UI nutzerwählbar. Außerdem wären endlich stabile, übergreifende Automationen z.B. im Zusammenhang mit dem Smarthome möglich.
- Es gäbe mehr Vielfalt bei den Apps. Ich könnte sogar mit einer App den Zustand unseres Enyaq, e-Golf, Corsa-e und e-up! einsehen (nicht wundern, wir sind eine größere Familie).
- Auch im Auto kann ich wählen, ob ich das herstellereigene UI auf der integrierten Hardware oder das UI meiner Wahl auf eigener Hardware nutze.
- Natürlich muss auch die Automotive Hardware mit der Zeit gehen. Ob sich ein austauschbares Modul hier rechnet, kommt darauf an, wie viele Nutzer es austauschen würden. Natürlich könnte der Fahrzeughersteller hier intern ebenfalls auf Smartphone Hardware (siehe Diskussion oben) setzen und USB C als Interface verwenden.
- VW wird sicher keine eigenen CPUs entwickeln. Die Kosten stünden in keinem Vergleich zu den Lizenzkosten. Natürlich werden weiterhin custom chips entwickelt da diese digitale und analoge Funktionen auf einem Die haben. Da sind aber allenfalls Microcontroller enthalten.
- Der Zug fährt bald ab. Es wird Zeit für die Weichenstellung.