Nun ja, dieses ". . . speziell für e-Autos entwickelt . . .", das auch die Hersteller gerne benutzen - ist doch pures Marketing-Gedöns.
Es geht doch einzig um minimierte Rollwiderstände für (möglicherweise) mehr Reichweite, eine erhöhte Tragzahl wegen des höheren Gewichts, das gemeinerweise auch noch den Verschleiß erhöht, und gegen ein Profil, das wenig Abrollgeräusche verursacht, hat auch keiner was.
Dem Gummi wirds egal sein, ob er ein zugegeben schweres e-Auto oder einen noch schwereren Verbrenner namens Range Rover oder Mercedes G-Klasse über den Asphalt rollen lässt - mal Ausflüge ins Gelände ausgenommen, doch wer macht das wirklich, ich sehe bei uns auf dem Land immer nur blank gewienerte Ranges und AMG-Gs . . .
Diesen Spagat schafft eben nicht jeder Hersteller zufriedenstellend, ganz unabhängig davon, wie er die Reifen positioniert und bewirbt - die werksmontierten Bridgestones hat mein Enyaq erschreckend schnell runtergehobelt, die waren nach zwei Sommern mit gerade mal 15.000km sowas von fertig, das kannte ich so nicht, nicht mal von meinem Stinger, der auch fast 2t Kampfgewicht hatte, und den habe ich manchmal ziemlich humorlos rangenommen, da hätte ich bei 15.000km runtergehobelt gesagt, gut, wenn man so oft die 530Nm und 370PS spüren will, dann kann das am Gummi nicht spurlos vorübergehen.
Die Winter-Contis haben jetzt schon 21.000km drauf und haben noch ausreichend Profil, und ich fahre im Winterhalbjahr nicht zurückhaltender
die demnächst zu montierenden Sommerreifen durfte mir auch Continental liefern . . . mit den Steinen bin ich erst mal durch.
Natürlich achte ich bei der Auswahl auf Testergebnisse, kurze Bremswege stehen bei mir ganz oben in der Liste, Aussagen wie "speziell für . . ." sind für mich irrelevant.
Edit:
Ich warte schon auf Reifen speziell für e-Autos mit Allradantrieb, LFP-Akkus und mehr als 200kW Ladepeak ![]()