Beiträge von HAL01

    Nochmal, derjenige mit der dienstlichen Ladekarte muss die Filter doch gar nicht nutzen. Niemand „muss“ sie nutzen. Niemand hier aus dem Forum muss die Implementierung selbst bezahlen, niemand hier aus dem Forum hat irgendeinen Nachteil, wenn die Filter eingebaut werden. Nur wer möchte nutzt sie. Weder Struktur der Software noch Workflow/Bedienung ändern sich.


    Das Szenario mit Deiner Schwester ist m.A.n. zu komplex und ist zu viel Veränderungen unterworfen, als dass es Sinn macht sowas fix in die Software einzubauen. Aufwand und Nutzen stehen hier in einem schlechteren Verhältnis.


    Und wenn das so eine abwegige, blöde Anforderung wäre, nach bestimmten Anbietern zu filtern, warum hat Skoda denn den Filter auf Powerpass und IONITY schon hinterlegt?


    Warum hat Hyundai das im Rahmen eines OTA Updates für seine Kunden nachgeliefert, weil die Kunden das gar nicht haben wollen, weil es einfach nur blöd ist?


    Wenn ich das richtig sehe, dann sind hier im Thread nicht wenige Foristen, die sich genau das wünschen, was ich beschrieben habe.

    Es geht definitiv um Ladenetzbetreiber, nicht um die Hinterlegung von Ladekarten. Wenn z.B. EnBW als Kartenanbieter hinterlegt wäre, dann würden auch alle teuren Roamingladesäulen angezeigt werden.


    Aus meiner Erfahrung von 2 Jahren Ioniq 5:


    Ich bin in einer fremden Gegend und möchte DC laden. Ich haben eine EnBW Ladekarte mit dem Tarif L in der Tasche. Ich tippe im Navi auf Ladesäulen anzeigen, es kommt der Filterscreen. Ich wähle „>150KW“, dann „EnBW“, dann auf „Ladesäulen in der Umgebung“ und „OK“.

    In einer, nach Entfernung sortierten, Listenansicht werden mir alle EnBW Säulen in der Umgebung angezeigt, inkl. Anzahl Ladepunkte und Belegungsstatus. Gewünschte Säule antippen, das Navi startet die Navigation, fertig.


    Das gleiche Spiel funktioniert mit „Entlang der Route“, „Nahe Cursor“ und mit „am Zielort“. Man kann auch beliebig viele Ladenetzbetreiber gleichzeitig auswählen, z.B. EnBW und EWE. Man kann auch gar nichts auswählen. Die Auswahl stellt man einmal ein, gemäß den eigenen Präferenzen und bleibt so eingestellt, bis man es wieder ändert.


    Und es funktioniert mit allen hinterlegten, namhaften Ladenetzbetreibern. Und angezeigt werden immer nur die eigenen Ladesäulen/Ladeparks des jeweiligen Ladenetzbetreibers, also kein Roaming.


    Und im besten Fall greift auch die autom. Ladeplanung auf die Filtereinstellungen zu. So war es zumindest beim Ioniq 5.


    Ich kann Euch versichern, so eine Sache funktioniert super gut und ist wirklich hilfreich.

    Weil das nur ein Aspekt von vielen ist. Insgesamt wird halt nach der eierlegenden Wollmilchsau gestrebt... 🫠

    Im Ernst, das ist die Begründung für die ganze Diskussion, so ein globales Totschlagargument? Dann kann man sich jegliche weitere Diskussion über irgendwelche Verbesserungen an der Software sofort sparen, oder besser sofort abwürgen, indem man dieses Argument zieht. Ich bin verwundert.

    Wenn man sich die ganze Diskussion anschaut, dann gibt es hier in dem Thread zwei Gruppen. Die eine Gruppe hätte gerne Filter auf Ladenetzanbieter und es gibt eine andere Gruppe, die versucht vehement und hartnäckig der erstgenannten Gruppe diesen Wunsche auszureden.


    Es gibt ja diese Ansicht, in der man neben der Ladeleistung, nach Powerpass und Ionity filtern kann. Was ist daran so schlimm, wenn daneben auch noch weiterer Ladenetzbetreiber stehen?


    Was ich nicht verstehe, ist die Intention der zweiten Gruppe. Wenn das implementiert werden würde, müssten sie es nicht bezahlen, sie müssten es nicht nutzen, es würde niemanden stören, weil die Anwendung strukturell nicht verändert werden würde, auch der Workflow würde sich nicht ändern. Man kann die Anwendung, ob mit oder ohne Filter, wie gewohnt weiter nutzen.


    Kann mir irgendjemand erklären, warum diese relativ kleine Anpassung fast schon zum Glaubenskrieg wird? Ich verstehe das wirklich nicht.

    Noch ein Wort. Es wird niemand gezwungen die Filter auf Ladeanbieter zu nutzen. Niemand hier aus dem Forum muss die Implementierung selbst bezahlen. Es gibt ja schon einen View mit Filter, da wo man Ionity und Powerpass einstellen kann, es tut keinem hier im Forum weh, wenn da noch ein paar Ladeanbieter mehr aufgeführt werden.


    Ich bin 2 Jahre lang einen Ioniq 5 gefahren und habe da die Vorteile der Filter auf Ladenetze schätzen gelernt.

    Wahre Worte! Und das Beste ist, die Filtermöglichkeiten, die hier so kontrovers diskutiert werden, sind bei anderen Herstellern längst Realität. Bei dem ein oder anderen Frage ich mich, ob er wirklich schon mal über den Tellerrand geschaut hat.

    Naja, dafür, dass ich meinen Beitrag geschrieben haben, ohne vorher zu googeln, lag ich gar nicht so weit daneben😃


    Zitat aus dem verlinkten Wikipedia Beitrag:


    Das Handling eines Fahrzeuges mit PSS-Lenkung verbessert sich, je langsamer sich das Fahrzeug bewegt, da hier die direkte Lenkübertagung zunimmt.

    Die Progresssivlenkung ist richtig gut und funktioniert auch. Die würde ich nie wieder hergeben.

    Die Progressivlenkung verändert ihr Übersetzungsverhältnis in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, zusätzlich wird sie, wie alle modernen Servolenkungen, „härter“, je schneller man fährt.


    Das Verändern der Übersetzung, in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit, bewirkt, dass man z.B. beim Abbiegen, oder Rangieren, also bei niedriger Geschwindigkeit, einen viel kleineren Lenkradeinschlag benötigt als eine herkömmliche Servolenkung. Das ist sehr komfortabel, weil man viel weniger am Lenkrad drehen muss.

    Letztendlich verhindert der VW Konzern mit Elli, Powerpass und Co den preislichen Wettbewerb an den Ladesäule. Wenn der Fahrer nicht über Filter, über Einstellungen beeinflussen kann wo er lädt, wenn die Ladeplanung quasi vorgibt wo geladen wird und was zu bezahlen ist, dann wird auch nie offener Wettbewerb an den Ladesäulen stattfinden. Und alle Fahrzeuge/Marken aus dem VW Konzern sind da absolut marktrelevant.


    Bei Internetbrowsern sind die Wettbewerbsbehörden sofort aktiv, wenn ein Hardwareanbieter einen bestimmten Browser bevorzugt, im System schon voreingestellt hat. Dann hagelt es hohe Strafen. Hier schaut man nur zu. EnBW könnte z.B. einen Deal mit einem Hersteller eingehen und dafür bezahlen, dass EnBW in den Ladeplanungen der Autos des Herstellers bevorzugt wird. Da würde jeder sagen, dass ist wettbewerbsverzerrend.


    Selbst der vorhandene Filter auf Ionity ist nicht in Ordnung, weil VW an Ionity beteiligt ist. Der wäre erst in Ordnung, wenn man auch nach allen anderen Ladenetzen filtern könnte.


    Die Wettbewerbshüter haben diese Thematik wahrscheinlich noch gar nicht auf dem Schirm, warum auch immer.


    Und das schlimme ist, in Wirklichkeit bewirkt VW mit diesem Vorgehen gar nichts, außer dass viele Kunden darüber verärgert sind und auf kostenlose Drittanbieterapps ausweichen, parallel zum teuren, schon bezahlten, eingebauten Navi.


    Ich könnte sogar komplett auf eine Ladeplanung im Auto verzichten. Die passt sowieso nie mit den persönlichen, individuellen Wünschen und Gewohnheiten der Fahrer überein. Mir würde ein Filter auf Ladeanbieter reichen, gekoppelt mit den Suchkriterien „Entlang der Strecke“, „Im Umkreis“ und „Am Ziel“.


    Mit dem Filter und den Suchoptionen kann man, bei der heute schon vorherrschenden Ladesäulendichte, einfach losfahren und bei 20 % Akku filtert man auf die in Frage kommenden Ladeanbieter, drückt auf „Entlang der Strecke“ oder auf „Im Umkreis“ und bekommt alle Optionen, nach Entfernung sortiert, angezeigt. Dahinter ein „I“, drückt man darauf erfährt man alles weitere, auch wieviele Säulen es gibt, wieviele frei sind, welche Ladeleistung, ob Toiletten; Essensmöglichkeiten vorhanden sind, usw. usw.


    Das was ich gerade beschrieben habe findet sich seit zwei Jahren schon in den Fahrzeugen von Hyundai und Kia. Eine Ladeplanung haben sie noch oben drauf. Sie zeigen sogar an, wann die Säule das letzte Mal benutzt wurde und sogar wieviel Minuten ein einzelner Ladepunkt schon besetzt ist. Aus diesen Angaben kann man ableiten, ob eine Säule defekt ist oder funktioniert, und wie lange ein ladendes Auto da wahrscheinlich noch stehen könnte.


    Das nenne ich praxistauglich und anwenderfreundlich und das macht das Leben der E-Mobilisten leichter.