Beiträge von HAL01

    Unabhängig von der Frage wie man die Vorkonditionierung starten kann, macht das beim Laden um die Ecke keinen Sinn.


    Die Batterie hat eine Masse von mehreren hundert Kilogramm. Um diese Masse so stark zu erwärmen, dass man beim Laden einen größeren Zeitvorteil hat, muss man schon 20-30 Minuten vor dem Laden heizen. In Kilometern bzw. Fahrzeit wären das ca. 30 Kilometer, nicht 4 oder 5 km bis zum Supermarkt um die Ecke.


    Auf der Strecke fängt die automatische Vorkonditionierung schon ca. 30 km vor der Ladesäule an zu heizen.

    Ich habe ja zwei Jahre lang den Ioniq 5 gehabt. Das was Hyundai an Ladeleistung versprochen hat, 10-80% in 18 Minuten habe ich immer erreicht. In den o.g. Fällen muss es andere Gründe haben. Entweder liegt es an der Säule oder die Vorkonditinierung wurde nicht gestartet, oder oder.


    Vom Ioniq 5 geschrieben habe ich, weil oben unter dem Video, Spoiler, steht:


    „Reichweite mit der 15 Minuten Ladung: 147,6 vs. 248,8(!!!) vs. 162 km


    Und 248,8 in 15 Minuten hat mein Ioniq 5 auch locker geschafft. Ich wollte sagen, so besonders ist das nicht.

    Wenn man Vergleiche innerhalb der Enyaq Modelle oder mit anderen Herstellern anstellt, kommt es immer auf das Modelljahr bzw. auf die Softwareversionen an. Gerade die Assistenten werden permanent weiterentwickelt und gerade die Assistenten machen große Fortschritte.

    Ältere Versionen, ältere Softwareversionen tun sich auf einer engen, kurvenreichen Landstraße schwer, neuere Versionen kommen mit der Situation besser klar.


    Und ganz ehrlich, wenn man weiß, dass man auf einer engen, kurvenreichen Straße unterwegs ist, dann kann man ahnen, dass das nicht die Domäne des Travelassist ist und schaltet ihn erst gar nicht ein.

    Habe gerade mal nachgesehen, die 108 KWh beim iX3 sind auch netto. Dann ist der iX3 in der wahren Effizienz gegenüber einem Enyaq nicht wirklich besser.


    Ich habe auch mal nachgesehen, wie schwer die Fahrzeuge sind. Der iX3 ist mit 2360 KG Leergewicht exakt 100 KG schwerer als ein Enyaq 85x. Das ist dann wohl der größeren Batterie geschuldet. Und die 2 Zentner mehr nagen auch an der Effizienz.


    Vielleicht sind die Hersteller beim Antriebsstrang schon recht nahe am Optimum und da ist gar nicht mehr viel zu holen. Bleibt noch der CW Wert und die Stirnfläche. Und da widersprechen sich die Anforderungen was den Komfort und die Praktikabilität betreffen. Sieht man gut beim Hyundai Ioniq 6. Super CW Wert, super effizient auf der Autobahn, aber den Kofferraum und die Kopfhöhe hinten möchte man so nicht wirklich haben.

    Die 79 KWh vom RS sind ja netto, sind die 108 KWh vom iX3 nicht der Bruttowert? Das würde die Sache mit der Effizienz etwas erklären, aber auch nicht viel besser machen.

    Man darf sich nicht nur auf die maximale Ladeleistung eines Autos konzentrieren, bzw. davon blenden lassen. Für ein optimales Ladeerlebnis kommt es auf die durchschnittliche Ladeleistung während eines Ladevorgangs an. Und das bei unterschiedlichen Temperaturen und Start SoC. Ich habe das Gefühl, dass die maximale Ladeleistung immer mehr zu einem Marketingwert wird.


    Und noch ein Wort zur Effizienz. Mir ist aufgefallen, dass sich der aktuelle 85er Enyaq, was die Effizenz betrifft, vor den meisten neuen Modellen nicht verstecken muss. Die WLTP Reichweite ist immer noch konkurrenzfähig, zumindest in seiner Preisklasse.


    Neue Modelle mit mehr Reichweite erreichen das im Grunde nur durch größere Akkus und sind dadurch auch teurer. Dieser Trend ist etwas enttäuschend. Da hatte ich mir bei den neuen, bezahlbaren, Modellen mehr erhofft. Der GLB EQ und der #5 sind da gute Beispiele. Wobei wir die wirklich getestete Effizienz des GLB EQ noch nicht kennen. Ein großer Vorteil gegenüber dem #5 ist das 2-Ganggetriebe. Bin gespannt wie sich das im direkten Vergleich der beiden Fahrzeuge auswirkt.

    Aus dem Artikel:


    "Fazit: Der Mercedes ist teurer und lädt langsamer, außerdem sind die Antriebe schwächer und damit die Sprintdaten schlechter. Der Mercedes bietet aber die höhere Anhängelast und optional sieben Sitze.

    Was die Reichweiten angeht, so liegen sie auf dem gleichen Niveau: Hier scheint es auf die Konfiguration anzukommen. Smart nennt jeweils nur einen Wert pro Motorisierung, während Mercedes einen weiten Bereich angibt. Alles in allem würden wir uns für den Smart entscheiden. Es sei denn, wir wollten einen schweren Anhänger ziehen oder bräuchten gelegentlich sieben Sitze."

    Für mich wären noch 3 Entscheidungskriterien wichtig. Wie fahren sich die beiden Autos, wer hat die bessere Software inkl. der Versorgung mit Updates, wer hat die besseren Assistenten. Es gibt kaum was ärgerlicheres bei einem neuen Auto als eine unausgereifte Software und nervige Assistenten.

    Ich werde mir den Mercedes GLB EQ auf jeden Fall live anschauen und auch eine Probefahrt machen. Ich bin was Design betrifft zu Kompromissen bereit, oder anders ausgedrückt, die technischen Eigenschaften stehen für mich an erster Stelle, neben den Platzverhältnissen und der Praktikabilität im Alltag. Und da hat der GLB EQ auf jeden Fall viel zu bieten.


    Und der GLA EQ kommt ja auch noch in Kürze, mal schauen wie viel kleiner der gegenüber dem GLB EQ wird. Der GLB EQ ist 4,73 m lang.


    Der kommende GLA EQ ist vielleicht mit dem Elroq zu vergleichen, was Abmessungen und Platzverhältnisse betrifft.