Interessant, also eine Reduzierung der Steuergeräte sollte das ganze leichter Handlebar machen, das wird aber einige Zulieferer überhaupt nicht schmecken.
Das war schon beim MEB das Ziel. Und ja, es gibt ja auch nur zwei zentrale Steuergeräte (ICAS1 und ICAS3). ICAS2 war angeblich für Fahrerassistenzfunktionen geplant, ist aber nie gekommen. Deswegen kommen Updates für die Assistenten wohl auch nur über neue Modelljahre und nicht per Software-Update.
Hab dazu ein Artikel zum MEB aus 2018 gefunden:
So wird die sich die Anzahl der Steuergeräte deutlich reduziert werden. In Zukunft sollen alle Funktionen über die zentrale Elektronikarchitektur namens "E3" und das dazugehörige Betriebssystem "vw.OS" gesteuert werden. Die E3-Architektur wird getreu dem Apple- oder Android-Vorbild für App-Entwickler freigegeben, die dann spezielle Programme entwerfen können [...]. Um diese ganzen aufwendigen Rechenoperationen zu steuern werden einige leistungsstarke Computerchips Teil der E3-Architektur sein. Dass auch Updates - sowohl der Hard- als auch Software - stattfinden werden, ist Teil des Konzepts.
Heute wissen wir, vollmundige Versprechen, wovon nicht allzu viel in der Realität angekommen ist.
Allerindigs denke ich, dass man Autos aus dem VW Konzern mit Rivian Technologie erst in 5-10 Jahren sehen wird. Auch wenn Rivian das ganze schon hat, die Integration in ein neues Auto wird sicher dauern. Aber klingt wirklich interessant, wäre halt dann der dritte Wechsel des OS innerhalb kurzer Zeit (MEB als auf Linux glaube ich Basis, dann wechsel auf Android Automitive, und jetzt hin zu RivianOS?).
Man will ja gleichzeitig auch die Entwicklungszyklen verringern. Aber es wird ja schon gemunkelt, dass man SSP (und damit auch Rivians Einfluss auf erste Produkte) auf 2029 schieben muss. Da Rivian aber auch auf Android Automotive setzt, dürfte der Wechsel nicht allzu groß werden.