Meine zwei Cents zu dem Thema:
Letztendlich gehen Tesla und Mercedes (bzw. alle traditionellen OEMs) das Thema aus zwei Richtungen an. Aus meiner Sicht sind beides valide Ansätze und keines die klar bessere Wahl. Theoretisch können beide auch zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Ergebniss erreichen. Mercedes geht progressiv von den aktuellen Assistenzsystemen weiter hin zum autonomen Fahren. Der Vorteil ist dass man zwischendurch schon Zwischenergebnisse hat, die man dem Kunden auch verkaufen kann. Aktuell ist das halt Level 3 bis 60 km/h. Dieses Jahr soll das Update auf 90 km/h kommen, nächstes Jahr dann 110 km/h und darauf irgendwann 130 km/h. Bei Tesla versucht man sich an der Quadratur des Kreises und scheitert offenbar bisher daran. Man hat ja bereits mehrmals quasi neu angefangen und die Ansätze klingen in der Theorie zumindest vernünftig. In der Praxis scheitern die Systeme aber allzu oft noch an der Realität. Vor allem wenn man nicht bei Sonnenschein und bekanntem Terrain unterwegs ist. Bei Tesla merkt man bspw. stark dass die in und um San Francisco deutlich besser funktionieren als irgendwo in der Pampa.
Tesla hat scheinbar auch gar nicht das Ziel den fehlerfreien Assistenten zu bauen, sondern hat da im Vergleich zu den OEMs weniger Probleme ein gewisses Risiko einzugehen. Aus Musk Sicht muss so ein System nur deutlich besser als ein durchschnittlicher Fahrer sein. Die klassischen OEMs sind da vergleichsweise Risikoscheu.
Was mich nur stört sind die vollmundigen Versprechungen auf die damals die Käufer hereingefallen sind. Wenn man davon absieht, finde ich den Ansatz rein von der technischen Seite sehr interessant. War da anfangs auch sehr skeptisch, aber bin da mittlerweile offen für geworden.