Eine interessante Diskussion hier. Mein Hausbau ist schon zwanzig Jahre her und ich kann nicht mit Zahlen, Daten, Fakten dienen. Ich habe zum einen weitestgehend ökologisch gebaut, verzichte dank Holzpellets auf fossile Brennstoffe (Erdwärme war damals bei uns nicht umsetzbar, Luft-Wärme-Pumpe suboptimal - kalte Höhenluft im Mittelgebirge). Das Gebäude ist so gebaut, wie Du Kermit forderst. Wir haben wenige kleine Fenster auf der Nordseite und viele Fenster auf der Süd-West-Seite, dazu einen großen Dachüberstand, der im Sommer Schatten spendet, in den anderen drei Jahreszeiten aber genügend Wärme ins Haus lässt. Allerdings dämmt die Dreifachverglasung (vor drei Jahren nachgerüstet) auch einiges weg.
M.E. gibts aber in der Argumentation vom grünen Frosch eine Lücke. Auch in den Sommermonaten willst Du warmes Wasser haben. Das liefert die Heizung. Bei mir muss die Heizung aber in den meisten Fällen dafür gar nicht anspringen. Heute würde ich aber auch einiges anders machen und da bin ich dann durchaus bei Dir. Heute würde ich auf die Solarthermie verzichten und lieber die komplette Dachfläche mit PV bestücken und ggf. Wasser elektrisch erwärmen. Das müsste man aber mal rechnen. Elektrische WW-Bereitung bedarf einer hohen Leistung und es scheint nicht jeden Tag die Sonne.
Zum Abschluss noch mein Bauchgefühl, dass auch vom Heizungsmann (Wartung) bestätigt wird. Die Solarthermie war damals die richtige Entscheidung, weil a) relativ günstig in der Anschaffung, b) wartungsarm und störungsfrei, c) unterstützt die Heizung im Winter und d) benötigt im Sommer keine Heizung für WW, so dass durch c und d die Lebensdauer der Heizungsanlage verlängert wird.