Heute ging es von Trier bis nach Norddeich und dann ohne Auto weiter nach Norderney. Die Fahrstrecke waren rund 550 km.
Das Ganze unter erschwerten Bedingungen:
- Auto mit 5 Personen vollbesetzt
- Kofferraum randvoll mit Gepäck für Alle
- Radträger auf der AHK mit einem Fahrrad
(Überschlägig habe ich die maximale Zuladung fast ausgereizt)
- Winterreifen
Die Umweltbedingungen
- Außentemperaturen zwischen 6 und 10 Grad
- Viel bis sehr viel Regen
- starker Wind (überwiegend aus Osten, also Seitenwind)
Die Einstellungen im Auto
- Fahrmodus normal
- Temperatur auf 20 Grad
- Geschwindigkeit etwa halbe halbe 120 und 130 km/h. Wenn mein Kleiner (begleitetes Fahren) fuhr, dann auch mal 140 km/h.
Verbrauch: 22,7 kWh/100 km
Fazit
Mit dem Verbrauch bin ich mehr als glücklich. Da hatte ich doch mit mehr gerechnet. Daher habe ich Zuhause auch auf 100% geladen. Nach etwa 200 km musste meine Frau zur Toilette und wollte gerne etwas frühstücken. Da hatte ich noch rund 50% im Akku. Ich konnte es dann noch etwas rausziehen, aber bei 42% zwang mich meine Frau zum Ladestopp. Peinlich. Also Leute, keine Reichweitenangst. Das Auto kann weiter als die Insassen. Wir hatten dann nach weiteren 2 Stunden Fahrt eine nochmalige Pause gemacht und sind dann mit 40% Restakku angekommen, so dass wir auf der Rückfahrt nicht gleich wieder laden müssen.
Ladestopps
Ladestopps habe ich mit meiner Methode geplant: Erstmal Fahren und dann Schauen. Wenn eine Pause ansteht, dann mal nach „Ionity entlang der Route“ schauen. Beim ersten Stopp war das perfekt. Beim zweiten Halt gab es keine Ionity in der Nähe. Da hat mir das Navi unter Ionity eine Station in Kalabrien angeboten. Wie gesagt, ich war in Ostfriesland. Die zweite angebotene Ionity war in Weißrussland. Also bei Aral einen HPC angesteuert. Da war alles besetzt und ein Ioniq 5 war in der Warteschlange. Nebenan beim Schachtelwirt gab es zwei EWE Stationen. Dann halt die angesteuert. Da hat mir ein dicker BMW die Station weggeschnappt. Ich habe dann den anderen Fahrer angesprochen, wie lange er noch lädt. Der hat mir dann gesagt 10 Minuten und er informiert mich, bevor er wegfährt. Sehr nett. Mit dem BMW i7 Fahrer (Modellbezeichnung geändert nach dem Hinweis von MuesLee, Danke) habe ich auch noch geplaudert. Der meinte, hier oben wäre es immer sehr voll und in Norddeutschland gäbe es mehr E-Autos als im Rest der Republik. Aber mit den 10 Minuten Wartezeit konnte ich leben und der BMW-Fahrer fährt seit 7 Jahren vollelektrisch. Zuerst Tesla und jetzt BMW. Seine Meinung war, dass der BMW um Längen besser ist. Im übrigen lobte er auch den Enyaq. Der gefällt ihm auch sehr gut und sei um Längen schöner als der ID.4.