Alles anzeigenVor einiger Zeit war ich bei Transnet BW bei einer Veranstaltung. (Das ist der Höchstspannungsnetzbetreiber von BaWü) dort gab es ganz interessante Insights
zum Thema Netzgebühren.
Schuld an unseren Netzgebühren sind im Grunde die Schweizer und Österreicher![]()
Deren Pumpspeicherkraftwerke erfreuen sich jeden Tag an den günstigen deutschen Solar- und Windpreisen und kaufen kräftig ein.
Speziell das Netz in BaWü (Bayern vermutlich ähnlich) findet das nich so prall - In folge müssen hier häufig Redispatch Maßnahmen durchgeführt werden.
Das heißt vereinfacht: Die Schweiz kauft X Gigawatt für 2 cent ein - das deutsche Netz schafft das aber nicht. Nun ist es per EU-Regelung die Pflicht von Transnet BW,
den Schweizern irgendwoanders die X Gigawatt zu besorgen - und die X Gigawatt, die nicht aus dem Norden runter können woanders hinzurouten, im Worst-case abzuregeln.
Die hierbei entstehendenen Differenzkosten trägt der Netzbetreiber, und preist sie in die Netzgebühr ein.
Bereinigt klingt das dann so:Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
Allein 2022 entstanden so 4.2 Mrd Euro "Netzkosten", Tendenz steigend. (lt. Transnet)
Na ja, das halte ich jetzt für typisch deutsch, einem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Man könnte auch argumentieren, und so sehe ich das, dass wir mit dem Überangebot an Strom irgendwo hinmüssen, weil es in D auch einfach zu wenig Speicherkapazitäten gibt. In BaWü wollte man ja auch kein Pumpspeicherwerk. Und hier helfen deutlich gesagt die Schweizer und österreichischen Pumpspeicherwerke. Und damit verdienen die zwar Geld, stabilisieren aber schlussendlich auch die deutschen Netze.