Wie schon gesagt, die Assistenzen unterstützen und tun das auch, leider nur in ca. 90% aller Fälle. Und ja, für Ungeübte ist das zu Beginn ein Risiko. Wenn meine Frau den Enyaq fährt, schalte ich derzeit aus Sicherheitsgründen alle Assis aus. Meine Frau fährt sicher und routiniert, unfallfrei seit Jahrzehnten, alles ohne Assistenten. Der Umgang mit den Assis will gelernt sein.
Und ja, für den Beifahrer ist es nicht lustig, wenn der Enyaq auf der Autobahn vernehmbar bremst ohne Grund, nur weil auf der Ausfahrt, der Landstrasse neben der Autobahn 80, 60 oder sogar 30 ausgeschildert sind. Interessanterweise habe ich auf der Fahrt in den Süden weniger Probleme als auf meiner Hausstrecke, da hab ich auf einer Strecke von gut 90km ca. 10 Fehler. Bald weiss ich auswendig, wo sie etwa auftreten, und kann mich wappnen und den Bremsvorgang früh unterbinden. Das ist aber definitiv nicht der Sinn eines Assistenten.
Es braucht wenig, und die an sich sehr gut funktionierenden Systeme würden perfekt funktionieren, zb. aktuelles Kartenmaterial mit korrekten Schilderangaben. Dem VW-Konzern scheint das aber schnuppe zu sein, wie ja auch manch Anderes auch.
Ich habe vor einer Weile die Gelegenheit gehabt, all diese Assistenten auszuprobieren. Ergebnis:
Unabhängig davon, wie zuverlässig sie arbeiten, ich bin ständig mit dem "Kopf" damit beschäftigt,
diese hilfreichen Assistenten zu überwachen. Und das ist für mich auf die Dauer anstrengender, als
einfach mit dem "Rückenmark" zu fahren (nach weit über 1 Mio km inzwischen).