Beiträge von Monyaq

    Nachdem meine in den ersten 2 Wochen beim Legionellenprogramm direkt mit 10 kW per Heizstab rangegangen ist, habe ich den Heizstab deaktivieren lassen.

    .. und dann mit der WP auf ca. 70 Grad hochgeheizt? Das wird natürlich auch teuer.

    Ich habe meinen Heizstab abgeschaltet. Damit die WP nicht auf die Dumme Idee kommt das Ding einzuschalten. Die WP ist angegeben bis -22 Grad. Und solange ich noch einen CoP von ca. 2 habe heize nicht 1:1. WW mache ich aber mit Frischwaserstation, da gibt es kein Legionellenthema.

    Mal eine Frage zur Heizungskurve. Ist es nicht generell besser die Heizung über ein Raumregelthermostat zu regeln? All die vergangenen Jahre habe ich meine Brötje Gasbrennwertheizung auch über die Heizkurve geregelt und habe 20⁰ Raumtemperatur eingestellt. Wenn es draußen mild war hatte ich zwischen 19-20⁰ im Haus und wenn es richtig kalt war, zwischen 20-21⁰. Genauer habe ich es nicht hinbekommen. Ich musste allerdings über die Heizkurve heizen, weil ich öfter noch im Erdgeschoss den Kaminofen nutzte, und die Zimmer im 1OG ja auch beheizt werden mussten.

    Nun nutze ich den Kaminofen nicht mehr und regele über das Raumthermostat und stelle nur Vorteile fest. Ich habe immer noch 20⁰ eingestellt und habe im Erdgeschoss dadurch auch immer exakt 20⁰, alle Heizkörper voll aufgedreht und in den restlichen beheizten Zimmern auch exakt die Temperatur die ich haben möchte über die Heizkörper Thermostate.

    Ein weiterer massiver Vorteil ist auch, vorher lief die Heizung den ganzen Tag kontinuierlich durch, auch die Umwälzpumpe. Bei milderen Temperaturen wurden dann zB 25⁰ Vorlauftemperatur warmes Wasser den ganzen Tag durch die Rohre gepumpt damit in der Wohnung 20⁰ sind. Jetzt wird bei gleichen Voraussetzungen für ne Stunde mit 35⁰ Vorlauf geheizt und dann für 4-5 Stunden nicht mehr.

    Meine WP hat zwar eine Heizungskurve, aber die wird per Modbus von Loxone übersteuert. Und die macht genau das: Alle Räume, Heizkörper deren Ventilstellung, Raumtemperaturen, Sonneneinstrahlung und Luftfeuchtigkeit im Raum zu berücksichtigen. Loxone händelt dabei "nur" die Sensoren und Aktoren, darüber steht noch ein Rasperry Pi mit eigener Software, die genau die Vorgaben für dir Heizung steuert. Auch das WW wird nur nach Bedarf gesteuert. Das Wetterdaten verarbeitet werden ist selbstredend der Fall. Denn warum soll die WP arbeiten, wenn kein Raum Heizbedarf hat? Ist Heizbedarf auch im Forecast errechnet worden, wird auch die Leistung der WP gesteuert, so das diese so lange wie möglich an bzw. aus ist. Wie schon weiter oben angemerkt: Vieles an- und ausschalten ist weder effizient noch mindert es den Verschleiß. Und aus meiner Sicht sollten für Wohnungen nur noch modulierende WP's zum Einsatz kommen. In der Industrie sieht das anders aus.

    Gute Frage. Ich habe zwei Winter gebraucht, die Heizkurve wie oben beschrieben einzustellen, seitdem heizt sie einfach nur...


    Die tut auch schon 10 Jahre ihren Dienst, so schöne Grafiken ausgeben wie Deine kann sie nicht.

    So soll es ja auch sein. Wie Autofahren. Einsteigen und Nutzen. Leider sieht die Praxis immer wieder etwas anders aus.

    Monyaq

    Für ein älteres Haus mit Heizkörpern? Warmwasser auch über WP?


    Wir brauchen für 133 m² ca. 3.500 kWh, Warmwasser inklusive.

    Yep, Baujahr 1978, freistehendes EFH, in 2015 entkernt, neue Fenster und Türen, Geschossdecke gedämmt, aber keine Fassaden gedämmt. Heizkörper gewechselt, Lüftung manuell, keine Lüftungsanlage, Dafür sehr viel Zeit in die Auslegung der WP und Entwicklung einer genauen Steuerung der Wp /Heizung und hydraulischen Abgleich gesteckt. WW macht im Sommer eine Solarthermieanlage, sonst auch die WP. Der CoP wäre sogar noch höher, wenn ich WW damit machen würde. Wp ist in der Regel von März bis September tot.

    Bin mit der Solarfocus sehr zufrieden. Die beste WP die ich je verbaut habe. Sehr leise, sehr effizient. und geht bis -22 Grad.

    Wo liegt denn Dein CoP?

    Wärmemengenzähler? Meine Altherma 3HT zeigt mir, wieviel Strom sie gezogen hat und wieviel Heizenergie sie erzeugt hat. Schätze mal, das wird gemeint sein. Ich habe jedoch bisher keine wirkliche Ahnung, was da wie richtig angezeigt wird.

    In den letzten Jahren sind bei mir im Haus immer so um die 2000 - 2300 l Heizöl aus dem Tank gesaugt worden. Anhand dieser Menge hat der Heizungsbauer auch die 10-kW-LWWP errechnet. Fand ich ohne exakte Heizlastberechnung schon etwas sehr oberflächlich, aber laut deren Referenzen haben die alleine von der Daikin Altherma 3 schon sehr viele verbaut.

    Trotzdem bin ich etwas erschrocken, dass mir die Pumpe für November rund 550 kWh Stromverbrauch alleine für's Heizen angibt. Das wären ja für einen durchschnittlichen Winter (wohlbemerkt NUR der Winter, nicht das ganze Jahr!) dann gut und gerne mal 4500 - 5000 kWh oder sogar noch mehr und somit teurer als mein Brötje Brennwertkessel mit Blaubrenner voher.

    Gut - ich fummele noch an der optimalen Heizkurve. Aktuell z.B. sind draußen -4° und ich habe eine Vorlauftemperatur von 44°. Das reicht z.B. im Wohnzimmer für ca. 20 - 20,5°. Ich glaube, ich komme nicht umhin, noch ein paar Heizkörper zu vergrößern.

    FoG Wärmemengenzähler braucht es, wenn eine zentrale Heizungsanlage mehrere Wohnungseigentümer versorgen. Das muss ja abgerechnet werden. Die Dinger messen Volumenstrom und Vor-Rücklauftemperatur zu jeweiligen Wohnung.

    Und klar, meine Wärmepumpen teilen mir auch mit, wieviel elektrische und thermische Energie diese benötigen. Auch die aktuelle und langfristige Jahresarbeitszahl. Wo liegt die denn bei Dir? Bei aktuell -13 Grad sieht das bei mir gerade wie folgt aus, im Jahresdurchschnitt komme ich auf einen CoP von 3,6 , seit die Anlage installiert ist. Habe nur normale Heizkörper. Brauche für 125qm WFL etwa 4.500 kWh Strom pro Jahr, vorher knapp 20.000 kWh Gas (Brennwert)


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    Monyaq

    Sicherlich ist der Aufwand etwas größer als nur einen Heizkessel zu tauschen.

    Wenn aber die Installationskosten die Materialkosten um bis zum 3-fachen übersteigen, hat das für mich einen üblen Beigeschmack.

    Ja, bin ich bei Dir. Aktuell sind 50% Preisunterschied keine Seltenheit. Mal ein positives Beispiel: Gerade an der Bestellung einer WP für meinen Neffen, Buderus Logatherm, mit Speicher, Frischwasserstation, allen Fundament- und Anschlussarbeiten, Die Brocken kosten knapp 14.000 EUR Brutto, gesamt alles 22.000EUR Brutto vor Förderung. Das passt. Ein negatives Beispiel habe ich für ein 6-Familien Haus. Brennwert Kessel + Wp als Bivalente Anlage, mit Übergabestationen und allem drum und dran. Ein Anbieter will 70.000 der, andere 150.000 EUR.... Ähem???

    Habe ja in den letzten 3 Häusern wo ich gewohnt habe schon 3 WP's verbaut, und viele bei der Umstellung unterstützt. Ganz so einfach ist das mit den WP's nicht. Denn ein Kessel hat eine Leistung, meist mehr als benötigt, und nur bei den Brennwertkesseln kommt es auf die Rücklauftemperatur wg. der Kondensation und Brennwertnutzung an. Eine WP ist nur dann effizient, wenn sie auf den Punkt definiert / berechnet wurde! Sonst wird es sicherlich warm - vorausgesetzt sie hat die passende Leistung, aber durch den hohen Stromverbrauch schnell teuer. Außerdem steht eine LWP meist draußen, oder braucht drinnen die Platz und große Luftschächte. Das heißt: Fundament, Anschlüsse, innen- und Außeneinheit, Einstellungsarbeiten, Elektroanschlüsse usw. Hängt sehr von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ein Gas oder Ölkessel wird einfach hingestellt, Strom, Gas und Heizungsrohre dran, dann hat der eine einfache Kennlinie der Vorlauftemperatur in der Abhängigkeit von der Außentemperatur. Eine WP ist da wesentlich komplexer, da ja Effizienz / Einsparung gewollt ist.

    Davon abgesehen das unsere Bunte Regierung gerade die Wirtschaftlichkeit von WP über die Energiebremsen ausgebremst hat. Das Verhältnis von Strom- zu Gaspreis liegt bei dem eines guten CoP . das heißt, man hat die gleichen Kosten wie vorher, aber den Anschaffungspreis dazu. Dazu kommt: Wer jetzt bestellt hat und im Frühjahr installiert, hat doppelt verloren. Denn die Bremse greift dann nur für 80% des Vorjahres-Stromverbrauches! Und da der meist doppelt so hoch wird, wird, muss der WP-Strom dann - soweit er bezogen wird - zum vollen Preis bezahlt werden. Das man das aufrechnen kann ist mir bisher nicht bekannt.


    Zur Info über WP's kann diese Seite hier empfehlen: https://www.bonotos.com Da gibt es auch eine top-Vergleichstabelle der WP's und der Typ macht super Videos auf YouTube! Einfach mal reinschauen.

    ... Das Bild ist übrigens sehr interessant und ich frage mich gerade warum ausgerechnet unten Eiskristalle sind. Von irgendwoher muss da etwas erhöhte Luftfeuchtigkeit kommen, denn die ist ja aktuell sehr gering.

    Habe auch 3-Fach Verglasung überall, aber noch nie Eiskristalle gehabt. Und aktuell jeden Tag unter -10 Grad. In der Regel ist ja die Umgebung kühler als die Fenster / Glas. Ob da von irgendwoher unterhalb des Fensters Luft mit höherer Luftfeuchte kommt? Wäre eine Möglichkeit.


    Aber ich glaube jetzt sind wir langsam völlig OT.