Aussagen wie, die Arbeitdzahl sei bei 0°C Außentemperatur so gering, dass sich die WP im Winter energetisch nicht lohnen würde und im Sommer ohnehin nicht nötig sei. 🤔 Wie genau kommt man zu dem Schluss?
Gerne würde ich einmal wissenschaftliche Daten zur WP sehen. Vielleicht kann die hier jemand zur Diskussion beisteuern.
Ohne jetzt wirklich in die Tiefe zu gehen, versuche ich es in Anlehnung an den Wohnungsbau mal so zu erklären. Je niedriger die Verdampfungstemperatur des Kältemittels ist, desto mehr Energie muss aufgebracht werden, um das Kältemittel auf Zieltemperatur zu bringen. Grob gesagt, je höher die Temperaturspanne, desto mehr Kompressionsenergie brauche ich. Nun sagt der fleißige Stammtischkommentator, dass die WP bei tiefen Temperaturen nichts oder nur wenig Umweltwärme mitnimmt. Das ist sachlich erst einmal richtig. Jedoch sind die Betriebsstunden mit niedrigen Temperaturen deutlich geringer, als bei höheren. Es wird ab ca. unterhalb von 15 °C mit dem Heizen angefangen und da nimmt eine Luft WP ich sag mal einfach 4 mal mehr Umweltwärme mit. Bei 0°C wären das denn etwa 2,5 fache Umweltwärme. Jetzt gibt es aber deutlich mehr Stunden mit 15 °C als mit 0°C auf Jahr gesehen. Deswegen rechnet sich für mich immer eine Wärmepumpe. Aber da bin ich zu sehr Ingenieur ;-). Jetzt muss das jeder für sich selbst entscheiden. Fährt er den Enyaq immer bei -10°C rechnet sich eine WP nicht. Fährt er ihn bei deutlich höheren Temperaturen, sehe ich die Wirtschaftlichkeit.
War das wissenschaftlich genug?