Der Akku fühlt sich am wohlsten im Ladefenster von 50% bis 50%. Da dieses aber in der Handhabung total unpraktisch ist, hat sich das tatsächliche Ladefenster zwischen 20% und 80% als praxistauglich und gleichzeitig akkuschonend herauskristallisiert, obwohl es noch akkuschonender geht. Es ist halt ein guter Kompromiss.
Wenn Du mit einem Ladefenster von 45% bis 55% im Alltag auskommst und es Dir keinen Aufwand bereitet, dann ist dieses Ladefenster noch akkuschonender als 20-80%. Für die meisten dürfte das aber lästig sein.
Wenn es mal auf Reichweite ankommt, wie bei einer Urlaubsfahrt über große Distanz, dann lädst Du auf 100% auf und fährst runter bis auf z.B. 10% oder 5%.
Es ist auch da akkuschonender die 800km von Kiel bis München im Ladefenster von 40% bis 60% zu fahren. Dann musst Du halt 30 mal für 10 Minuten laden. Wenn Dir das nichts ausmacht...
Es geht halt darum, dass langsames laden besser ist, als schnelles laden. Wer sein Akku 5 Jahre lang IMMER am HPC mit 150kw voll prügelt, hat am Ende eine höhere Degradation, als jemand der den Akku IMMER mit 2kw vollstreichelt.
Jemand der IMMER bis 100% auflädt hat nach Jahren eine höhere Degradation als jemand, der nur ausnahmsweise mal bis 100% volllädt.
Jemand der den Akku immer bis 1% leer fährt und dann 1 Woche rumstehen lässt hat eine höhere Degradation als jemand, der den Akku immer etwas geladen hält: idealerweise irgendwo bei 50%.
Am Ende ist es aber ein Auto, das zum Gebrauch vorgesehen ist. Jemand der sein Auto auf 50% lädt und sich niemals traut zu fahren, weil der Akku auf lebensverkürzende 49% fallen könnte, der hat zwar nach Jahren eine fantastisch niedrige Degradation, aber er hätte sich das Auto insgesamt sparen können. Das Auto ist zum Nutzen da.