Also ich halte die Strategie, den Wert pauschal auf 100% zu setzen für vertetbar. Denn was passiert denn in den beiden Fällen?
Ich schätze, dass der rSoH Wert kein gemessener, sondern ein berechneter. Sonst könnte man ihn ja jetzt wieder messen. Ich schätze aber, dass die Ladehistorie mit in den Wert einfließt, die beim Update verloren geht, weshalb man sich mit irgendeinem ausgewürfelten Wert behilft.
Also, was passiert, wenn man den Wert jetzt zu niedrig läßt? Das Steuergerät meldet aufgrund des rSoH, dass es "bald" kaputt ist und deshalb jetzt schon ausgetauscht werden muss; also zu früh. Da es heißt, dass die OCU nach ca. 10 Jahren ausgetauscht werden muss, tauscht man jetzt einen Haufen OCUs vorsorglich zu früh aus, unberücksichtigt, dass viele OCUs wohl noch weitere 4 bis 6 Jahre laufen würden.
Wenn man den rSoH Wert jetzt auf 100% zurück setzt, dann wird die OCU irgendwann erkennen, dass sie am Batterieeingang keine Spannung mehr hat. Nicht eine niedrige, oder zu niedrige, sondern gar keine. Dann wird sie sich "wundern" und trotz rSoH von z.B. 35% einen Fehler melden. Dann wird die OCU ausgetauscht. Und weil die inzwischen 11 Jahre alt ist, wird sich niemand darüber wundern, dass die OCU jetzt ausgetauscht werden muss. Dann gehen also über ein zwei Jahre die OCUs aus dem Verkehr, ganz so, wie es ursprünglich geplant war ("geplante Obsoleszenz").
Was ich überhaupt nicht glaube ist, dass bei zurückgesetzten Wert irgendwann haufenweise Enyaqs mit nicht funktionierender OCU rumfahren werden, weil man nicht bemerkt hat, dass die tot ist. Dazu gibt es zu viele Fehlerwerte und Überwachungsmöglichkeiten.
Also ich schätze, ich werde den Wert irgendwann zurücksetzen, falls sich die OCU zu früh meldet.