Bei so großen Konzernen wie VW ist aber das Problem, daß es wenns nicht klappt trotzdem was geben muß, BONI etc (s. Bahn), bzw. wenns ganz schlecht läuft muß der Bürger (Steuerzahler) für Misswirtschaft gerade stehen, bei diesen Konzernen seltenst der Anleger/Investor, obwohl es eigentlich so sein sollte. (das sind die eigentlichen Grundlagen der "Aktien" - im Gewinnfall Geld bekommen im Krisenfall muß Geld "nachgeschossen" werden, aber so ists nicht und daher ist häufig die Renditeerwartung überzogen.
Das stimmt so auch nicht ganz. Bei VW und auch bei der Bahn ist der größte Aktionär der Staat (das Bundesland NRW im Falle von VW). Dieser hat damit das größte Nachschussrisiko, aber auch den größten Gewinn im Erfolgsfall.
Da der Staat aber erstmal kein eigenes Geld hat, zieht er Steuermittel in die Rettung oder Stützung des Unternehmens rein. Das wird dann in der Presse groß ausgerollt. Hat irgendjemand mal eine Randnotiz in den Medien bemerkt, wieviel Geld in den Staatshaushalt durch Divisenden von VW oder Lufthansa geflossen sind? Ich vermute nicht.
Auch der Kleinaktionär ist nachschusspflichtig. Das wird z.B. über Aktiensplits gemacht. Wenn ich nach einem Aktiensplit noch genauso viel Unternehmensanteile haben möchte, muss ich durch Aktienkauf Geld nachschiessen. Das passiert auch Kleinanlegern immer wieder. Und auch beim Staat ist das genau das Mittel, wie der Steuerzahler (erneut) zur Kasse gebeten wird. Das betrifft dann nicht nur die Steuerzahler, sondern auch alle anderen Aktionäre.
Der Staat muss nur als Aktionär aussteigen; dann muss er auch keine Steuermittel zur Rettung beitragen.