In der Realität trügen einen die Augen. Mit doppelter Entfernung nimmt man nur noch 1/4 des Lichts wahr. Deshalb kann man den Helligkeitseindruck nicht mehr wirklich heranziehen.
Mal übertrieben gesprochen: wenn ich ein Abblendlicht in 2m Höhe hänge werde ich bei korrekter Einstellung nicht mehr erkennen können, ob das Abblendlicht (!) 200m weit reicht. Es reicht zwar so weit, ich sehe es aber nicht mehr. Denn die Augen nehmen die Helligkeit in 5m wahr und sind dann gar nicht mehr empfindlich genug das Restlicht in 200m wahrzunehmen.
Deshalb kann man zur Bewertung, ob das Licht richtig eingestellt ist, nicht einfach auf die Strasse gucken, ob man in 83m noch was erkennt.
Wenn man keine geeigneten Messmittel zur Hand hat, muss (!) man vor eine weisse Wand fahren und nachmessen, ob der Neigungswinkel richtig eingestellt ist oder nicht (beim Enyaq sinkt der Lichtstrahl etwa 8,3cm pro 10m). Wenn das der Fall ist, ist das Licht richtig eingestellt, egal ob man das in einer Entfernung von 83m noch erkennen kann oder nicht.
Zum einen ist die Lichtleistung begrenzt, zum anderen überstrahlt der Vordergrund (kurz vor der Fahrzeugfront) den Hintergrund (weit entfernt). So ähnlich, warum man in der Stadt keine Sterne sehen kann, aber auf dem Land schon.