Beiträge von Selenium

    Auch ich sehe das anders.


    Ich glaube, dass die Strompreise weiter eher steigen als fallen werden. Wir haben seit Dekaden mit die höchsten Strompreise in Europa und der Welt. Und nur weil der Strom vielleicht (!) billiger produziert werden kann, heißt es nicht, dass der Strom auch billiger wird. Auch in Deutschland konnte der Strom mal billiger produziert werden. Diese billige Produktion wurde und wird (politisch gewollt) konsequent abgebaut. Firmen werden Einsparungen bei der Produktion auch nicht unbedingt an den Kunden weitergeben. Das macht der normalerweise aus Wettbewerbsgründen. Der Strommarkt in Deutschland ist aber so aufgebaut, dass Wettbewerb nicht existiert, bzw. funktioniert.


    Und dann verdient auch der Staat gut am Strompreis. Und mit wegbrechenden Steuern aus der Mineralölindustrie wird sich der Staat ganz gewiss eine andere lukrative Einnahmequelle suchen (müssen). Und wenn eines Tages der Strom die einzig verbliebene Energiequelle ist, an der nichts und niemand vorbeikommt, fällt es mir nicht schwer mir auszumalen, welche Einnahmequelle das sein wird.


    Der hohe Preis beim Strom ist mittlerweile etabliert. Das werden die Konzern- und Staatslenker zu nutzen wissen und das Fass gar nicht erst aufmachen, da irgendwas wieder zu verbilligen.


    Egal wie die Steuer von früher hieß (EEG-Umlage)... es wird eine neue Steuer geben.


    Egal ob in Europa der Preis weniger stark gestiegen ist, in Deutschland ist er stärker gestiegen. Und es gibt keinen vernünftigen Grund, warum das in Zukunft nicht auch weiterhin unabhängig voneinander steigen können soll.


    Mehr private Stromerzeugung durch private PV-Anlagen wird zwar das Stromangebot erhöhen (und die Nachfrage verringern), aber die Reaktion müssen nicht unbedingt geringere Preise sein. Das würde nämlich bedeuten, dass erstens ein Überangebot von Strom auf eine geringere Nachfrage trifft und zweitens, dass der Markt nach Marktgesetzen funktioniert. Hier wurde aber Jahrzente lang so massiv in den Markt eingegriffen, dass von Marktgesetzmäßigkeiten hier keine Rede mehr sein kann.


    Und nicht zuletzt: eine Reaktion auf ein entstehendes Überangebot an Strom könnte auch sein, dass noch mehr industrielle Kraftwerke abgebaut werden, was dann wieder zu einer Verringerung des Angebots führt und damit wieder zu steigenden Preisen.

    Ja, der Service fällt ja auch immer aus allen Wolken, wenn man mit einem Allerweltsproblem wie Ladeleistung ist falsch hinterlegt (was bei 100% der ausgelieferten Autos der Fall sein dürfte) ankommt: "was? Da sind sie aber der Erste. Davon haben wir ja noch nie gehört." ;)

    Hängt doch nur vom Zeitpunkt der Registierung ab. Versteh ich nicht. Ist doch wie bei anderen Förderungen in D auch, siehe die meisten kfw Förderungen.

    Ach stimmt. Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass das wie bei unserer verflossenenWallbox Förderung ist und man sich erst registrieren, dann bestellen und dann die Rechnung einreichen muss.


    Aber so pass es ja.


    Allerdings ist dann der 31.03.2023 plus 36 Wochen, also Anfang Dezember 2023 Deadline. Defacto auch nicht schlechter, als bei uns.

    Mit dieser Förderrichtlinie dürften viele Österreicher von der Bestellung eines Enyaq Abstand nehmen, schätze ich. Denn da ist ja praktisch vorprogrammiert, dass die Frist nicht eingehalten werden kann. 8|

    Schöner Bericht.

    Mit was für einem Auto bist du gefahren?


    Beim Enyaq ist der Tempomat nicht unbedingt der TA.

    Es ist ein Passat 1.4 TSI.


    Auch bei mir ist "Tempomat" nicht nur Tempomat. Wenn ich Tempomat schreibe, meine ich die gesamte Phalanx von Assistenten, die es beim Passat zu kaufen gab. Ich hab das große Assistenz-Paket; also Lane-Assist, ACC (pACC gab es im Passat erst 5 Monate später), Side-Assist, Eier-Schaukel-Assist und so weiter. Das ist ähnlich entspannend zu fahren, wie mit TA.


    Der Verbrauch lag übrigens mit 4 Personen plus Koffer plus Hund bei 5,9l/100km, respektive 11,30€/100km.

    Ich bin Donnerstag/Freitag mit meinem Benziner von München nach Frankfurt und zurück gefahren und habe dabei mal die natürlichen Stopps und Ladegelegenheiten beachtet.


    Insgesamt bin ich genau 999km mit einer Tankfüllung gefahren (59l Super E10 für die Leute, die noch wissen was das ist). Gefahren bin ich durchgehend mit Tempomat (was im Enyaq der TA ist). Angehalten habe ich das erste Mal nach ca. 2 Stunden, was nach etwa 180km (also etwa der Hälfte der Akku-Kapazität) war. Die Raststätte war aber im Bau und so unübersichtlich, dass ich an den Ladesäulen vorbeigefahren bin und auch nicht mehr hätte zurückfahren können. Der Stopp hat 20 Minuten gedauert und hätte damit ganz gut gereicht, den Akku wieder auf 80/90% zu füllen.


    Der nächste Stopp war dann der Opel-Zoo bei Frankfurt. Dort habe ich keine Ladesäule gesehen. Wenn dort eine Ladesäule ist, dann hätte die Zeit dort mit Sicherheit zum laden gereicht.


    Im Hotel in Frankfurt gab es noch keine Ladesäule, aber umliegend bin ich sicher, dass man da was öffentliches gefunden hätte.


    Auf der Rücktour haben wir nach ca. 80km einen langen Mittagsstopp gemacht, wo aber der Akku sicherlich noch nicht nennenswert leerer gewesen wäre. Dann sind wir die restlichen 320km durchgefahren. Diese Etappe wäre mit dem E-Auto wahrscheinlich nicht gegangen.


    Insgesamt hätte ich die Strecke mit Ladestopps wahrscheinlich nicht wirklich länger gebraucht. Das Einzige: mit dem Benziner musste ich mich überhaupt nicht ums nachladen kümmern. Das wäre mit dem E-Auto definitiv nicht der Fall. Da hätte ich mir zumindest beim Opel-Zoo und im Hotel definitiv Gedanken machen müssen, wo ich laden kann. Nächstes Jahr mit dem Enyaq zu fahren wird also etwas aufwändiger, aber nicht schwieriger.