Beiträge von Selenium

    Was hat das eigentlich mit dieser quote auf sich? Sind das Kontingente welches die Händler von Skoda bekommen? Sehen diese Quoten ein theoretisches Produktionsdatum vor?


    Beste Grüße

    Im Volkswagenkonzern hat man sich entschieden den Händlern ein Kontingent an Bestellungen pro Quartal einzuräumen. Damit wollte man verhindern, dass einige wenige Händler die gesamte Jahresproduktion aufkaufen und kleinere Händler auf Jahre leer ausgehen.


    Allerdings hat sich herauskristallisiert, dass viele Händler Bestellungen annehmen, auch wenn sie ihre Quote im aktuellen Quartal bereits aufgebraucht haben. Sie bestellen dann im nächsten Quartal mit der neuen Quote. Manche Händler haben es aber so weit übertrieben, dass sie ihre Bestellungen über mehrere Quotenzeiträume hinweg nicht bei Skoda platzieren können, weil sie so massiv überverkauft haben. Die Zuteilungen pro Quartal sind nämlich nicht fest. Wenn ein Händler dieses Quartal 10 Autos bestellen kann, dann kann er nächstes Quartal eventuell 15 oder auch nur 6 Autos bestellen. Wissen tun die Händler das immer erst am Anfang des Quartals. Und dann stehen sie ggf. doof da, wenn sie sehen, dass sie dieses Quartal 13 Autos bestellen dürfen, aber bereits Kaufverträge für 19 Autos abgeschlossen haben. Dan schieben sie den Überhang ins nächste Quartal. Und der Kunde wartet ggf. Monat um Monat, ohne dass sich an seinem Wartestatus irgendwas ändert. Der Kunde glaubt von den 13 avisierten Monaten sind schon 6 Monate vorüber, dabei haben sie noch nichtmal angefangen, weil das Auto immernoch nicht bestellt ist.

    Wenn Skoda deutlich unter den VW Modell positioniert werden soll, dann würden sie aber nicht die billigen Modelle streichen, sondern die höherwertigen, die konkurrieren doch mit den ID4, ID5, GTX etc ...


    Man setzt die Preise hoch, solange Bestellungen eingehen bzw die Auftragsbücher voll sind. Nennt man das nicht Marktabschöpfung?

    Ich schätze, die billigeren Modelle des Enyaq werden jetzt gestrichen, damit Luft nach unteren für Skodas kleineres Mittelklasse SUV ("Elroq" ?) entsteht. Im Artikel hab ich was von 25000€ gelesen. Wenn es da einen Enyaq für 27000€ gäbe, dann würde niemand mehr zum 25000€ Elroq greifen. So schaffen sie sich vielleicht jetzt die Lücke, die sie in zwei Jahren wieder füllen.

    Im Januar nebst allgemeiner Preiserhöhung auch Wärmepumpe Serie, irgendeine andere (teurere) Felge, kein 60er mehr: dadurch das Basismodell so teuer dass der Enyaq nicht mehr förderungsfähig sein wird. Beim ID.4 wird das nicht so sein. Händler meinte, dass sei der geplante Tod vom Enyaq - weil sie ihn nicht ausreichend produziert kriegen.

    Angeblich dann auch kein Enyaq Allrad mehr in D bestellbar.

    Also zumindest sieht es so aus, als würde Skoda (bzw. VW) den Enyaq dem Massenmarkt entziehen wollen. 50er weg. 60er weg. 4x4 weg. Förderung für den 80er weg. Die dritte (oder vierte) Preiserhöhung binnen Jahresfrist. Das sieht mir sehr nach Abwehrangebot aus: wir bieten den Enyaq zwar an, aber zu Konditionen zu denen Du besser woanders bestellst.


    Das wäre ja krass.


    Dazu würde noch ein bisschen passen, dass WENN sie noch einen Enyaq anbieten, dann die RS-Modelle, da diese vermutlich am meisten Marge bringen. So löst Skoda das Problem, dass sie nicht so schnell liefern können, wie Anno Dazumal geplant. Allerdings - Leute, die den Preis des RS auf den Tisch legen, sind vermutlich auch für andere Modelle offen (Tesla, Kia, Genesis, Fisker, etc.). In dem Segment zählt "für den Preis gibt es kaum Alternativen" nicht mehr.

    Ich habe aus genau diesem Grund kein DCC bestellt. Ich bin davon ausgegangen, dass ich das ein zwei mal zum ausprobieren umschalte und es dann nie wieder anfasse. So wird es mit der einfachen Fahrprofilauswahl vermutlich auch sein. Insbesondere wenn der Modus bei Fahrtantritt immer in "Normal" startet.


    Ich schätze, es ist lediglich das Wissen, dass da ein Knopf hätte sein können, als dass man ihn wirklich vor hatte zu benutzen.