peter181 Dann fasse ich mal zusammen, wie ich mir das inzwischen vorstelle:
Skoda (der Hersteller) nimmt sich 2020 den Kalender von 2022 und sucht sich alle Arbeitstage raus.
Bei sagen wir 10 Stunden Produktion pro Tag und einem Bandtakt von sagen wir 2 Minuten schaffen sie 300 Autos pro Tag. Sie wissen also, wir arbeiten 200 Tage im Jahr, 300 Autos pro Tag, ergibt eine Jahresproduktion von 6000 Autos. Ob die Zahlen jetzt zutreffen, sei mal Wurscht.
Ok. Nun nummerieren sie die Fertigungsplätze für jeden Tag durch; z.B. von 1 bis 300. Dann legen sie fest: von diesen 300 Fertigungsslots gehen 10% an Enyaq RS, 20% an Octavia, 40% an Enyaq 80er und so weiter.
Damit ergibt sich sowas wie:
Slot#: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - ....
Zuweisung: 80er - 80er - Octav - 80er - 80er Octav - RS - ...
Die Slots sind dann fest: am Tag 126, in Slot 47 WIRD ein Octavia produziert. Am Tag 223 in Slot 19 WIRD ein Enyaq 60er produziert.
Dann trudeln die Bestellungen ein und werden den Slots zugeordnet. Meyer hat einen 60er bestellt, dann wird ihm der nächste freie Slot zugewiesen, z.B. Tag 223, Slot 19. Schulze hat 3 Monate nach Meyer einen Octavia bestellt. Ihm wird der Slot 47 am Tag 126 zugewiesen, weil das der erste freie Octavia-Slot war. Somit hat Schulze zwar später bestellt, wird aber früher beliefert.
Wenn nun am Tag 126 die Teile für den Octavia in Slot 47 nicht vollständig da sind, dann wird der Slot vermutlich nicht leer übers Band laufen, sondern man guckt vermutlich, ob man nicht irgendjemand anderen mit der verfügbaren Teilezusammenstellung auf diesen Slot packen kann.
Die Ersatzbestellung für diesen Slot, könnte aus den bereits eingeplanten Slots kommen. Dann tauschen die beiden Slots. Oder jemand, der bisher noch gar keine Zuweisung zu einem Slot hatte wird da reingestopft. Das sind dann die Fälle, wo das Auto plötzlich auf dem Hof des Händlers stehen, obwohl die gestern noch nichtmal eine Einplanung hatten.
Sehe ich das so in etwa richtig?