Beiträge von Selenium

    Ich muss dazu - abseits des eigentlichen Themas - aber sagen, dass ich nicht so sparsam fahre, weil ich mich an irgendeinen Wettbewerb beteilige oder irgendwem irgendwas beweisen oder zeigen will. Ich mache das ausschließlich für mich, also aus rein egoistischen Gründen. ;)

    Ich zeige es halt nur gerne. Auch, um andere zu motivieren, auch Energie zu sparen.

    Quasi "zeigen, was möglich ist"!? 8)

    Ich schätze Lars ging es um den Wettbewerb an sich.


    Es gibt immer jemand, der noch weniger verbraucht. Die Tatsache, dass langsameres Fahren noch weniger verbraucht, dürfte unstrittig sein. Deshalb aber quasi stehen zu bleiben, weil das ultimativ am wenigsten verbraucht, ist halt irgendwie am Einsatzzweck eines Autos vorbei.


    Wenn ich mich also in den Wettbewerb mit anderen stelle und Heizung aus, Radio aus, Licht aus und noch den Motor aus stelle, um noch weniger Verbrauch präsentieren zu können, dann hat man es vermutlich übertrieben mit dem Verbrauch reduzieren.


    Nochmal anders verdeutlicht: wenn ich auf der Autobahn an einem z.B. Tesla vorbeifahre, der mit 90 hinter 'nem LKW hinterherzuckelt, dann ist der vermutlich auf 'ner Verbrauchsfahrt. Übertreiben tut er es (in meinen Augen) wenn er das Tempo noch weiter reduziert auf 80, 70, oder 60, weil er den Verbrauch noch weiter reduzieren will. Da wird die Reduktion des Verbrauchs irgendwann zum Selbstzweck.


    Ich habe bisher ein Auto gekauft, um schnell von A nach B zu kommen. Bisher waren das der technologischen Reife geschuldet, Verbrenner. Jetzt mit einem E-Auto hat sich an dem Zweck nichts geändert. Wenn ich nun also anfange das Auto wie einen Rollator zu benutzen, weil es ein E-Auto ist und es da zum guten Ton gehört, verbrauchsärmer als verbrauchsarm zu fahren, dann ist der Zweck verfehlt.


    Insofern bin ich da eher bei Lars. Das Argument von FoG ist aber auch nicht von der Hand zu weisen: mit einer kleinen Komforteinschränkung zu leben und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.


    In diesem Spannungsfeld muss wohl jeder seine persönliche Balance finden. Für mich ist ein Teil meiner persönlichen Komforteinschränkung, ein Auto gewählt zu haben, das gar nicht mehr schneller als 160km/h fahren kann. Langsamer (verfrauchsärmeres) Fahren ist da quasi serienmäßig eingebaut.

    Mit hoher Wahrscheinlichkeit musst du dann aber auch noch ein Kabel vom rechten Außenspiegel zum Innenspiegel verlegen…

    Das ist ein nicht unerheblicher Aufwand

    Nicht unbedingt.


    Der Innenspiegel ist bei vielen Modellen im VW Konzern per LIN-Bus mit dem Türsteuergerät verbunden und diese wiederum miteinander. Eventuell ist also ein wweiteres Kabel vom Innenspiegel zum Türsteuergerät nicht erforderlich. Und dass der Innenspiegel direkt mit dem Spiegel verbunden ist, glaube ich eher nicht.

    es gibt Parken Plus ohne seitliche Sensoren :)


    OMG... stimmt. Ich bin ja so ein Honk. Das ist ja genau DAS Merkmal, auf das wir hier schielen. :sleeping:


    Ich geh wieder ins Bett.

    peter181 Dann fasse ich mal zusammen, wie ich mir das inzwischen vorstelle:


    Skoda (der Hersteller) nimmt sich 2020 den Kalender von 2022 und sucht sich alle Arbeitstage raus.

    Bei sagen wir 10 Stunden Produktion pro Tag und einem Bandtakt von sagen wir 2 Minuten schaffen sie 300 Autos pro Tag. Sie wissen also, wir arbeiten 200 Tage im Jahr, 300 Autos pro Tag, ergibt eine Jahresproduktion von 6000 Autos. Ob die Zahlen jetzt zutreffen, sei mal Wurscht.


    Ok. Nun nummerieren sie die Fertigungsplätze für jeden Tag durch; z.B. von 1 bis 300. Dann legen sie fest: von diesen 300 Fertigungsslots gehen 10% an Enyaq RS, 20% an Octavia, 40% an Enyaq 80er und so weiter.


    Damit ergibt sich sowas wie:


    Slot#: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - ....

    Zuweisung: 80er - 80er - Octav - 80er - 80er Octav - RS - ...


    Die Slots sind dann fest: am Tag 126, in Slot 47 WIRD ein Octavia produziert. Am Tag 223 in Slot 19 WIRD ein Enyaq 60er produziert.


    Dann trudeln die Bestellungen ein und werden den Slots zugeordnet. Meyer hat einen 60er bestellt, dann wird ihm der nächste freie Slot zugewiesen, z.B. Tag 223, Slot 19. Schulze hat 3 Monate nach Meyer einen Octavia bestellt. Ihm wird der Slot 47 am Tag 126 zugewiesen, weil das der erste freie Octavia-Slot war. Somit hat Schulze zwar später bestellt, wird aber früher beliefert.


    Wenn nun am Tag 126 die Teile für den Octavia in Slot 47 nicht vollständig da sind, dann wird der Slot vermutlich nicht leer übers Band laufen, sondern man guckt vermutlich, ob man nicht irgendjemand anderen mit der verfügbaren Teilezusammenstellung auf diesen Slot packen kann.


    Die Ersatzbestellung für diesen Slot, könnte aus den bereits eingeplanten Slots kommen. Dann tauschen die beiden Slots. Oder jemand, der bisher noch gar keine Zuweisung zu einem Slot hatte wird da reingestopft. Das sind dann die Fälle, wo das Auto plötzlich auf dem Hof des Händlers stehen, obwohl die gestern noch nichtmal eine Einplanung hatten.


    Sehe ich das so in etwa richtig?

    Ich kenne mich zwar nicht aus, aber meine Vermutung ist: die Produktionsplanung eines Coupes hat mit der Produktionsplanung eines Enyaq SUV genau so wenig zu tun, wie die Produktionsplanung eines Octavia Diesel mit der eines Citygo. Meine Vermutung. Ob das gut ist? Weiß ich nicht....

    Diese Antwort bringt das Kommunikationsproblem auf den Punkt: "...keine Ahnung...", "...meine Vermutung...", "...weiss ich nicht...".


    Skoda wäre absolut in der Lage das zu ändern. Dann würde aus "meine Vermutung" ein "dazu sagt der Hersteller folgendes".


    So mancher Unmut ist nur deshalb Unmut, weil man die Leute im Dunkeln spekulieren lässt. Dann muss man sich absolut nicht wundern, wenn Märchen, Sagen und Halbwahrheiten gedeihen.