In freudiger Erwartung meines Enyaqs habe ich mich gestern nochmal mit der Versicherung beschäftigt.
Damit ich Äpfel mit Birnen nicht vergleiche, habe ich mal dem Enyaq ähnliche Fahrzeuge bei der Versicherung angefragt: Ein Kodiaq mit 190PS, ein Karoq mit 190PS und eben den Enyaq mit 204 PS, bzw. gelisteten 90PS.
Die Rahmendaten habe ich natürlich immer gleich gewählt. Ich wollte rausfinden, ob das E-Auto nun wirklich billiger bei der Versicherung ist, oder nicht. Die bisherigen Vergleiche haben mir zu sehr nach jenem Äpfel-Birnen-Vergleich gerochen. Der eine kommt von der S-Klasse mit 2500€ Versicherungsprämie und freut sich, dass sein Enyaq mit 1000€ viel billiger ist. Der nächste kommt vom 35PS Fiat Panda und wundert sich warum der Enyaq so teuer ist.
Der Karoq sollte mit meinen Rahmendaten bei der gleichen Versicherung ca. 510€ kosten, der Kodiaq sollte ca. 520€ kosten und der Enyaq liegt bei 540€. Allerdings bekommt der Enyaq da bereits 5% Elektrobonus. Bereinigt um diesen Bonus würde die Versicherung des Enyaq 570€ kosten.
Also Freunde der Nacht: dass E-Autos bei der Versicherung günstiger sind, halte ich spätestens seit diesem Versuch für ein Gerücht.
Wenn ich dann in der einschlägigen Presse auch neuere Beiträge ansehe, sind die Töne dort inzwischen zwar leiser geworden, aber trotzdem wird ein interessierter Umsteiger unweigerlich in die Irre geführt:
- Versicherung billiger -> nein, im großen Ganzen nicht (mehr)
- Inspektion billiger -> nein, nicht wirklich
- Betrieb -> ok, kann man gelten lassen
Dann werde ich diese Pille jetzt mal schlucken gehen. 