Beiträge von Speicher

    Hat das Verhalten schon mal jemand mit der Werkstatt diskutiert?
    Wie sehen das die "Alpenbewohner" unter den Foristen?

    Speicher: Welche Erfahrungen hast Du bei Deinen Alpenfahrten gemacht?

    Verwendet ihr alle B beim Bergabfahren?

    B ist der Beste Freund beim Bergabfahren und ich fahre hier in der Schweiz die Pässe nur mit B bergab.

    Ein früher ENYAQ, den ich getestet habe, hatte mir sogar die Meldung im Display gebracht das ich B nutzen sollte als ich länger in D begann fuhr😊


    So habe ich bisher Pässen keinerlei Probleme und es fühlt sich auch sehr natürlich an in B, weil immer Brems bzw. Rekuperation anliegt. Wie in meinem Video erwähnt ist es etwas gewöhnungsbedürftig mit dem Beschleunigungspedal zu bremsen (Druck weg nehmen) doch das hat man schnell drauf. Und wenn es mehr braucht gibt es ja noch das Bremspedal. Vorausschauende Fahrweise auf einem Pass (z.b. im Navi die nächste Kurve ansehen) hilft daher beim fahren mit B, so meine Erfahrung.


    Entschuldigt bitte meine verzögerten Antworten, doch meine Frau und ich sind in den Ferien In Slowenien, nicht mit dem ENYAQ, sondern mit dem Campervan 😊

    Wäre das nicht ein Versuch für Speicher oder will jemand anders mal eine Kanne Wasser in die Öffnung kippen?

    Die Antwort ist ja bereits gegeben...statt Wasser kann man auch einfach Licht in die Öffnung schütten (Achtung...Spannungsabfall vorher aus der Öffnung wieder rauskehren, der beschädigt sonst den Schirm) und dann sieht man das Ablaufloch in der Ablaufwanne und die durchaus simply clever Konstruktion für die Regenschirmaufbewahrungsöffnung :)


    Insbesondere beim Akku gibt es so viele Unwägbarkeiten, dass hier tiefgehende Analyse nötig ist. Genau aus diesem Grund habe ich auch kein Fazit mit Ergebnis in meinem aktuellen Video. Weil ich es schlichtweg nicht weiss. Ich habe nur eine Beobachtung, deren Ursache mir bisher noch nicht klar ist. Und es zeichnet sich ab, dass es sehr wahrscheinlich eine Erklärung gibt. Diese ist zwar sehr technisch und etwas schwierig, aber plausibel. Und daran trägt Skoda weder eine Schuld noch können sie das ändern :)


    Ich schreibe sie hier einmal in kurz hinein, es gibt dazu aber auch ausführliche Videos und Berichte:

    Ich beginne mal mit einem Zitat: "Was Du nicht messen kannst, kannst du nicht lenken" (Peter Drucker)


    Wie wir laden

    Um die Kapazität eines Akkus zu messen, muss er von leer (0%) auf voll (100%) geladen werden (im Rahmen seiner Hersteller-Spezifikation, sonst geht er kaputt). Nur dann kenne ich seine exakte Kapazität, weil ich sie gemessen habe.

    Damit wäre das gesamte Dilemma bereits erklärt in Hinblick auf unsere Elektroautos. Doch etwas ausführlicher:

    Unsere Autos laden wir im Alltag (so gut wie) nie von 0% auf 100%, manche E-Autos werden das nie in ihrem Autoleben erleben. Fragt euch selbst, wie lädst Du? Von 20 auf 80? Oder eher von 30 auf 80? öfters mal von 60 auf 90?

    Machen wir das Beispiel mit: "Im Alltag lade ich meistens von 30% SoC auf 80% SoC!"


    Vom Schätzen und Messen

    Das BMS (Batterie-Management-System) kann also nur 50% der Kapazität messen, die übrigen 50% (30% am unteren Ende, 20% am oberen Ende) muss es demnach schätzen. Denn die werden im Beispiel so gut wie nie unter-/überschritten und sind daher für unser BMS unbekannt. Und dummerweise liegen die zu schätzenden Bereiche auch noch dort, wo sich ein Lithium-Akku nicht linear beim laden verhält. Im unteren Bereich (also kurz vor 0%) findet die Entladung deutlich stärker statt (als im Durchschnitt) und im oberen Bereich geringer. Und genau diese schwer zu schätzenden Bereiche muss das BMS bei uns aber schätzen hinsichtlich der Kapazität. Da kann weder Skoda noch das BMS was dafür, so funktioniert eben ein E-Auto...alle E-Autos mit Lithium Ionen Akku!


    Das BMS ist ein Pessimist!

    Pessimistisch, also zu Ungunsten der Kapazität (und wir sollten dafür dankbar sein...stellt euch vor, hier würde ein Hersteller tricksen, damit die Werte besser aussehen!)

    Denn das BMS verfolgt zwei Ziele:

    1) Unbedingt verhindern, das der Akku tiefentladen wird und somit Beschädigung droht

    2) Das Auto liegenbleibt, weil der Akku leer ist, aber noch Restreichweite / SoC angezeigt wird


    Daher wird das BMS immer eine niedrigere Kapazität melden, als eine zu hohe!


    Was wir auswerten

    Wir rufen via OBD die Daten vom BMS ab. Der Carscanner macht nichts falsch, er zeigt lediglich an, was ihm vom BMS gesendet wird. Das BMS sendet via OBD genau das, was es auch dem Auto mitteilt. Darum sehen wir einen SoH, der nicht unbedingt der Realität entspricht.

    Und auch die Batterie-Tests lügen nicht, doch auch sie (z.B. dieser ADAC Test) werten nur die OBD Daten aus. Darum bekommt man dort einen Dongle für den OBD Anschluss zugestellt.


    Was wir stattdessen machen müssten

    Wenn wir wirklich wissen wollen welche Kapazität unser Akku hat, dann müssen wir diesen auf 0% entladen und langsam (reduzierte AC Ladung) auf 100% aufladen, damit das BMS möglichst genau messen kann. Doch das müssen wir mehrfach machen, nicht nur einmal. Denn das BMS rechnet mit Durchschnittswerten. Und um diese in Richtung 0%-100% zu bringen, müssen wir mehrfach laden, damit die Werte deutlich besser werden. Umso mehr, je häufiger wir schon mit geringerem "Hub" geladen haben.


    und warum wir das nicht machen sollten

    Einzig das Problem ist, dass wir damit den Akku purem Lade-Stress aussetzen. Und zusätzlich uns purem Reichweite-Stress, da wir ja immer aug 0% runterfahren müssten (oder entsprechend lang mit Klimaanlage im Auto warten). Und damit erreichen wir genau das Gegenteil von dem, was wir möchten: Eine möglichst lange, hohe Kapazität. (Und wer jetzt irgendwie an Quantenphysik denkt...ich fühle mit Dir :) )


    Das traurige Fazit, das auch beruhigend ist

    Wenn diese These stimmt - und die Chancen sind hoch das sie stimmt - dann werden wir nie die exakte Kapazität ermitteln können, sondern nur Annäherungen (ausser Du bist ein Null auf Hundert SoC - Held!). Was Du machen kannst: lade öfter von 10% auf 90%, besonders wenn Du vorher eher von 30% auf 80% geladen hast. Dann müsste nach dieser These der SoH steigen. (Was zu beweisen wäre und ich glaube, das werde ich versuchen). Ich habe diese These genau so auch an Skoda heute gesendet und sie haben mir Feedback versprochen. Vielleicht bestätigen sie das, vielleicht nicht.



    Und genau darum bin ich niemals vorschnell mit einem Urteil bei der Hand. Denn auch ich kann auf dem Holzweg sein und die Ursache liegt komplett anders. Ich hoffe, dies bald in einem Video so beweisen zu können, oder erneut eines besseren belehrt zu werden :)

    @speicher hat in seinem letzten Video was dazu gesagt.

    Wir haben als Nutzer wohl auch nicht die 77 kWh netto zur Verfügung.

    habe mehrfache 100% Messungen gemacht, diverse Rückmeldungen anderer Zuschauer und versucht dem "Spuk" auf die Spur zu kommen...ohne abschliessenden Erfolg bzw. Antwort. Ich habe diverse Theorien dazu...eine Vermutung ist, dass die Reserve von der Netto-Kapazität berechnet wird (aber selbst dann stimmt es nicht richtig) oder das wir gar nicht die vollen 77kWh "freigeschaltet" haben (analog Ladeleistung), das es allenfalls mit ME3.X kommt, oder das CarScanner falsche Daten anzeigt...OBD falsche liefert...oder oder oder...es tatsächlich 8% Degradation bei mir hat...


    Bisher habe ich viele Antworten, wo "junge" ENYAQs nicht über 70-71kWh bei 100% SoC Display (95-96% BMS) kommen. Meiner schafft es auch nicht (und der ist 6 Monate und ca. 12TKM jung).


    Allerdings sind die Vergleiche mit anderen ENYAQ schwierig, da viele Faktoren hineinspielen. Alles weitere gibt es morgen, mit Bitte an die Community mir Daten zu senden. Vielleicht kann ich im Juli mehr Licht ins Dunkel bringen, wenn ich zu Skoda nach Tschechien fahre.

    das wäre doch etwas für Speicher :P

    Ja und nein, denn wirklich testen und filmen geht in der kurzen Stunde kaum, jedenfalls nicht so wie es für mich normal wäre und meinem Anspruch genügt.


    Und ich „teste“ dann einen neuen ENYAQ und keinen der ein Update bekommen hat…und ob es ME3.1 ist glaube ich auch eher nicht.


    Nein, nein…ich fahre Anfang Juli dann lieber direkt nach Mlada Boleslav und schaue es dort geht, immerhin bin ich ja eingeladen 😉

    Der ENYAQ hat, wie alle MEB'ler, ein recht umfangreiches Inbetriebsnahme- und Verlassenskonzept und unterscheidet dabei mehr als ein dutzend Varianten/Kombinationen aus folgenden "Optionen"

    - Gewicht auf Sitz

    - Gurt gesteckt

    - Betätigung Start/Stop Knopf + Schlüssel

    - Bremspedalbetätigung + Schlüssel

    - Betätigung Fahrstufenwählschalter

    - Fahrertüröffnung

    - Parkbremsen-Status

    - Motorhauben-Öffnung


    Hierbei gilt es unterschiedliche Kombination von Zuständen und Reihenfolgen der Betätigung zu berücksichtigen / befolgen, jedoch resultieren diese in einem der folgenden 4 Zustände:

    - Fahrzeug deaktiviert

    - Comfort ready, sichtbar am roten Schriftzug PARK im Display (Hochvolt-Stromkreis wird geschlossen, egal ob Zündung an/aus)

    - Drive ready, sichtbar am grünen Schriftzug READY im Display (Auto kann losfahren, Fahrstufe ist gewählt, Fuss ist auf Bremse oder Auto hold aktiv)

    - Fahrzeug fährt


    Comfort ready unterscheidet sich dann noch einmal in

    - "Zündung" eingeschaltet (Auto bleibt an bis HV-Batterie leer, Hochvoltbatterie lädt 12V Batterie via DC/DC Wandler nach ... das ist der "Camping-Mode" aus meinen Videos)

    - "Zündung" ausgeschaltet (Klima und Infotainment funktionieren, Auto wird deaktiviert nach 60min, 30 min, direkt - je nach Optionen und deren Kombination)


    Vielleicht muss ich darüber ein Video machen...es ist halt...kompliziert :D

    Und nein, ich gebe weder Garantie noch weiss ich, ob das was ich mir hier zusammenreime stimmt!

    Schade ist nur, dass der ENYAQ nicht in den USA auf dem Markt ist und wie so nicht die spezifischen SSP bekommen.-

    Diese gibt es übrigens auch in Deutschland, heissen ebenfalls SSP (Selbst-Studium-Programme), sind aber nicht frei verfügbar.

    „Speicher elektrisiert“ ist auch hier im Forum vertreten unter Speicher. Ich folge ihm hier und auf YT und finde die Videos mega. Er ist mit einer der Gründe, warum ich mir den Enyaq bestellt habe, so kann das kein Verkäufer erklären!

    "Speicher elektrisiert" ist ein cooler Youtuber mit guten Erklärungen

    Echt?!

    Danke für den Hinweis. Muss ich also nicht mal nach Updates oder so suchen?


    Bevor Fragen aufkommen: ja es ist Grafit grau und wir haben 51 Wochen gewartet. Aber der erste Eindruck ist: es hat sich gelohnt.

    Gucke jetzt noch ein paar Videos von Speicher elektrisiert. Er erklärt einfach herrlich unaufgeregt…

    Vielen herzlichen Dank für die freundlichen Worte und das Lob. Das motiviert, weiterzumachen, wenn ich solches Feedback lese. Das heisst natürlich nicht, dass ich kein kritisches Feedback annehme. Das ist auch willkommen, jederzeit :)


    Ich warte aktuell nicht auf einen ENYAQ, sondern auf ein ganzes Werk. Genau genommen auf einen Besuch bei Skoda in Mlada Boleslav. Leider musste ich den Termin von Juni auf Juli verschieben. Doch dann werde ich hinfahren und (hoffentlich) jede Menge Infos bzw. Videos mitbringen. Stepan Rehak (ihr PR Sprecher) und ich haben uns schon auf eine sehr feine Agenda geeinigt.


    Fazit: Beharrlichkeit (im Sinne von Reichweite / Abos) und (mehrheitlich) sachliche so wie faktenfundierte Videos bringen am Ende ans Ziel - den direkten Draht!


    Noch eine Frage an @Bytewurm Catweazle  Enyaqfan87 und Tomasito
    Darf ich eure hier zitierten Beiträge verwenden für ein wenig "Werbung" auf Social Media im Sinne von "Meinungen zu Speicher elektrisiert"?


    Liebe Grüsse aus der Schweiz und bleibt energiegeladen

    Matthias


    Na ja, am Ende vom Tag ist die Methode nicht entscheidend...entscheidend ist die Situation der Batterie hinsichtlich SoC & Temperatur (der Batterie, nicht der Umgebung) an der Ladesäule.

    Nach Freischaltung des Ladevorgangs setzt bei nicht ausreichender Temperatur (<ca. 20°) die Akkuheizung ein und bleibt aktiv bis ca. 30°, danach beginnt die aktive Kühlung, da die erzeugte Wärme durch die Ladeströme nun ausreicht (und die Batterie auf ca. 40° bringt) Ist die Temperatur bereits über ca. 20° so setzt hier die Akkuheizung nicht mehr (oder schwächer/kürzer) ein, weil die Wärme durch die Ladeströme ausreichen ist.


    Für die maximale Ladeleistung ist entscheidend, dass die optimale Temperatur vor ca. 35% SoC erreicht wird, da ab diesem Prozentwert die Ladeleistung aufgrund des SoC bereits wieder eingeschränkt wird.

    Wie man die Batterie warm genug bekommt, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist die Höhe der Beaufschlagung des Akkus mit Strom (hier also hohe Ströme), gleich in welche Richtung (rein oder raus).

    - Das kann Methode "BLOED" sein, auch YOYO/JOJO genannt oder Intervallgeschwindigkeit...(besonders in Ländern, wo Du nicht schnell fahren kannst wie hier in CH)

    - Das kann Fahren mit hoher Geschwindigkeit sein (ideal 160km/h), hier allerdings beachten was Laemat schreibt hinsichtlich Leistungsabgabe

    - Das kann das "Halten" der Temperatur vom letzten Ladevorgang sein (Akku kühlt sehr langsam aus)

    - Das kann das "Vorglühen" sein, sprich mit SoC um 25-30% an den Charger, 5 Minuten "vorglühen", weiterfahren auf 10-15% SoC und dann richtig laden

    - Das fehlende Vorheizen bei Navigationsziel Ladesäule (hoffentlich ab ME 3.X dann auch im ENYAQ vorhanden, sieht aber gut für uns aus)

    - und alle sinnlosen Methoden wie Feuer unterm Akku, Laden während der Fahrt aus einer Hochvoltbatterie in einem Anhänger usw.


    So lange an der Ladesäule die Parameter in ihren optimalen Bereichen sind (und die Säule auch entsprechend Leistung abzugeben vermag) wird der ENYAQ seine maximale Ladeleistung ausschöpfen.


    In 2-3 Wochen kommt da noch mal ein Video zu...Langstrecke nach Regensburg (415km) bei Frühlingstemperaturen und DE Autobahn. Habe da viel gemessen und probiert und zeigt das Ganze nochmals deutlich auf, besonders auch im Kontrast zum Winter und dem obigen Video. Und endlich konnte ich meinen ENYAQ mal "Schnell" fahren und ein paar Gedankenspiele zur maximalen Strombeaufschlagung und Dauerbelastung durchführen, die unser Akku (besser gesagt der 82/77 Akku) so leisten könnte.


    Abschliessend noch meine persönlichen Erkenntnisse (Erfahrungen anderer Personen können abweichend sein)

    - Die Blase ist fast immer eher voll als das der Akku leer ist

    - Das Laden dauert fast immer kürzer als die Pause lang ist