Beiträge von herrnik

    Dann war meine Aussage oben wohl nicht klar formuliert: Pumpspeicherwerke sind für Dunkelflauten völlig irrelevant. Ein Ausbau in relevante Dimensionen ist undenkbar.

    Da ist sie mal wieder, die unbelegte Behauptung. "völlig irrelevant" und "Ausbau undenkbar".
    Wo bleiben die Zahlen Daten Fakten dazu?


    Wie wäre es hiermit:
    - Pumpspeicher gibt es bereits, sie leisten einen Beitrag zum Ausgleich der täglichen Lastschwankungen (DE: max. 9,4 GW Leistung)

    - für eine Anwendung der Pumpspeicherkraftwerke über mehrere Tage hinweg (Dunkelflaute) fehlte bisher der ökonomische Anwendungsfall (dies wird ab einer Schwelle von 60-80% Erneuerbaren interessant)

    - in Schweden und Norwegen wären mögliche Speicheroptionen für Ausbau (> 3 TWh)

    - allein die Speicher Österreichs haben bereits heute eine Speicherkapazität von 3 TWh

    Zitat: Daher wird in Zukunft, neben der lokalen Batteriespeicherung bei kleinen Hausanlagen, mit einer steigenden Bedeutung von Speicherkraftwerken, darunter auch Pumpspeicherkraftwerken gerechnet.


    Ohne den Markus in Schutz nehmen zu wollen, der bei vielem nen gehörigen Arschtritt braucht um sich zu bewegen (das geht durchaus schlimmer, man muss sich nur die FDP und manch SPDler anschauen), da sind sehr viele Bürger auch dran Schuld, die Leitung haben wollen, aber nicht vor der Haustür...ala Wasch mich aber mach mich nicht nass. So läuft das aber nun mal nicht.


    Ja, auch das stimmt, aber auch hier muss ich sagen, was hindert uns daran an diese Stellen Hydrolysen aufzustellen, die Wasserstoff herstellen. Erstens müssen wir ihn dann nicht importieren (was ich eh für absoluten Blödsinn halte), zweitens braucht die Industrie eh in Zukunft haufenweise Wasserstoff und drittens kann man Wasserstoff auch als Stromerzeuger wieder nutzen, wenns gar nichts anderes mehr da ist.


    Ich stelle einfach immer wieder fest, dass wir Deutschen, ach die ganze Welt, sehr gut darin ist, ein Problem in Dimensionen hochzustilisieren, statt es einfach mit einfachen Möglichkeiten zu beheben.

    Die bayerische Landesregierung, die ja das Vorzeigeprojekt zur Wasserstoff-Elektrolyse in Wunsiedel mit öffentlichen Mitteln unterstützt hat, steht jetzt vor einem Problem:

    Die Strompreisbremse macht dem privatwirtschaftlich organisierten Projekt zur Erzeugung grünen Wasserstoffs nun einen Strich durch die Rechnung:

    Strompreisbremse: Bayerns größte Elektrolyseanlage vor dem Aus
    Im September wurde in Wunsiedel Bayerns bisher größte Elektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff eingeweiht. Nun könnte ausgerechnet die…
    www.br.de

    Der grüne Wasserstoff wäre eigentlich dringend nötig. Dass jetzt rechtliche und betriebswirtschaftliche Gründe das ganze Projekt in Frage stellen wirkt wir Ironie.

    Residuallast im Januar:

    Der Monat Januar hat bisher eine geringe Residuallast gezeigt, 4x war sie bereits negativ.


    Energy-Charts


    Bildschirmfoto 2023-01-16 um 21.28.00.png



    Ja, das ist auch wieder cherrypicking, ich weiß. Aber zum Gesamtbild gehört eben auch: Die Erneuerbaren leisten einen immer größeren Beitrag zur Abdeckung der Last. Unflexible Kraftwerkstypen werden ausgemustert.

    Und in Zukunft werden wir immer häufiger den Fall haben, dass die Residuallast negativ wird.

    Also ich lebe in D, da sind das keine 1-2 Wochen sondern eher 2-3 Monate im Jahr.


    Nov-Dez 22:

    pasted-from-clipboard.png

    @jabbab  goofy1966

    Weil es so gut zum Thema Residuallast passt:

    Am 15.01.23 war die Residuallast negativ (-3,6 GW), da der Anteil der Erneuerbaren an der Last einen neuen Rekord erreichte.


    Quelle:

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    goofy1966 sorry, hatte mich im Eifer des Gefechts etwas vergaloppiert.
    Als Steuerung der StromERZEUGUNG kommt Demand-Side-Management natürlich nicht in Betracht.

    Für die Stromerzeugung hilft aber dennoch der Powert-to-Gas Ansatz, indem nachher das erzeugte Gas wieder verstromt werden kann.


    Fakt ist: Die Nachfrage muss zu jeder Zeit durch entsprechende Stromerzeugung gedeckt werden.

    Und da Wind und Sonne sehr gut vorhersehbar sind, kann entsprechend die Nachfrage in einem gewissen Rahmen gesteuert werden. Je größer dieser Rahmen, desto geringer ist die verbleibende Residuallast, und wir benötigen weniger fossile Brennstoffe.

    An wie vielen guten Tagen wären wir mit einer Verdopplung der EE ausgekommen?

    Wie viel zusätzliche Kapazität bräuchte man, um die Unterdeckung der schlechten Tage wieder aufzuholen?

    Wie speichert man den Strom für die schlechten Tage?

    Wie speichert man den Strom, um wenigstens den Tagesverlauf von Erzeugung und Nachfrage in Einklang zu bringen? Also jenseits der individuellen PV Batterie im Keller?

    Hier ein schönes Erklärvideo, das einige dieser Fragen beantwortet:


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    Fazit:

    Es liegt mangelt nicht an technischen Lösungen, es ist der politische Wille, der bisher gefehlt hat.

    Die "Residuallast" für Dezember: Grün Biogas, hellblau Wasser, blaugrau konventionell.

    pasted-from-clipboard.png


    Ich sehe da nicht, wie diese Lücke realistisch gestopft werden kann.

    Das ginge (über den dummen Laiendaumen gepeilt) indem wir EEs mindestens vervierfachen und zumindest Speicherkapazität für eine Woche hätten. Völlig utopisch und nicht bezahlbar.

    @jabbab : Die Lücke ist kleiner als gedacht.

    Wenn man es realistisch betracht sind wir doch in Deutschland schon halb am Ziel.

    2022: 50% Erneuerbare im Stromsektor.

    Dabei kein einziger Tag UNTER 20%.

    Sogar im Dezember, als es länger als eine Woche wenig PV/Wind gab, waren es immer über 20%.


    Energy-Charts


    mausschubser , Tuxracer:

    Dass in Zukunft der Stromverbrauch durch Elektroautos immens ansteigen würde, ist ebenfalls ein Märchen der Fossillobby.


    Allein die graue Energie, die zur Herstellung der Treibstoffe und Betriebsstoffe eines Verbrennungsmotors benötigt werden genügt, um den geringen Mehrbedarf an elektrische Energie zum Laden der Elektroautos zum Großteil zu decken.

    Quellen:

    So viel Strom brauchen Autos mit Verbrennungsmotor
    Der Strombedarf für Elektroautos wird überschätzt. Denn mit dem Ende des Verbrennungsmotors sparen wir auch eine Menge Strom ein. Ein Gedankenexperiment.
    edison.media

    Unfassbar: 42 kWh Energieaufwand für sechs Liter Diesel? - e-engine - Alles rund um E-Mobilität
    Bereits der Energieaufwand für 6 Liter Diesel, also etwa 100 km mit einem Mittelklasseverbrenner, entspricht fast einer Stromerreichweite von 300 km.
    e-engine.de

    Kleiner Korrekturhinweis: Grundlast und Residuallast sind nicht dasselbe.
    Die Residuallast umfasst den Anteil der nachgefragten elektrischen Leistung (Last), welcher nicht durch fluktuierende erneuerbare Stromquellen abgedeckt werden kann.
    In deiner Grafik zählen also Biogas und Wasserkraft nicht zur Abdeckung der Residuallast, da sie hochverfügbar sind.

    Was damit in der Grafik die Residuallast darstellt ist nur der graue Bereich (abzüglich Exporten).

    Was in der Grafik nicht dargestellt wird: Der Anteil der Erneuerbaren an der Last.

    Die Residuallast schwankte sehr stark im Dezember 2022, von 59 GW am 12.12.22 bis zu 1,1 GW am 31.12.22.

    Das bedeutet, ab der dritten Dezemberwoche waren die Erneuerbaren sehr wohl in der Lage, einen Großteil der Last zu decken.
    In der letzten Dezemberwoche waren es sogar 75% Anteil Erneuerbare, Kraftwerke mussten aberegelt werden oder Strom exportiert werden.
    Damit wird eines klar: Die starken Schwankungen der Residuallast können nicht mehr von unflexiblen Kraftwerken wie Kohle- und Atomkraftwerken ausgeglichen werden. Stattdessen benötigen wir flexible Gaskraftwerke und Speichermöglichkeiten.


    Gute Quelle für Visualisierung der Residuallast:

    Energy-Charts

    1-2 Wochen Dunkelflaute im Jahr?

    Auf welchem Planeten lebst du?


    eine Verdopplung der EE? in welchem Zeitraum willst du das schaffen?

    Der Zeitraum, um bisher im Stromsektor von 10% auf 50% Erneuerbare zu gelangen waren 20 Jahre, MIT Altmaierknick und CDU Bremser an der Regierung.
    Es sollte also in 10 Jahren möglich sein, von 50% auf 80% zu kommen.
    Auch auf diesem Planeten.

    OK. ICH habe dann die Energiewende eben nicht verstanden. Dann frage ich mich nur, warum mein Arbeitgeber mich dann noch nicht rausgeschmissen hat.....

    Vielleicht weil der Arbeitgeber immer noch in veralteten Denkmustern verhaftet ist?

    Grundlast war schon immer ein unbestimmter Begriff, ist mit der Energiewende aber noch weniger relevant geworden. Der wichtige Term heisst Residuallast.

    Grundlast kannst du knicken
    Energiewende - Was wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint? Wir brauchen doch Grundlast. Nein, brauchen wir nicht Das Argument Grundlast kannst du…
    energiewende-rocken.org