Beiträge von herrnik

    Interessantes Update aus den Niederlanden:

    Stand 25.02.23 ist der Enyaq auf Platz 13 der Zulassungszahlen (das sind alle Modelle, also auch Verbrenner!)


    Top 30 Kentekenregistraties februari 2023

    1. Lynk & Co 01 840
    2. Volvo XC40 597
    3. Tesla Model Y 513
    4. Kia Picanto 454
    5. Ford Focus 427
    6. Renault Mégane 412
    7. Hyundai Tucson 390
    8. Volkswagen Polo 364
    9. Kia Niro 339
    10. Toyota Aygo 335
    11. Toyota Corolla 308
    12. Ford Kuga 305
    13. Skoda Enyaq 296

    In Verzug setzen bringt laut seiner Auskunft nur mit dem Vorhaben der Storno etwas. Alles Andere wie Schadenersatzforderungen sind vollkommen aussichtslos und vertane Zeit.

    Bringt denn in Verzug setzen etwas, mit dem Vorhaben eine beschleunigte Produktionseinplanung zu erhalten?
    Weitere Möglichkeit: beim Verzugsetzen ein "verbindliches Lieferdatum" zu verlangen (was vermutlich vom Händler aus guten Gründen nicht versprochen werden wird).

    Update der neuen Zahlen vom KBA aus dem Dezember 2022

    !! 1 Tag vor nextmove !!


    Die Zahlen zu Enyaq und Konzernschwestern:

    • VW ID.4 / ID.5 liegen bei 1.471 und damit knapp doppelt so hoch wie die Konzernschwestern. Dennoch ein starker Rückgang im Vergleich zum Dezember.
    • Audi Q4 e-tron 738 Stück
    • Enyaq mit 729 Stück knapp hinter Q4 e-tron und auch hinter dem Vorjahreswert


    model_ENYAQ.png

    model_comparison_id.4_enyaq_q4.png

    Hat der Großbrand bei Burgmaier etwa Auswirkungen auf die Enyaq-Produktion?

    200 Millionen Euro Schaden nach Großbrand: Die Folgen nach dem Feuer in Allmendingen
    Ein Schaden von 200 Millionen Euro: Doch damit ist nicht alles gesagt über den Großbrand in Allmendingen. Was sind die Folgen für die Menschen vor Ort, die…
    www.swr.de

    Laut Artikel sollen 5 Teile in jedem Neuwagen im Durchschnitt von Burgmaier kommen… :/

    Ich schrieb: "Da reicht, um ca 0,05% der Residuallast (Unterdeckung) seit Ende September einzuspeichern."


    Es ging um die Unterdeckung. Also das, was insgesamt seit September fehlt, weil es von EE nicht erzeugt wurde. Pumpspeicherwerke sind kein Baustein einer Lösung für Dunkelflauten und werden es niemals sein, weil sie im Vergleich zum Bedarf einfach lächerlich kleine Speicherkapazitäten haben.

    Und genau hier liegt denke ich eine falsche Erwartungshaltung vor.
    Es hört sich bei @jabbab gerade so an, als ob die komplette Residuallast ZU JEDER ZEIT von Pumpspeichern oder anderen Speichern gedeckt werden müsste.
    Das hat jedoch nie jemand behauptet und ist auch nicht das Ziel der Energiewende. Denn dann hätten wir gar keine Residuallast mehr.

    Ziel muss doch sein, die Residuallast (welche aktuell von fossilen Energieträgern und etwas Kernenergie gedeckt wird) in Zukunft um 70-80% im Jahresmittel zu reduzieren.

    Das genügt doch schonmal als Ziel, 100% erneuerbare wird für Deutschland allein (als Insellösung) ohne Importe nicht funktionieren.

    In Dunkelflauten werden in den nächsten Jahren weiterhin zum Großteil konventionelle Kraftwerke eingesetzt werden müssen, diese Zeiten werden jedoch immer kürzer. In den dann noch auftretenden Zeiten mit wenig Wind und wenig Sonne wird tendenziell weniger Last abgedeckt werden müssen. Grund: Reduktionen auf Verbrauchsseite als auch hinzukommende Speicher bzw. Importe von den Nachbarn, wo noch genügend Sonne-/Wind-/gespeicherte Energie vorhanden ist.


    Und das, was dann noch übrig bleibt (d.h. 20-30% der heutigen Menge), muss eben in naher Zukunft weiterhin fossil abgedeckt werden, bis wir ausreichend Alternativen wie grünen Wasserstoff/Biogas/etc. für die konventionellen Kraftwerke zur Verfügung haben.

    Die Antworten passen halt nicht in das Weltbild einiger Anwesenden.

    Man müsste halt das Saarland Fluten mit Wassermengen, die wir nicht haben unter Verwendung von Strom, den wir nichtmal im Sommer ansatzweise über haben.


    Aber was sind ein bisschen Mathe und Physik gegen grosse Träume

    Diese Aussage zeigt, wie wenig den erneuerbaren Energien eigentlich zugetraut wird.

    Dabei ist es diese Denkweise, die uns doch nicht weiterbringt.

    Einfach zu widerlegen ist die Aussage "Strom, den wir nicht ansatzweise über haben".

    Das ist sogar im Winter möglich, wie am Beispiel 15.01.23 zu sehen ist.


    Einfach selber nachschauen:

    Energy-Charts

    Dabei haben die erneuerbaren Energien immerhin 96% der Last eines Tages abgedeckt.


    Bei 50% Anteil der erneuerbaren (Tendenz steigend) ist es übrigens immer häufiger so, dass wir zeitweise Stromüberschüsse im Netz haben.

    Aber was sind ein bisschen Mathe und Physik gegen die Macht der Mythen.

    Die vorhandenen Pumpspeicherwerke schaffen 8-9gwh für ca 6h. Das entspricht dem Gesamtbedarf von D für 1h.


    Da reicht, um ca 0,05% der Residuallast (Unterdeckung) seit Ende September einzuspeichern.


    Kann man als Lösung ansehen. Es werden ja auch Teelichter im Blumentopf als notheizungen verkauft. Gleiches Niveau.

    Jetzt mal Butter bei die Fische:

    - Wenn es sich tatsächlich um so marginale Energiemengen handeln würde bei Pumpspeichern, dann vergleichen wir das doch mal mit drei Kernkraftwerken im November 2022 (da liefen drei Meiler noch):

    • Pumpspeicher: 640 GWh
    • Kernkraft: 2700 GWh

    Das sind immerhin fast 25% der Energiemenge der drei Kernkraftwerke.

    Nach der Rechung von @jabbab deckte damit Kernenergie nur 0,2% der Residuallast. Wo sind die Quellen dazu?


    Energy-charts hat übrigens eine schöne interaktive Grafik, wo man den Verlauf der Energieerzeugungsleistung und Last sehr schön verfolgen kann.

    Pumpspeicher deckten demnach am 9.11.22 (17:45 Uhr) mit 3,5 GW fast 10% der Residuallast, Kernenergie 12%.
    Sicher ist das eine Momentaufnahme, 12h später hat sich das Verhältnis umgekehrt, da haben die Pumpspeicher 4 GW verbraucht.

    Aber genau das ist doch der Sinn und Zweck der Pumpspeicher, um kurzfristige Änderungen bei Last und Erzeugung auszugleichen. Und dabei waren es noch nicht die maximal möglichen 9 GW Leistung, die insgesamt bei Pumpspeichern in Deutschland zur Verfügung stehen würden.

    Die Ausbaufähigkeit der Pumpspeicher im europäischen Ausland wäre vorhanden, um hier auch noch nachzulegen.

    Könnte man als Teil der Lösung ansehen, wenn man wollte.

    ein Satz aus dem von dir angeführten Thema bei Wikipedia...


    Am 1. Juli 2022 ging das PSK Nant de Drance in Betrieb, das eine Leistung von 900 MW aufweist und 2,2 Mrd. Franken gekostet hat. Laut NZZ ist ein wirtschaftlicher Betrieb aufgrund veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht gesichert.[27]

    Genau das ist das Argument, das ich versucht habe anzubringen:

    Ein Pumpspeicherkraftwerk / großer Batteriespeicher wird erst dann gegenüber einem Kohlekraftwerk konkurrenzfähig, wenn es ein ausreichendes Überangebot an erneuerbarem günstigen Strom an vielen Tagen des Jahres gibt. Denn es muss ja den Spread (die Preisdifferenz) zwischen günstigem Strom und teurem Strom an der Strombörse nutzen, um seine Speicher zu füllen oder zu leeren. Und dieser Spread wird umso größer, je höher das Angebot an erneuerbarem Strom.
    ODER: Wir erhöhen alternativ die Kosten für CO2-Zertifikate, was natürlich den Kohlestrom verteuert. Da wären wir dann wieder beim Thema steigende Stromkosten, aber wiederum nicht durch erneuerbare Stromerzeuger verursacht sondern durch bisher nicht ausreichend berücksichtigte CO2-Folgekosten.