2020 waren 20‘500 EUR verdammt viel Geld für einen Kleinstwagen. Die dafür eingestellte Verbrennerversion kostete um 10‘000 EUR. Der doppelte Preis für weniger Alltagstauglichkeit ist sicher für alle typischen Kunden eines solchen Autos locker zu stemmen. (100km hin und 100 zurück mit AB-Fahrt waren schon eher sehr schwer zu erreichen). Die Vorstadtmutti mit Geld hat zu diesem Zeitpunkt eher im Tiguan oder Karoq als im Citigo gesessen. Und 2020 sah es mit Ladeinfrastruktur noch erheblich schlechter aus als heute. Ich kenne 2 Citigo-Fahrer (Benziner), die damit täglich pendeln (mittlerweile beide über 100‘000km runter), weil das die billigste Möglichkeit ist, zur Arbeit zu kommen. Elektrisch? Für den doppelten Preis der Autos? Never. Die trauern dem Benziner nach. Weil man billiger kein vernünftiges Auto fahren kann. Auch nach 100‘000 km kann sich der doppelte Fahrzeugpreis nicht rechnen. Die damalige Batteriegeneration dürfte mit der Laufleistung schon weit sein beim „Verschleiß“. Die Benziner laufen völlig unauffällig.
VW müsste in die Batterieproduktion…. Wo fertigt denn VW eigene Zellen? Nicht einmal heute und auch nicht für die teuren Autos. Die Serienfertigung SOLL 2025 starten.
So lange kannst Du Dir einen Verlustbringer nicht leisten. So groß ist Škoda auch nicht.
Bitte nicht wieder alles verdrehen.
Die 20.500 EUR für den e-citigo waren ohne Umweltbonus.
Und: Die Einstiegsversion eines Verbrenner-Pendants ist eben NICHT 1:1 vergleichbar mit einer Elektro-Variante, die mehr Leistung und ggf. Ausstattung hat.
Und warum bekommen es dann die chinesischen Hersteller hin, zu günstigen Preisen auskömmlich zu wirtschaften?
VW hat es ja versucht in China, war auch mal erfolgreich (hauptsächlich mit Verbrennern). Heute sieht es so aus:
https://www.nzz.ch/wirtschaft/…ion-verspielte-ld.1850717
Zitat:
Und die chinesischen Hersteller dominieren das Geschäft. So kam der Platzhirsch BYD bei E-Autos im Juni auf einen Marktanteil von 32 Prozent. VW bringt es nur auf schlappe 5 Prozent. Rechnet man noch die Plug-in-Hybridfahrzeuge mit ein, beträgt der Anteil der Wolfsburger sogar nur 2 Prozent.
Ein Grund für das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz ist sicherlich, dass VW in China zu lange auf den Verbrennermotor gesetzt hat. Schliesslich sprudelten die Gewinne, das machte den Konzern träge. Gleichzeitig erkannten die Deutschen zu spät, was sich bei den chinesischen Herstellern tat. Jahrelang belächelten die Deutschen die aufstrebenden Unternehmen aus dem Reich der Mitte.
Zusammengefasst:
- Die Zeiten vom Verbrennungsmotor nähern sich dem Ende, auch wenn es manche wie Ulf007 nicht wahrhaben wollen und partout verdrängen, wie auch schon die VW Manager in China im Jahre 2010, welche auf "clean Diesel" gesetzt hatten und damit falsch gepokert hatten
- Die günstigen Elektromodelle sind verfügbar, in China und demnächst auch in Europa
- Dabei lassen sich auch mit Kleinwagen Gewinne erzielen, wenn man es richtig anstellt und nicht ziert wie VW und Skoda