Karl und wenn die großen Hersteller nochmal von 0 Anfangen könnten würden sie den Teslaweg gehen: so aber haben sie (bis vor Corona gut funktionierende) a) Lieferkette und x Zulieferer und b) x andere Modelle wo auch x Steuergeräte gut funktionieren. Hätten sie für ein Modell bzw. Modellbaukasten alles Umstellen wollen wäre das eine komplette Neuentwicklung gewesen und hätte um einiges Länger gedauert (und um einiges teuerer gewesen), und wieso soll man das Rad (also z.b. die Ansteuerung der Lichter oder auch die elektrisch verstellbaren Sitze usw.) neu erfinden wenn man gut funktionierendes im Regal hat? Man sieht aber so langsam, wenn man mit ODBC die Fehler ausliest, wieviele Canbus Fehler vorhanden sind, dass zumindest die Komunkation unter den Steuergeräten über Canbus am limit ist. Ich kenne mich in der Beziehung aber 0 aus, weiß also nicht wieviel Bandbreiter der Canbus überhaupt hat, oder ob VW bei der Implementierung gespart hat und anstatt (ich fabulier jetzt) den 1000Mbit/s Canbus den 100Mbit/s Canbus verbaut um ein paar €cent an Kupferleitungen zu sparen.
Tesla hat, soweit ich weiß, zumindest im Infotaimentrechner, zuerst auf Intel Celerons gesetzt, momentan werden AMD Ryzen verbaut. Ob dieser auch die Steuerung übernimmt (hoffe nicht..) weiß ich nicht. Sollte aber für meinen Sicherheitsanspruch getrennt sein. Wenn das Infotaiment abstürtzt: whocares, wenn das Steuergerät für die Bremsen abstürtzt und man dadurch nicht mehr Bremsen kann...
p.s. auch Bosch macht eigene Chips für die Autoindustrie, da wurde doch gerade erst letztes Jahr der erste Wafer in Dresden belichtet. Zudem muss man natürlich sagen: in einem Auto (bis auf den Ryzen im Tesla) steckt normalerweise kein Chip in der aktuellsten Fertigungstechnologie, eher das Gegenteil, vor allem in den kritischen Systemen nimmt man eher einen Chip aus einer größeren Fertigung (65nm oder gar 130nm) die schon milliardenfach erprobt ist. Diese Fertigung ist auch wesentlich robuster gegenüber Störströmen usw.
mfg