Noch ein paar Gedanken aus der Automobilen Welt.
Ein Kollege von mir war früher bei Audi tätig.
Der Konzern hat ein sehr gut funktionierendes Feldmonitoring. Speziell Audi, bei VW/Skoda dauerts ein bisschen bis sie es mitbekommen, aber wenn dann bewegt sich da was. Wenn das Problem also nicht speziell nur auf den Enyaq begrenzt ist, sondern bei allen MEB auftritt ( Stella was passiert eigentlich beim Born?), dann sind die da sehr wahrscheinlich schon an dem Thema dran.
Dann kommt jetzt folgendes zum tragen. Es wird eine Abschätzung geben, ob das Problem eine Relevanz für die Zulassung oder Sicherheit hat.
1) Wenn ja, dann wird es, sobald eine Lösung verfügbar ist, zu einer Feldmaßnahme kommen.
2) Wenn nein, dann wird es eine Abschätzung geben wie groß das Problem ist.
2a) Werden gewisse Schwellwerte für Ausfälle im Feld überschritten (z.B. in den US und A oder auch Deutschland) dann wird es ebenfalls zu einer Feldaktion kommen.
2b) Werden keine Schwellwerte überschritten bleibt noch die Frage welche Kosten bei einer Feldaktion auftreten und welche Kosten bei Kundenbeanstandungen und Wechsel zu anderen Marken entstehen.
Aus all dem leitet der Konzern dann sein weiteres Vorgehen ab. Für den einzelnen Betroffenen ist es auf jeden Fall ärgerlich, das steht außer Frage. Wenn es aber nur einzelne Fälle sind, wird da auch nie etwas zur Lösung passieren, weil der Aufwand für den Hersteller in keinem Verhältnis zu den erwarteten Kosten steht.
Wird es ein Flächenbrand kann man davon ausgehen, dass das Problem auch gelöst wird.