Beiträge von MuesLee

    Ich würde jetzt mal ganz dreist behaupten, dass es sogar zwingend so ist, dass immer die 12V-Batterie verbaut ist.


    Ich versuche mich mal an einer Erklärung.


    1. Der Grundzustand ist, dass die HV-Batterie immer galvanisch vom Rest des Fahrzeugs getrennt ist z.B. wenn die "Zündung" ausgeschalten ist. Das ist einfach auch Gründen der Sicherheit wichtig. Der sicherste Zustand ist immer die galvanische Trennung der Batterie um potentielle Kurzschlüsse und Karosserieteile unter Spannung zu vermeiden.

    2. Sollte ein Hersteller aus welchen Gründen auch immer auf die Idee kommen dauerhaft die Schütze zu schließen, oder eher keine zu verbauen und eine dauerhafte galvanische Verbindung herzustellen, hat er das Problem, dass bei einem Unfall oder Kurzschluss (z.B. auch über Stecker oder Kabel), die Fahrzeugteile unter HV stehen. Da das dann mal ordentlich britzelt und zu lustigen Frisuren führt, hat der der Gesetzgeber was dagegen.

    Zitat

    Rein phsikalisch muss man schon etwas differenzierter schreiben, auf welche Energiemenge man sich bezieht.

    Stimmt, die Grundaussage bleibt aber die Selbe und die Berechnung mathematisch identisch, egal ob die bereitgestellt Energiemenge inkl. oder exklusive Ladeverluste ist. Aber ja das Ergebnis verändert sich natürlich.


    Zitat

    ..das mit den 100km/h Konstantfahrt verstehe ich nicht und eine derartige Aussage habe ich in Bezug auf WLTP ansonsten auch noch nicht gelesen.

    Hmm vielleicht hast du es überlesen, aber folgender Auszug aus dem Artikel beschreibt es.

    Zitat

    Das zweite Segment ist eine Konstantfahrt mit 100 km/h. Eine zeitliche oder kilometrische Länge ist nicht vorgeschrieben. Allerdings soll nach dem dritten Segment nur noch ein Ladestand der Batterie (abgekürzt SoC für State of Charge) von zehn Prozent enthalten sein. Die erste Konstantfahrt kann folglich in Abhängigkeit der gesamten Batteriekapazität mehrere hundert Kilometer (!) lang sein. Die Prüfung wird abgebrochen und gilt als abgeschlossen, wenn im vierten Segment mehr als vier Sekunden die 100 km/h-Marke unterschritten wird.

    Die Beschreibung der Segmente wird im Artikel davor beschrieben.


    Der Artikel ist sicher nicht perfekt, gibt meines Wissens nach aber bisher den Besten Überblick über WLTP in Kombination mit der E-Mobilität.

    Wenn du noch etwas anders kennst, dann gern hier einbringen.

    Was Skoda als Marketing beschreibt, war zumindest in meiner Aussage, erst einmal kein Thema bzw. Bestandteil des Posts. Du hast natürlich Recht, dass die Angaben von Skoda sehr viel Recherche benötigen um sie richtig einzuordnen.


    Zitat

    Diese Aussage ist beim E-Auto eben grundsätzlich, unabhängig von WLTP o.ä., nicht ganz richtig.

    Rein physikalisch bleibt die Aussage weiterhin korrekt. Ich habe eine geladene Energiemenge und einen (durchschnittlichen) Energieverbrauch, dadurch errechne ich eine Reichweite.

    Die Frage ist wie ich die durchschnittlich benötigte Energiemengen berechne und, dass es speziell in der E-Mobilität, schnell zu Änderungen der aktuell benötigten Energiemenge (entsprechend diverser Einflussfaktoren) kommt.

    Der Artikel beschreibt ja im folgenden Absatz, dass der WLTP eben nicht mit dieser einfachen Logik arbeitet, mehr aber auch nicht.


    Wie bereits beschrieben stimme ich dir zu, dass es Potential für Verbesserungen gibt.

    So nachdem ich nun ein bisschen mit unserem Freundlichem geplaudert habe gibt es eine schöne und eine weniger schöne Nachricht.


    Die Schöne zuerst, unser bestellter Wagen wird einfach ein Traum und sehr sicher mit der aktuellsten Software und ohne irgendwelche Fehler ausgeliefert 8).
    Und natürlich nun die weniger Schöne, dass heißt eine Fahrgestellnummer hat er noch nicht und somit ist die Chance auf eine rechtzeitige Auslieferung irgendwo im Promillebereich zu suchen ;(.


    Nun gehts auf die Suche nach dem Plan B :/.

    Wenn die Diskutierenden denn möchten, wäre als Vorgabe schon ein bisschen mehr möglich.


    Klimatisierte Rollenprüfstände sind ja nichts Neues. Genauso lassen sich unterschiedliche Straßenbeschaffenheiten über tauschbare Oberflächen der Rollen darstellen (wird z.B. für Akkustikuntersuchungen bereits gemacht).

    Das Thema Wind wäre, meiner Meinung, jetzt tatsächlich nur indirekt über einen Rollenwiderstand (bezogen auf cw-Wert und Stirnfläche) umsetzbar.


    Bei so einem Vorgehen freuen sich natürlich alle Prüfstandsbetreiber und -bauer, aber alle OEMs laufen Sturm ob der Vielfältigkeit die getestet werden muss.

    Und die Kosten dafür zahlt dann am Ende der Verbraucher, denn die Mehrkosten wird sicherlich kein OEM freiwillig übernehmen.