Beiträge von enopol

    Das ist in meinen Augen der absolut wichtigste Punkt

    ..ändert aber bezüglich der frühzeitigen Batterieschädigung nur einen Teil:

    das längere Verweilen der Batterie im deutlich teilentladenen Zustand.


    An dem Missstand, dass die Batterie, durch die tieferen und häufigen Entladungen (mit entsprechend nachfolgenden Ladungen), eigentlich unnötig zusätzliche Ladezyklen bewältigen muss, ändert die rechtzeitige Nachladung absolut nichts.

    Mehr Ladezyklen im gleichen Zeitraum bedeuten immer auch eine verkürzte Batterielebensdauer.

    Die im Enyaq verwendete, zyklenfestere AGM-Batterie ist keine "Deep cycle"-Ausführung, sondern eine Starterbatterie und die Zyklenanzahl von Blei-Starterbatterieausführungen ist halt recht begrenzt.

    Einziger Punkt, an dem man immer was spart, sind die Leitungsverluste, weil ich die Stromstärke halbiere.

    exakt. Das ist der Hauptgrund. Außerdem benötigen Autohersteller und Ladestationsbetreiber für die gleiche Ladeleistung weniger Kupfer....


    Diese Bedingung habt ihr vorher aber nicht definiert.

    Was wollen wir den vergleichen?

    Den Vorteil der 800V-ladung oder einen Mix aus Vorteil der 800V-Ladung plus größerer Batterie?


    Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach dazwischen.
    Durch 800V bekommst du einfach mehr Spielraum bei der Akku-Größe und KANNST bei Bedarf weiter nach oben skalieren. Mit 400V bist du bei der handhabbaren Stromstärke irgendwann am Limit.

    Wieso bekommt man bei der 800V-Technik unbedingt mehr Spielraum bei der Akku-Größe?

    Beim Enyaq/ID4 usw. passen offenbar kaum mehr als die Zellen in die Batteriebox, die insgesamt gut 80kWh-liefern können. Würde durch einen anderen Anschluss von Zellen, wodurch sie dann für 800V geeignet wären, auf einmal mehr Platz vorhanden sein, so dass dadurch z.b. 100kWh möglich wären?

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    Die normalerweise handhabbare max. Stromstärke ist bei 400V ca die Gleiche, wie bei 800V.......wenn wir die max. 500A Grenze ansetzen, die durch die Ladestationen und Anschlusskabel bisher existiert, kann damit sowohl mit 400V, als auch mit 800V geladen werden.


    Der VW ID.7 mit großem Akku wäre ja so ein Fall:

    Der reizt die 500A-Grenze durch ca max. 200kW Ladeleistung bei 400V ungefähr aus.

    Wenn der ein 800V-System hätte, könnte er mit der selben maximalen Stromstärke theoretisch bis 400kW laden, ohne einen Akku zu besitzen, der größer ist, als der in 400V-Technik geschaltete.

    Mehr als die ca 92kWh-Brutto passen beim ID.7 nicht in die Box. Das würde bei 800V nicht mehr werden und die rund 200kW max. Ladeleistung passen ziemlich exakt zu der oberen C-Rate der MEBs von ca 2,2, die ich genannt/vermutet habe....

    enopol du vergisst aber dass es bei einem eAuto eine App gibt die das Autom je nach Benutztung dieser, das Auto, immer mal wieder Aufweckt und dabei meist nur das 12V System hochfährt. Auch dass Homeassistant usw. eingerichtet sind, kann sich auf die Entladung der 12V Batterie auswirken. Wenn man nicht gerade einen Vorklimatisierungsvorgang startet oder das Auto eh beim Laden ist, wird die 12V Batterie auch nicht aufgeladen. Bei einem Verbrenner ist die App in diesem Sinne kaum interessant und dient eher zu überprüfen ob man Fenster/Türen verschlossen hat oder sich den Standort des Autos anzuzeigen. Das sind aber eher sporadische Einsatzszenarien (korrigert mich wenn ich falsch liege, hatte nie einen Verbrenner mit Appanbindung).

    Allerdings sind wir so langsam sie Off Topic

    mfg

    Ohne diese m.E. unsinnige Einstellung in der App, dass das Auto bei jedem aktiven App-Einsatz des Nutzers aufgeweckt wird, wären die Probleme schon mal ein Stück geringer.....


    Die App funktioniert ja meines Wissens auch für Verbrenner (laut KI ab ca 2020) und könnte dann, zumindest bei Funktionen die nicht E-Auto spezifisch sind, die Batterie ebenfalls jedes mal etwas entladen, wie z.b. die Zustandsprüfung der Klappen und Türen oder die Ermittlung des Standortes, aber auch, ohne App, die automatische Türöffnung durch KESSY usw.


    Viele E-Auto-typische Aufweckvorgänge durch die App beinhalten ja das Einschalten der HV und damit auch das Laden der 12V-Batterie und die meisten anderen Aufweckvorgänge dürften beim Verbrenner nicht anders ablaufen.


    Wie auch immer:

    Die realen Aufzeichnungen von 12V-Enyaq-(MEB-)Problemfällen zeigen ja, dass die Batterie, je nach Verhalten des Nutzers, recht schnell herunter gezogen werden kann. Dazu kommen halt noch die Fälle, wo es in absoluten Ruhezeiten, ohne aktiven Nutzer, teilweise zu recht langen, unerklärlichen Entladungen kommen kann.

    Irgendein realer Grund bei der Batterienutzung (Ladebilanz) wird definitiv dafür verantwortlich sein, dass es ausgerechnet bei den MEB zu teilweise heftigen Problemen im 12V-Bereich kommt und wenn eine 12V-EFB oder AGM-Batterie teilweise nicht mal 1 Jahr hält, ist das definitiv heftig. Da ist etwas schief gelaufen im Hause VW....


    Zu Bedenken ist halt, dass die 12V-Batterie auch bei jedem AC-Laden, dass ja durchaus über Stunden geschehen kann, zumindest komplett entlastet, wenn nicht sogar, wie bei den Alt-MEB, ganz normal (mit Hauptladung und Erhaltungsladung...)geladen wird.

    Solche teilweise mehrstündigen 12V-Ladevorgänge beim Laden an der Wallbox sind für die 12V-Batterie absoluter Luxus und nicht ein Stück anders zu sehen, als wenn man für die gleiche Zeit und die gleichen Zeiträume jedes mal einen externen 12V-lader anschließen würde.

    Diesen Luxus dürften nur die wenigsten Verbrenner haben....


    und dann kommt halt noch das Totschlag-Argument bei E-Autos, bei denen 12V-seitig irgend etwas nicht so optimal läuft....:

    Warum wird 12V nicht rechtzeitig nachgeladen, so dass nicht nur die Batterie nicht häufiger im teilentladenen Zustand wäre, sondern es auch diesbezüglich zu keinen Funktionsausfällen des Fz kommen könnte?

    dann wärst du bei einem SoH von 95%. Das ist ein sehr guter Wert und sprich dafür, dass die neuere Zellchemie ab Mj23 nicht so stark anfänglich degradiert.

    95% wenn man es auf 77kWh bezieht,

    Ob der MEC direkt etwas mit der Standard-77kWh-Nutzenergie-Angabe des Werks zu tun hat, wissen wir alle letztendlich nicht.

    Wenn es so wäre, hätte die Batterie ja anfangs einen SOH von ca. 103% gehabt....hört sich natürlich toll an; davon gehe ich aber nicht aus.


    Die fixe Angabe von 77kWh-Nutzenergie gilt m.E. nur unter bestimmten Bedingungen, die außer VW, niemand kennt....wenn es anders wäre, würden sich alle SOH-Tests von Fremdfirmen auf diese 77kWh beziehen und jeder müsste nur noch den MEC auslesen, um den SOH feststellen zu können. Das könnte dann ja jeder....

    Keine Excel-Tabellen mit speziellen Handlungs-Anweisungen und speziellen Annahmen des Energieinhalts bei 100% mehr nötig ^^

    Auf dem Weg von Hannover zum Gardasee muss ich feststellen, dass der Verbrauch wie erwartet ist. Aber der unerwartet hohe Abfall bei der Ladekurve lässt etwas Frust aufkommen

    mit über 120kW im Schnitt und damit mehr als bei der 1. Ladekurve, ist die Ladung ja nicht wirklich schlecht.

    Zudem kommt es, wie bereits angesprochen, gerade bei den aktuell manchmal noch hohen Außentemperaturen, auf die Kühlung an. Wenn die Batteriekühlung, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr ausreicht, wird halt gedrosselt.

    Da rechne ruhig noch mal etwas nach.......

    Für einen Vergleich zwischen 400 und 800V muss die Akku-Kapazität natürlich gleich groß sein.

    Bei 800V ist die Anzahl der Zellen bzw. der Zellenpakete doppelt so groß. Das ist richtig.


    mein iV80 hat z.b. 96 Zellenpakte mit je 3 parallel geschalteten Zellen. Insgesamt also 288Zellen, die eine Gesamtkapazität von 82kWh aufweisen.

    Jede zelle hat also rund 285Wh ca. Energieinhalt.

    Zitat

    Annahme gleiche Zellen

    ........

    Aber es werden quasi doppelt so viele Zellen geladen

    Dann würden in meinem Fall 288x2= 576 Zellen geladen werden und wenn diese jeweils gleich wären, hätte ich keinen 82kWh-Akku mehr, sondern einen 164kWh-Akku mit rund 1 Tonne Gewicht.....

    Das ist Physik....


    Also:

    82kWh sollen beibehalten werden.

    Die Ladespannnung soll aber doppelt so groß werden, um halt mit 800V-Systemen kompatibel zu sein.

    Beim iV80 sind es z.b. 96Zellenpakete in Reihenschaltung, also könnte man die Anzahl der in Reihe geschalteten Zellenpakete z.b. verdoppelt, also 192 Pakete. Dann wäre die Batterie mit 800V-System kompatibel.

    Um trotzdem 82kWh-Gesamtenergie zu kommen, müssen 82kWh durch die Anzahl der Zellenpakete geteilt werden, um den Energieinhalt eines Zellenpaketes bestimmen zu können:

    82kWh / 192 = 0,427kWh = 427Wh müsste so ein Paket aus parallel geschalteten Zellen aufweisen.


    Und, oh Wunder der Mathematik und Physik, 427Wh sind so ziemlich genau die Hälfte des Energieinhaltes, dass ein Zellenpacket der IV80, bestehen aus 3 Zellen von je 285Wh) aufweist.....


    Fazit: man braucht nicht lange mit Zellen und Zellenpaketen herum rechnen:

    Wenn eine Batterie insgesamt 82kWh hat, hat sie bei 400V-Nennspannung die Hälfte der Zellenpakete, als wenn sie eine Nennspannung von 800V hat.

    Die Summe der Energieinhalte aller Zellen muss aber in beiden Fällen gleich sein (sonst kommt man nicht auf 82kWh...) und daher ist auch die Belastung der Zellen in beiden Fällen gleich.


    Um mit mehr Leistung laden zu könnten die Zellen besser werden oder es könnte z.b. die Kühlung der Zellen besser werden oder VW entwickelt andere Schmerzgrenzen für die C-Rate ihrer Zellen.

    Im Normalfall ist keine AGM Batterie im Enyaq verbaut. MJ27 weiß ich nicht.

    genau, die alten Enyaqs haben werkseitig i.d.R. EFB und EFB wäre, wenn es um tiefere Ladezustände geht, empfindlicher als AGM (dass AGM die unempfindlichste gängige Variante im Fz-Bereich ist, schreib ich bereits).......das ist ja einer der Gründe, dass man von EFB auf AGM wechselt.

    Offenbar reicht diese, sehr kostengünstige Maßnahme aber nicht, um die häufiger auftretende, schlechte 12V-Ladebilanz bei den MEBs zu kompensieren.....

    das letztere stimmt so pauschal schon mal nicht......12V sind immerhin die Nennspannung dieser Batterie und AGM-Batterien sind so ziemlich, in Bezug auf Tiefentladungen, die unempfindlichste, gängige Fz-Bleibatterien-Bauart.

    Eine "Tiefentladung" einer 12V-Bleibatterie liegt ungefähr ab Unterschreiten von 10,5V vor....oder anders herum: Bis herunter auf ca 10,5V reicht der normale Entladeumfang.

    Wenn die Batterie daher zwei drei mal weniger als 12V "gesehen" hat, muss das mit einer Tiefentladung noch lange nichts zu tun haben.


    Dass sie im MEB allerdings überhaupt Spannungen von unter 12V sieht, hängt damit zusammen, dass die automatische Nachladung der MEBs viel zu spät erfolgt. Das ist absolut nicht nötig und da die automatische Nachladung beim E-Auto eigentlich jederzeit erfolgen kann, wäre Kurzstreckenfahrt als Batteriemörder irrelevant.



    Die Batterie wird während der Fahrt geladen:

    Ungefähr das war es auch schon an Gemeinsamkeiten zum Verbrenner....ein aktueller Verbrenner wird während einer Fahrt, im Gegensatz zum MEB, allerdings nicht beim Halten (z.b. an einer Ampel) geladen.

    Im Gegenteil:

    In solchen Fällen muss die 12V-Batterie beim Verbrenner die 12V-Systeme ohne Unterstützung in Gang halten und für den anschließdenden Motorstart muss sie ebenfalls sorgen.


    dazu kommt, dass die Batterie bei diesen, aktuellen Verbrennern, im Gegensatz zu MEBs, standardmässig nur bis 80% aufgeladen werden, weil die 12V- Batterien zusätzlich für eine Minimalrekuperation "missbraucht" werden.


    Zudem wird die Batterie des Verbrenners nicht geladen, wenn man sich lediglich ins Auto setzt und sie wird z.b. auch nicht geladen, wenn man vorheizt.


    Dazu kommt, dass ein Verbrenner, im Gegensatz zum MEB, keine technische Möglichkeit besitzt, die 12-V-Batterie jederzeit selbst nachladen zu können....


    Obwohl es der 12-V-Batterie (AGM oder EFB) in aktuellen Verbrennern aus den o.a. Gründen deutlich schlechter geht, gibt es, im Gegensatz zu den MEBs, nahezu keine Fälle, dass Batterien bereits nach 1 Jahr oder weniger getauscht werden müssen.


    Von daher:

    Die Argumentation mit den Kurzstrecken zieht bei den MEBs nur wenig.....die Konzeption des 12V-Systems ist bei den MEBs m.E. so sehr daneben, dass es trotz der o.a. erheblichen Vorteile, die die 12V-Batterie in einem E-Auto gegenüber einem Verbrenner genießt, öfters zu einer signifikanten Verschlechterung ihrer Lebensumstände kommen kann.

    Du meinst, Skoda hat da also beim 5er schon alles ausgereizt was geht?


    Ich schätze schon, dass noch etwas "geht", nur ist VW schon immer etwas zurückhaltend gewesen.

    Eine max. Laderate C von ca 2,2, wie bei deinem iV50, wird halt auch von anderen (auch aktuellen) VW-MEB nicht wirklich übertroffen.

    Von daher stellt die C-Rate von rund 2,2 bei VW aktuell wohl die Schmerzgrenze dar, die VW den einzelnen Zellen zumutet. Entweder müssen die Zellen ernsthaft besser werden oder vielleicht ist die bei MEB recht simpel aufgebaute Batteriekühlung, nicht ausreichend.


    Die Laderate kann bei Fz mit 800V-Technik größer sein, aber wohl eher selten bei E-Fz mit so einem kleinen Akku. Die einzelnen Zellen werden nicht dadurch schneller ladefähig, dass die Batterie mit 800, anstatt 400V geladen wird. Es sind die gleichen Zellen....Einen wirklichen Vorteil erzielt man mit 800V-Technik daher eigentlich erst, wenn mit mehr als rund 200kW geladen werden soll, denn rund 200kW sind ca die bisherige, technische Grenze der Ladestationen bei 400V.

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    Eine durchaus gute Kombination von Fz für Kurzstrecke, Verbrauch und Reichweite habe ich gerade bei einem Freund kennen gelernt. Der hat sich gerade einen Hyundai E-Kona Baujahr 2023 mit 64kWh/Akku, mit weniger als 10tkm Laufleistung für 25t€ gekauft.

    Den würde ich von der Größe her zwischen Polo und Golf einordnen.

    Das Fz ist relativ leicht und verbraucht wenig (Reichweite nach WLTP 484km, selbst laut ADAC sind es noich 435km....), zudem läuft es 180km/h und beschleunigt schneller von 0 auf 100km/h als meim iV80.

    Die Ausstattung mit 64kWh-Akku serienmässig bereits sehr umfangreich.

    Einzig die geringere DC-Ladegeschwindigkeit (100kW) wäre, wenn man das Fz auch längere Strecken nutzt, von Nachteil.

    Ansonsten m.E. ein wirklich gelungenes Kurzstrecken-Fz.

    Ja, da komme ich mit meinem ähnlich alten Enyaq auch hin.

    Das bedeutet dann ja, dass der SOH, bestimmt mit dem MEC, rund 93% beträgt, falls man den SOH bei Auslieferung nicht mit mehr als 100% angesetzt hat.

    Ich halte den Wert für durchaus realistisch und dieser Wert basiert einzig und allein aufgrund von Daten, die das Fz-BMS, ohne irgendwelche Annahmen über mehrere Fahrten hinweg, selbst ermittelt hat.