Eine Möglichkeit ist noch, dass man zu oft Kurzstrecken fährt. Die 12V Batterie wird nur geladen, wenn das Schütz der HV Batterie eingeschaltet ist und das ist nur während des Fahrbetriebes oder beim Laden der Fall.
Wenn man zu viele Kurzstrecken fährt, ist es wie beim Verbrenner: die Ladezeit der 12V Batterie reicht nicht aus im Verhältnis zur Entladezeit.
Ich fahre 3x wöchentlich Strecken von 180km und hatte noch nie Probleme mit der 12V Batterie.
Die 12V Batterien sind mit ihrer AGM Technik empfindlicher für Tiefentladungen. Es reicht wenn die zwei drei Mal weniger als 12V gesehen haben und schon ist die Batterie im Eimer.
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das letztere stimmt so pauschal schon mal nicht......12V sind immerhin die Nennspannung dieser Batterie und AGM-Batterien sind so ziemlich, in Bezug auf Tiefentladungen, die unempfindlichste, gängige Fz-Bleibatterien-Bauart.
Eine "Tiefentladung" einer 12V-Bleibatterie liegt ungefähr ab Unterschreiten von 10,5V vor....oder anders herum: Bis herunter auf ca 10,5V reicht der normale Entladeumfang.
Wenn die Batterie daher zwei drei mal weniger als 12V "gesehen" hat, muss das mit einer Tiefentladung noch lange nichts zu tun haben.
Dass sie im MEB allerdings überhaupt Spannungen von unter 12V sieht, hängt damit zusammen, dass die automatische Nachladung der MEBs viel zu spät erfolgt. Das ist absolut nicht nötig und da die automatische Nachladung beim E-Auto eigentlich jederzeit erfolgen kann, wäre Kurzstreckenfahrt als Batteriemörder irrelevant.
Die Batterie wird während der Fahrt geladen:
Ungefähr das war es auch schon an Gemeinsamkeiten zum Verbrenner....ein aktueller Verbrenner wird während einer Fahrt, im Gegensatz zum MEB, allerdings nicht beim Halten (z.b. an einer Ampel) geladen.
Im Gegenteil:
In solchen Fällen muss die 12V-Batterie beim Verbrenner die 12V-Systeme ohne Unterstützung in Gang halten und für den anschließdenden Motorstart muss sie ebenfalls sorgen.
dazu kommt, dass die Batterie bei diesen, aktuellen Verbrennern, im Gegensatz zu MEBs, standardmässig nur bis 80% aufgeladen werden, weil die 12V- Batterien zusätzlich für eine Minimalrekuperation "missbraucht" werden.
Zudem wird die Batterie des Verbrenners nicht geladen, wenn man sich lediglich ins Auto setzt und sie wird z.b. auch nicht geladen, wenn man vorheizt.
Dazu kommt, dass ein Verbrenner, im Gegensatz zum MEB, keine technische Möglichkeit besitzt, die 12-V-Batterie jederzeit selbst nachladen zu können....
Obwohl es der 12-V-Batterie (AGM oder EFB) in aktuellen Verbrennern aus den o.a. Gründen deutlich schlechter geht, gibt es, im Gegensatz zu den MEBs, nahezu keine Fälle, dass Batterien bereits nach 1 Jahr oder weniger getauscht werden müssen.
Von daher:
Die Argumentation mit den Kurzstrecken zieht bei den MEBs nur wenig.....die Konzeption des 12V-Systems ist bei den MEBs m.E. so sehr daneben, dass es trotz der o.a. erheblichen Vorteile, die die 12V-Batterie in einem E-Auto gegenüber einem Verbrenner genießt, öfters zu einer signifikanten Verschlechterung ihrer Lebensumstände kommen kann.