Beiträge von enopol

    Abgesehen von festen Außentemperaturvorgaben usw, können sämtliche Zyklentests die Realität des einzelnen Fahrers nicht abbilden, weil sie immer jeweils nur ein bestimmter Test von unendlich vielen möglichen Zyklen-Tests sind.


    Dadurch sind die Zyklentests für den einzelnen Fahrer so gut wie nie mit seiner Verbraucs-Realität vergleichbar und das macht grundsätzlich viel Verdruss.

    Zudem besteht bei mir der Verdacht, dass diese Zyklen (immer noch) so gewählt sind, dass sie nahezu immer einen, gemessen an der normalen Realität, recht guten Verbrauch zur Folge haben sollen.

    Da stehen also eher die Interessen der Hersteller dahinter, als der Wunsch eine Vergleichbarkeit für den Verbraucher zu bewerkstelligen.

    Das könnte die Politik ändern......angesichts der Tatsache, dass die Politik nicht mal in der Lage ist, ein Tempolimit in D ein zuführen, das zudem in den Wahlprogrammen von 2 der 3 regierenden Parteien stand, habe ich allerdings Zweifel, ob eine verbraucherfreundliche Verbrauchsangabe jemals zustande kommen wird.


    Wenn Testergebnisse zudem nur mit Veränderungen am Auto (Luftdruck deutlich überhöht, abgeklebte Karosseriespalte o.ä.) möglich sind, die dem normalen Fz-Zustand nicht entsprechen, ist das m.E. schlichtweg Betrug. Ich dachte eigentlich, dass es so etwas beim WLTP nicht mehr geben soll.....Stichwort: verbraucherfreundliche Verbrauchsangabe....


    Mein Forderung wäre daher:

    Neben einem üblichen (Sommer-)Zyklustest, sollte es immer (nicht nur für E-Fz) einen zweiten Test mit Kaltstart und normaler Heizung bei geringen Minusgraden geben.

    Auch das Ergebnis eines solchen zusätzlichen Kaltzyklus wird man als Verbraucher nicht direkt nachvollziehen/verwerten können, aber man kann dann den Unterschied zwischen Sommer und Winter besser einschätzen und gerade E-Autofahrer hätten dann eine berechtigte Chance im ersten Winter, nach Sichtung der Verbräuche, keine Schnappatmung zu bekommen.


    Eine zusätzliche Forderung wäre eine sehr simple Verbrauchsangabe bei mittlerer Temperatur bei z.B. jeweils konstant 80, 100, 120 und 140km/h.


    Eine solche Angabe wäre

    1. für den Fahrer mittels Tempomat und Bordcomputer durchaus, auch wenn es in der Realität so gut wie keine ebenen Strecken und keine Windstille gibt, ausreichend gut nach vollziehbar

    und

    2. lassen sich damit Verbräuche über längere Strecken besser abschätzen, für die sich Zyklentests mit unter 50km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und nur sehr kurzeitig gefahrener AB-Richtgeschwindigkeit kaum eignen.


    Es kann ja irgendwie nicht sein, dass man an solche, relativ simpel, von jedem zu ermittelnden Verbräuche im vorab eventuell nur durch die Presse erfährt, wie z.B. teilweise durch Hr. Bloch bei den AMS-E-Auto-Supertests.

    Das kann der Hersteller (zusätzlich) liefern und das sollte er auch liefern müssen.....


    Natürlich fällt es dem Hersteller schwer, neben seinem werbwirksamen WLTP-Verbrauch und der daraus resultierenden fantastischen Reichweite, z.B. auch den weniger werbewirksamen Verbrauch bei konstant 140km/h schreiben zu müssen, wo die WLTP-Reichweite ordentlich gestutzt wird.

    Die Frage ist nur, wie dieser Satz in SSP:


    Zitat

    During the cooling phase, the heat pump operates like a normal A/C system and cools the vehicle interior using the evaporator and/or the high-voltage battery

    via the “chiller.”

    da hinein passt.

    Dort steht m.E. sinngemäß, dass die WP (nicht der Fahrtwind) wie ein normaler Kühlkompressor, das Fz-innere über den Verdampfer und/oder die HV-Batterie über den Wärmetauscher kühlen kann.

    Demnach wäre letztendlich die aktive Kühlung der Batterie über die WP möglich. Ob das nun indirekt über einen Wärmetauscher der Fall ist hatte für mich keine Rolle gespielt.

    Vielleicht hatte ich dich da falsch verstanden.


    Eine Erwärmung der Batterie über den Wärmetauscher und daher indirekt über die WP, wird dagegen an keiner Stelle beschrieben.

    Ich werde mich definitiv nicht von den LKWs auf der Autobahn überholen lassen und auch nicht frieren oder schwitzen wenn ich etwas weiter fahre werde ich auf 100% Laden und wenn es dann doch nicht reicht muss ich eben einmal Laden . Die Strecke die ich meinte sind 1 mal 150 Km hin und nächsten Tag zurück also eigentlich nur 300 km die ich eigentlich auch im Winter ohne Laden schaffen möchte. Autobahnanteil 80 km mit 130 km/h der Rest Landstrasse mit 80 bis 100 km/h.

    Gut die Hälfte mit 130km/h.....das dürfte im Winter sehr schwer fallen...auch mit dem Coupe.

    Das glaube ich nicht, dass das der Fall ist. Ich denke dafür müsste aus meiner Sicht der Kuhlkreislauf der Batterie (Carscanner HV battery circulation pump flow) aktiv sein. Das ist bei mir nicht der Fall wenn nicht gerade der Akku aktiv geheizt oder gekühlt wird.

    Die Batterie wird (noch) ab Unterschreiten von 8 Grad erwärmt. Später ab Unterschreiten von 0 Grad.


    warum sollte die WP die Batterie auf unter 8 (bzw. 0)Grad kühlen?


    Die aktive Kühlung der Batterie geschieht meines Wissens während der Fahrt erst ab Überschreiten von 35Grad. Dann kann die WP, sofern es vorgesehen ist, gerne kühlen.

    Der Batterie PTC-Heizer tritt dann garantiert nicht in Aktion.


    Solange alles noch kalt ist, entnimmt die WP nur der Außenluft Wärme und führt diese dem Innenraum zu. Wenn sie das anfangs nicht ganz schafft, kommt der Innenraum-PTC-Heizer zur Hilfe.

    Es sind 57 Profile mit allen Enyaqs. Da aber keines dieser Autos schon 12 Monate voll hat, der saisonale Verbrauch aber stark unterschiedlich ist, sind alle Zahlen derzeit für die Katz und wenig aussagekräftig. Vor allem fehlen meist die warmen Monate!
    Mein Enyaq ist dort auch und hat eine Abweichung nach oben von 12% auf WLTP. Mir fehlen aber auch noch einige Monate bis das Jahr komplett ist.

    Sorry, ich hatte nur nach den iV80 geschaut.

    Gibt auch welche, die die kalten Monate (noch) gar nicht erfasst haben.

    Aber du hast völlig recht, für einen ernsthaften Durchschnitt muss die Halterdauer schon etwas länger sein.


    Bei den ID.4 mit 150kW ist man auch bei ca 22kWh/100km Durchschnitt. Die gibt es vielleicht schon etwas länger.


    Audi Q4-E-tron Fahrer trauen sich offenbar noch gar nicht....

    360 km müssen für mich am Stück drin sein deshalb der 80er der das in jeder Lage schaffen sollte

    Im Winter wohl eher selten.....denn dazu müsstest du "in jeder Lage" 21.4kWh/100km unterbieten können und das wäre letztendlich ja kein realistischer Wert, da du voraussichtlich den Akku nicht von 100% auf 0% SOC fahren wirst.


    Wenn du den Durchschnittsverbrauch der ca 40 Enyaq-iV80-Fahrer in spritmonitor ansetzt, kommst du auf 350km, aber eben nicht in jeder Lage, sondern nur im Schnitt.


    Wenn man dann die für viele wahrscheinlich eher realistische Akku-Nutzungsspanne von 80-10% ansetzt, bleiben noch knapp 250km. Im Winter eher weniger....

    Die Wärmepumpe kann entweder Wärme vorne am Kondensator holen oder an einem anderem kleinen Kühler, durch den der Kühlwasserkreislauf durchläuft der vorher durch die Batterie und den Motor gelaufen ist. Kühlen kann er dir Batterie nur indirekt indem er den kleinen Kondensator kühlt und somit das Kühlwasser. Dann muss er aber die entzogene Wärme in den Innenraum abgeben. Also würde ich behaupten, das die Wärmepumpe nicht dafür geeignet ist die Batterie und den Motor zu kühlen, da das eher nur im Sommer relevant wäre. Für das Kühlen ist der Kühlwasserkreis zuständig, also der Kühler vorne und der Ventilator.

    Doch...dass bei vorhandener WP die Batterie, Motor usw. gekühlt werden, ist den SSPs m.E. zu entnehmen. Welche Komponente außer der WP wäre dazu effektiv sonst noch in der Lage?

    In der SSP 881213 steht u.a.:

    Zitat

    During the cooling phase, the heat pump operates like a normal A/C system and cools the vehicle interior using the evaporator and/or the high-voltage battery

    via the “chiller.”



    Was den SSPs nicht zu entnehmen ist, ist die Möglichkeit per WP die Batterie zu erwärmen. Das ist wohl leider so....

    Hast Du schon mal einen Blick in den Verbrauchsthread geworfen?

    Das ist absolut unrealistisch, wenn man nicht als Verkehrshindernis unterwegs sein möchte.

    13,6kWh/100km würde einer Reichweite von 566km entsprechen.

    Was heißt unrealistisch?

    Der innerstädtische WLTP-Verbrauch ist halt ein Fahrprofil, welches kaum jemand hat bzw. fährt.

    Der Zyklus gem. WLTP muss sich fahren lassen, wenn man die Bedingungen, die dort gefordert sind, einhält. Ansonsten betrügt der Autohersteller.


    Es war schon immer schwierig, an die Verbräuche gem. solcher Zyklen heran zu kommen.

    Das steht völlig außer Frage.

    es gibt aber anscheinend immer wieder Fahrer, die das irgendwie hin bekommen. S. die besten Verbräuche bei spritmonitor.

    Von daher beurteile ich den hier genannten Verbrauch halt als "nicht sensationell". was gibt es daran aus zu setzen?

    Findest du 16,6kWh/100km bei einem Schnitt von 32km/h und 11 Grad sensationell?

    Der innerstädtische WLTP-Verbrauch ist für mich selbst, weit außerhalb dessen was für mich realistisch ist.

    Wenn jemand den "schafft", wäre das in meinen Augen schon sensationell.





    enopol , ich hoffe du wirst nicht zu enttäuscht sein, wenn du deine Wagen erst einmal hast und fahre kannst.

    bei spritmonitor gibt es ca 40 Enyaq-Einträge, die im Schnitt auf ca 22kWh/100km kommen.


    Das wird wohl auch eher mein realistischer Verbrauch übers Jahr sein.

    Es gibt dort aber auch welche, die im Schnitt in den Bereich der (normalen) WLTP-Angaben kommen.



    Ich bin da ganz entspannt und rechne im Sommer mit durchschnittlich 20kWh/100km und im Winter im Schnitt eher mit 25 oder mehr kWh/100km.

    Sparrekorde auf zu stellen ist definitiv nicht mein Ziel.

    Weder mit dem jetzigen Verbrenner, noch irgendwann mal mit dem Enyaq.

    Die Mehrkosten, die mir insgesamt durch den Enyaq entstehen, wenn ich im Gegensatz dazu, meinen jetzigen knapp 5 Jahre alten Benziner schlichtweg (inkl. Reparaturen) weiter fahren würde, hätten eigentlich dazu führen müssen, den Enyaq gar nicht erst zu bestellen....


    Von daher:

    Wenn ich mich schon durch den Kauf eines E-Autos zum jetzigen Zeitpunkt dazu entschieden habe, quasi Geld zu verbrennen, möchte ich, gerade aufgrund der heutzutage noch sehr geringen Reichweite von E-Autos, bei allen Maßnahmen, die theoretisch in der Lage sind, die Reichweite zu erhöhen, nicht sparen.

    Dazu gehören die Aufpreise für den größten Akku, die Frontscheibenheizung und selbstverständlich auch die WP.


    Ob z.B. Cristalface und 21-er Räder (die zudem etwas Reichweite kosten) unbedingt sein müssen, ist eine ganz andere Frage. Da geht es ausschließlich um Optik.