Klar, bei Spritmonitor ist das halt etwas problematisch, aber zumindest kann man das eigene Auto plus sein eigenes Fahrverhalten ganz gut abschätzen. Ich kam bei normaler Fahrweise eigentlich immer ziemlich genau auf den Wert, der in spritmonitor für meine bisherigen Fz als Durchschnitt angegeben war.
WLTP bringt mir persönlich nicht viel, weil es eben unter absoluten Normbedingungen statt findet und Hersteller, wie in der Vergangenheit beim NEFZ, (unterschiedlich) tricksen können.
Das Einzige, was ich dem WLTP wirklich gut zutraue, ist der Vergleich von Fz des selben Herstellers im gleichen Zeitraum, denn ich gehe nicht davon aus, dass z.B. Skoda beim iV60 Mj 2022 anders "trickst", als beim iV80 Mj 2022.
Bei unterschiedlichen Herstellern bin ich mir bezüglich der Vergleichbarkeit nicht so sicher....
Bei den MEB-Allrad-Versionen kann man zwar die WLTP-Werte in Relation zu den einachsig angetriebenen Modellen gut vergleichen, aber da die Leistungsregelung aufgrund der 2 Motoren deutlich unterschiedlich ist, kann es sein, dass wenn der Zyklus (die Fahrweise) nur etwas abweicht, sich andere Schlüsse ziehen lassen.
Zudem gehe ich mal davon aus, dass die Akkus der E-Fz, die den WLTP-Test absolvieren auch wirklich den vom Hersteller versprochenen nutzbaren Energieinhalt aufweisen..... in der Praxis bekanntlich nicht so unbedingt der Fall 
Beim WLTP wird die nutzbare Energie meines Wissens zwar gemessen (wird für die Auswertung der Reichweiten benötigt), aber leider nicht veröffentlicht....
Ich finde z.b. den Verbrauchstest von AMS prinzipiell besser. Der ist einfach und mit wenig Technik durchführbar und das ist wohl auch einer der Gründe, weswegen das so gehandhabt wird.
Schließlich haben die Verlage keine Kohle.....
Natürlich sind die realen Zyklen, die dort gefahren werden, nicht immer in exakt der selben Weise fahrbar und auf die Temperaturen wird m.E. ebenfalls nicht wirklich geachtet. Dafür kann der Hersteller eher wenig tricksen.
Geachtet (oder hinterfragt) wird leider auch nicht, wenn, so wie es schon öfters vorkam, die geladene AC-Energie nicht mit dem versprochenen Netto-Energieinhalt der Batterie konform geht. Das ist wohl zu anstrengend, zu teuer und könnte eventuell unliebsame Reaktionen beim bisher wohlgesonnenen Hersteller auslösen.
Von daher muss man sich wohl anhand von mehreren Tests usw. ein Bild davon machen, was das eigene Auto so verbrauchen wird und wo es eventuell in den Bereich geht, dass ein Fehler vorhanden ist.
Wie gesagt:
Das ist beim E-Auto nicht so einfach....wie man anhand der eklatant unterschiedlichen Verbräuche zwischen Sommer und Winter sieht.