Beiträge von enopol

    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass ein Frunk, bei der schweren Blech-Fronthaube des Enyaq, die zudem aus weiteren Spargründen keine Gasdruckaufsteller besitzt, gerne fürs Ladekabel benutzt werden würde.....

    Da kämen wohl eher Dinge hinein, die man deutlich seltener gebraucht.

    Die "Öffnungszermonie" und das anschließende Zuknallen lassen der Haube, sind in Zeiten von KESSY und sich automatisch öffnenden Heckklappen, wohl ebenfalls ein Anachronismus, den man sich nicht zu häufig antun möchte.


    Der Stauraum unter dem normalen Kofferraumboden ist natürlich aus den bekannten Gründen, für das Ladekabel auch nicht gerade praktisch, aber irgendwie wollte man sich wohl, was ansonsten ja gar nicht zu den "simply clever" Lösungen passt, bei der Unterbringung des Ladekabels (sehr wahrscheinlich, aus Kostengründen) keine sinnvolle Lösung einfallen lassen.

    Da mußt du die Kiste aber weit über 1Mio Kilometer fahren, bis das passiert. Es gibt nicht viele Verbrenner, die das schaffen würden.

    Ich gehe bei 300.000km von nicht mehr als 90% Degradation aus.

    Ich denke mal, dass das in der Realität, abgesehen von den immer wieder kehrenden "fantastischen" Laufleistungen

    etwas anders ist:


    Hier mal die Laufleistungsbeispiele, Alter und SOH-Werte von Gebrauchtwagen aus der MOOVE-Zeitschrift:


    BMW i3, 81tkm, 83%, 8 Jahre

    NissanLeaf. 70tkm, 80%, 6 Jahre

    R zoe, 35tkm, 93%, 6 Jahre

    Smartfortwo, 43tkm, 94%, 8 Jahre

    Hyundai Ioniq, 47tkm, 96%, 5 Jahre

    E-Golf, 111tkm, 84%, 7 Jahre

    Tesla M S, 64tkm, 85%, 6 Jahre

    E-Up, 39tkm, 87%, 8 Jahre

    Hyundai Kona Elektro, 43tkm, 97%, 3 Jahre


    90% SOH bei 300tkm kannst du in wohl nahezu jedem Fall (inkl. Tesla...) vergessen, selbst bei Hyundai und Smart.....


    Ich würde demnach eher davon ausgehen, dass der Durchschnitt nach 100tkm bei üblichen 15tkm/Jahr mit gut 80% rechnen kann.


    Weitergehende Abschätzungen, für deutlich mehr Strecke und Alter, kann man anhand der paar Fz kaum machen.

    Der Akku ist der neue Motor und hält auch nicht ewig. Mein Hausakku mit 10Kw hat nach fast 5 Jahren und von April Mai bis September Oktober fast täglichen vollem Zyklus einen SOH von 92%.

    Wenn ich das mal auf ein Auto hochrechne, sind da locker 10-15 Jahre drin und die wenigsten fahren ihr Auto so lange.

    Auch wenn ich meinen seit fast 20 Jahren fahre ist das eher die Ausnahme.

    Zum Hausakku sind das aber, neben einer eventuell unterschiedlichen Bauart, unterschiedliche Verhältnisse. Kann man m.E. schlecht vergleichen.


    Unter welchen Batterie-Temperaturbedingungen wird der Akku ge- und entladen?


    Mit welcher Laderate wird geladen?

    Ladungen mit bis zu rund 1,5C, wie auch beim Enyaq möglich, werden beim Hausakku wohl selten zustande kommen.


    Entladungen mit bis zu rund 2C vermutlich auch nicht.


    In beiden Fällen geht es ja weniger darum, wie lange ein Akku "hält", sondern bis zu welcher Nutzungsdauer er eine akzeptable Energiemenge speichern kann.


    Einen iV60 mit einem SOH von unter 70% möchte ich jedenfalls, vor allem im Winter (Reichweite bei 80-10% Entladung noch gut 110km...), nicht haben, obwohl der Akku und das Auto dann ja durchaus noch funktionieren.

    Der iV80 hat dann, bei gleicher Streckenlesitung und gleichem Alter immerhin noch über 30% mehr Reichweite und bringt dann vermutlich etwas bessere Fahrleistungen.


    Auch das ist absolut gesehen nicht viel, zeigt aber, dass man beim Neukauf, wenn man das Auto länger haben will, nicht mit der Kapazität geizen sollte.

    In der Zeitschrift "Moove", 1/2022 sind ein paar SOH-Werte älterer E-Fz aufgeführt. Das ist schon eine relativ große Bandbreite.

    Nicht aufgeführt ist, wie die Akkus "behandelt" wurden....von daher kann man aus dieser Veröffentlichung auch nicht viel ableiten.


    Wenn es mal eine serienreife Akkutechnik gibt, wo der Akku kein Quasi-"Pflegefall" ist, wie in den meisten aktuellen E-Auto-Modellen immer noch der Fall, wäre es für mich deutlich leichter, mich für einen kleineren Akku zu entscheiden.

    Bis jetzt sind die Akkus aber nicht nur groß und schwer, sondern eben auch temperaturempfindlich und empfindlich, was die Ladung und Entladungsmodalitäten betrifft.

    Unproblematisch geht jedenfalls anders.....


    Da ich mich aber jetzt, entgegen jeder wirtschaftlichen Vernunft, für ein E-Auto entschieden habe, muss ich auch die aktuelle, noch in den Kinderschuhen steckende Akkutechnik zwangsläufig akzeptieren.

    Um deren Empfindlichkeiten etwas zu kompensieren, meine ich, dass es für mich die richtige Entscheidung ist, lieber den größt möglichen Akku zu wählen.


    Für Leute, die keine jederzeit nutzbare Wallbox o.ä. haben und daher quasi, wie früher mit dem Verbrenner, zum Tanken fahren müssen (mit dem Unterschied, dass das Tanken beim E-Auto viel länger dauert und deutlich öfters vorkommt...), ist es für mich überhaupt keine Frage, dass die sich aktuell immer den größten Akku bestellen sollten.

    Das ist prinzipiell eventuell richtig (der iV60 wird öfters schnell geladen werden müssen, was der Lebensdauer zusätzlich abträgilch ist), nur eben absolut ginge der iV80 dann bei einem angenommenen Verbrauch von 20kWh/100km von vorher 385km Reichweite auf 327km nach 10 Jahren zurück und wäre damit sogar nach 10 jahren immer noch über 10% besser, als ein neuer iV60, der im Neuzustand bei dem Verbrauch ja nur 290km zustande bringt.


    Nach 10 Jahren wäre der iV60 dann bei 232km Reichweite und im Winter (angenommen 25kWh/100km) bei einer meist realistischen Akkunutzung von 80-10% SOC nur noch bei 130km, während sich der iV80 Fahrer unter den gleichen, widrigeren Bedingungen nach 10 Jahren noch über 183km freuen kann, was immerhin 40% mehr an Reichweite ist.

    Also ich würde Satz sinngemäß anders übersetzen:

    Zur Innenraum Kühlung funktioniert die WP wie ein normales A/C System und kühlt den Innenraum über den Verdampfer (also Wärme geht in die Umgebungsluft) und/oder das H/V System durch Nutzung des "Chiller" (sprich die Wärme des Innenraumes wird zum heizen der Batterie benutzt, falls benötigt).


    Dass das H/V-System den Innenraum heizt lese ich da so nicht.

    Wenn die WP als normaler Kühlkompressor agiert, wird die Innenraumluft über den Verdampfer gekühlt. Das ist unstrittig.

    Die Wärmepumpe kann im Kühlkompressormodus zusätzlich oder allein die Batterie über den Chiller kühlen.

    Etwas anderes kann ich da nicht heraus lesen.


    Dass das HV-System den Innenraum heizt, steht dort nirgendwo und davon habe auch ich nichts geschrieben.


    ich habe geschrieben, dass die WP im Heizmodus (Der Außenluft wird dann Wärme entzogen) die HV-Batterie offenbar (leider) nicht allein oder zusammen mit dem Innenraum heizen kann. Das würde zwar Energie sparen, wenn die Batterie Heizbedarf hat, aber diese Möglichkeit steht m.E. nirgendwo in den 2 infrage kommenden SSPs.

    Gerade mit ABRP gespielt mein Hausstrecke 190km, davon 150km AB. Geschwindigkeit 140km, Start 100%, Ankunft 28% Wetter 10⁰C Regen oder Schnee. Enyaq80x 220Wh/km als Referenzverbrauch.

    Passt für mich.

    Weiß ich nicht so recht....

    Du hast 55kWh verbraucht (72% von 77kWh) und dabei insgesamt 190km zurück gelegt.

    ich komme da auf rund 290Wh/km.....und das ist auch durchaus realistisch, denn z.B. Herr Bloch von AMS hat für den normalen iV80 bei konstant 140km/h 28kWh/100km angegeben und das ohne Regen und Schnee.