Beiträge von enopol

    Beim normalen (Stand-)Laden ist es klar:

    Du kannst die geladenen kWh (DC) exakt feststellen, weil die halt exakt vom Fz gemessen werden können.

    Du kannst auch die entladenen kWh exakt messen, nur eben später unter anderen Bedingungen....und dabei spielt dann auch die Reku eine Rolle.

    Ein Wirkungrad der Batterie ist daher auf diese Weise nicht genau feststellbar.

    Ob 100 oder 0% immer das Gleiche bedeuten (die Sicherheitspuffer sind eventuell, z.b. abhängig von der Batterietemperatur, variabel, weißt du letztendlich ebenfalls nicht genau.


    Es ist m.E. sehr schwierig einen SOH unter den im Fz an zutreffenden Bedingungen zu bestimmen.

    Die vermutlich variablen Sicherheitspuffer und immer wieder etwas unterschiedliche Belastungs- und Ladeprofile, sowie unterschiedliche Temperaturen, sind der Grund.

    VW hat für sich eine Methode ermittelt, wie "der" Garantie-relevante SOH festgestellt wird. Diese Methode unterscheidet sich m.E. mit großer Sicherheit von denen der DIY'ler und von der sonstigen Firmen. VW hat die Methode, wie der "offizielle" SOH ermittelt wird, meines Wissens noch nie mitgeteilt und daher erreichen alle anderen Methoden bestenfalls ziemlich ähnliche Werte.


    Die 82kWh-brutto, die auf der Summe der Energieinhalte aller 288-Zellen basieren, sind dagegen laut den Angaben des Zellenhersteller ermittelt und dieser Wert ließe sich, wie auch bei jeder 12V-Starterbatterie, relativ leicht überprüfen, weil z.b. die Temperaturen, die Lademethode und die Entlademethode genau festgelegt sind.

    Ich fahre unseren 50er derzeit bei Temperaturen um 0 Grad Celsius mit ca. 17 kWh/100 km auf den 35 km ins Büro.


    Wenn dein Fz die Nacht über draußen bei rund 0 Grad verbracht hätte und keine Vorheizung stattfindet, würde das mit den 17kWh/100km bei eingeschalteter Heizung nicht klappen....


    Wenn das Auto aus der 15Grad warmen Garage kommt, sind am und im Auto überall ca 15Grad vorhanden. Auch die Batterie ist dann rund 15 Grad warm.

    Das sich gute Startbedingungen und somit kann sich in deinem Fall kein besonders hoher Verbrauch, trotz Kurzstrecke, einstellen. Deine Heizung muss lediglich die meist ca 1-2kW Dauerleistung bei 0Grad bringen und deine Batterie hat zudem einen etwas besseren Wirkunggrad.

    Die Reichweite, die dir dein Enyaq anzeigt (z. B. 310 km oder 250 km bei 80 %), ist kein fester Wert, sondern eine dynamische Schätzung, die auf deinem Fahrverhalten basiert.


    ....oder sie basiert halt auf den äußeren Bedingungen, wenn das Fahrverhalten ziemlich gleichförmig ist.


    mal abgesehen, von der Reichweitenschätzung des Fz:

    meine tatsächliche Reichweite beträgt momentan bei um die 0Grad, mit nur geringem AB-Anteil, so ungefähr 30% SOC für 100km...also rund 330km maximal und bei der SOC 80% auf 10%-Entladung kann ich daher nur noch auf rund 230km kommen....die Frequenz mit der ich nachlade hat sich aktuell gegenüber dem Sommer deutlich erhöht. Das gab es beim Verbrenner in dem Ausmaß nie... ^^ .


    Durchschnittsgeschwindigkeit dabei ca 60km/h und bis auf die Außentemperatur sind alle äußeren Bedingungen sehr gut:

    trocken und wenig Wind.

    Das Auto parkt halt immer draußen und ich benutze die Heizung ganz "normal" (20Grad-Einstellung).


    Im Sommer habe ich auf der gleichen Strecke bei 80-10% eine Reichweite von 330km.....

    Rund 30% weniger Reichweite auf meinen Strecken im Winter finde ich knackig.....

    ich will jetzt nicht alles ansehen....daher meine Frage:

    Sind die Verbrauchswerte am BC des jeweiligen Fz abgelesen worden oder hat man den Verbrauch gem. Ladesäule dazu verwendet?

    Ja Strom ind Spannung gibt es. Spannung sogar zweimal. Ich habe die Namen nicht genauen Kopf aber frei interpretiert ist es die Spannung vor dem Stecker und hinter dem Stecker. Ich kann nur vermuten, dass das BMS daraus die geladenen und entladenen kWh integriert


    Bist Du Dir sicher, dass Skoda die 77kWh Netze wirklich technisch festgelegt hat? Es gibt jetzt ja mehrere Modelljahre mit unterschiedlichen Zellen, verschiedenen Ladeverhalten vermutlich sogar leicht geänderten Chemien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es immer 77kWh Netto sein sollen. Für mich ist das ein Marketingwert.


    Spannung und Strom hast du natürlich Recht....da hatte ich Unsinn geschrieben.

    Problem dabei:

    Das Fz kann die Energie, die in die Batterie geladen wurde aufgrund von Strom- und Spannungsmessungen sehr exakt bestimmen.

    Das Fz kann auch die Energie, die entladen wurde aufgrund von Strom- und Spannungsmessungen exakt bestimmen.


    Was es nicht kann, ist, exakt zu bestimmen, wieviel später nutzbare Energie der Batterie zugeführt wurde, denn dazu ist zwingend nötig, dass der Batteriewirkungsgrad exakt bestimmt werden kann. Dieser ist aber etwas variabel in Bezug auf Temperatur und z.b. Entladeleistung.

    Beim Laden "weiß" das BMS noch gar nicht, unter welchen Bedingungen die Energie später, beim Entladen, genutzt wird und daher ist auch der Batteriewirkungsgrad nicht genauer ab zu schätzen. Welche genaue Auswirkung echtes Schnellladen gegenüber WB-Laden in Bezug auf den Batteriewirkungsgrad hat, wissen wir (zumindest ich) ebenfalls nicht.


    Von daher ist z.b. der OBD-Wert des aktuellen Energieinhaltes (und letzten Endes auch der Energie-Maximalwert), trotz exakter Energie-Eingangsmessung kein exakter Wert, sondern eine Schätzung.


    Um genauer zu sein, bedarf es Messungen bei unterschiedlichen Belastungen (das wird durch das Abspulen eines Fahrzyklus/Messfahrt erreicht) und der Kenntnisse, wie die Entladung bei der unterschiedlichen Belastung während einer Messung zu werten ist.

    Dazu ist es m.E. notwendig, die Batterietemperatur zu beachten.

    Wie dort genau vor zu gehen ist, weiß m.E. ausschließlich der Fz-Hersteller, denn zumindest die beiden Sicherheitspuffer (oberer und unterer SOC-Bereich) hat der selbst programmiert und letztendlich ist nur dessen Expertise gültig, wenn es um den SOH mit (in diesem Fall) 77kWh als Basis geht.


    Ich vermute daher auch, dass die Angabe "77kWh" eine Angabe für den Kunden ist und dass die jeweils real nutzbare, maximale Energie, z.b. je nach Belastung und Batterietemperatur, verändert wird.


    Die beiden Sicherheitspuffer (s.o.), die definitiv existieren, sind eindeutig "künstlich" durch denjenigen festgelegt worden, der aus den 288-Zellen diese Batterie mit 82kWh-brutto, inkl. Elektronik und deren Progarmmierung diese Batterie "kreiert" hat.

    Wenn nichts künstlich beschränkt worden wäre, müsste man in der Lage sein, dieser Batterie im Neuzustand 82kWh zu entnehmen, denn das ist, in Summe, der Wert, den der Batteriehersteller garantiert.

    der letzte, deutlich längere "Aufwachvorgang" mit dem Surren ist m.E. entscheidend, sofern der öfters vorkommt. Die anderen, kurzen Aufwachvorgänge sind m.E. auch nicht unbedingt schön (mein Fz hat sp etwas z.b. nahezu nicht), spielen aber, aufgrund der Länge, keine so große Rolle. Deren Dauer beträgt bei meinem Fz so ca maximal 3 Minuten, davon ca 2 Minuten mit max. 7A Strom.

    Was man noch am Diagramm erkennt, ist, dass du ein neueres Fz hast, da, trotz Kälte (erkennbar an der hohen Maximalspannung) während der WB-Ladung nur mit ca 13,2V "gestützt" wurde. In diesem Fall wäre die Ladecharakteristik der älteren Modelle (>SW 4), besser, denn die würden die Batterie beim Ladevogang noch etwas weiter aufladen.


    Zu erkennen ist, dass dein Fz die Batterie eindeutig und mit plausibler Maximal-Spannung lädt und damit (wenn es häufiger längere Aufwachvorgänge geben sollte) wäre für mich der Fall klar:

    An der Batterie liegt das Problem eindeutig (ursächlich) nicht....


    Die Werkstatt sollte dieses unerklärliche, länger andauernde Surren in der Standzeit genauer unter die Lupe nehmen. Dazu müsste sie allerdings erst einmal willens sein, sich mit dem Spannungsdiagramm an zu freunden...denn sonst weiß sie nicht mal, wann das aufgetreten ist....