Beiträge von enopol

    Die Wärmepumpe im Enyaq erinnert mich an die ersten Abluftwärmepumpen im Haus. Ohne Abwärme die es im Skoda kaum gibt, läuft die Anlage mit einem schlechten Wirkungsgrad.


    Ein normale Klimaanlage zum Kühlen ist auch eine Wärmepumpe. Nur sind die Anlagen für den Heizbetrieb nicht ausgelegt.

    Die allermeisten aktuell eingesetzten Luftwärmepumpen im Hausbereich nutzen keine Abwärme, sondern schlichtweg die "unbehandelte" Außenluft.....natürlich ist deren Wirkunggrad bei geringer Außenlufttemperatur nicht besonders gut und trotzdem werden diese Pumpen zum Heizen eingesetzt, weil sie es auch ohne fremde Abwärme schaffen, eine bestimmte Heizleistung mit weniger Stromverbrauch zu erzielen, als simple E-Heizgeräte, wie z.B. PTC-Lüfter o.ä.

    Natürlich hat die Kickdownfunktion ihre Berechtigung.


    Ursprünglich war die halt dazu da, bei Automatik-Getrieben das notwendige, mechanische Herunterschalten von Gängen zu verlanlassen, damit man, z.B. beim Überholen, mehr Zugkraft zur Verfügung hat(te), ohne den Wahlhebel zu bemühen.

    Um nicht bei jedem Berühren eines einzigen Gaspedal-Endpunktes eine mechanische Rückschaltung des Getriebes zu veranlassen, gab es den Kickdowndruckpunkt.

    Das war alles.....


    Beim 1-Gang-E-Auto gibt es keine mechanische Rückschaltung.

    Der E-Motor läuft z.B. vor dem Überholen eines LkW mit 6000rpm und wenn man das Gaspedal voll durchdrückt dreht er anfangs immer noch mit 6000rpm. Dabei ist es völlig unerheblich, ob das Auto vor dem Überholvorgang im Eco-Modus funktioniert oder nicht.


    Der E-Motor kann daher jederzeit und ohne Zeitverzögerung die volle Leistung auf die Straße bringen und er kann auch jederzeit, ohne Zeitverzögerung, sobald das Gaspedal nicht mehr voll durchgedrückt wird, wieder in seinen vorher bestimmten Modus zurück fallen.


    Lediglich wenn man eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingestellt hat, kommt man ohne Kickdown in der Praxis nicht wirklich aus.


    Bei der Boost-Funktion des Cupra, deswegen kamen wir ja überhaupt auf Kickdown, macht dieser vielleicht etwas mehr Sinn, als beim ungeboosteten Motor des Enyaq.

    Ist doch beim Eco Modus genauso. Ohne vorhandenen Kickdown würde der Enyaq bei jedem durchtreten den Eco Modus sofort verlassen.


    mit Kickdown kann er aber im Eco Modus bleiben und ruftdie volle „EcoLeistung“ ab, wenn man ihn nicht drückt. Erst bei Kickdown verlässt er den EcoModus


    Ich finde das sehr logisch, genauso wie bei einem Automatik.

    Was wäre, wenn der Ecomodus nach einer kurzen Abforderung der Maximalleistung durch das Gaspedal am Anschlag sofort wieder hergestellt wird und davor kein Kickdown-Druckpunkt existiert?

    Für mich wäre das nicht unbedingt ein Nachteil.


    Einzig bei der Geschwindigkeitsbegrenzung macht es m.E. wirklich Sinn, denn da kommt es ja speziell drauf an, dass man eine bestimmte Geschwindigkeit, obwohl das Gaspedal bereits an einem Druckpunkt ist, nicht überschreiten möchte.

    Da es beim E-Auto aber ausschließlich (eventuell) darum geht, in ein voll elektronisch gesteuertes "sportliches" Programmm zu wechseln, welches keinerlei Hardwarevorgänge nach sich zieht, ist das eigentlich unnötig.

    Wenn man das Pedal bis zum Anschlag durchtritt, will man halt volle Leistung haben.

    Da ist ein vorheriger Kickdown-Pedalwiderstand nicht unbedingt wichtig.


    Anders ist es bei Automatikgetrieben von Verbrennern.

    Dort wäre es, wenn kein Kickdown vorhanden wäre, bei jedem (auch teilweise unbedachten) Tritt bis zum Anschlag, immer der Fall, dass das Getriebe hardwaremässig von Eco auf Sport (und wieder zurück) gehen würde.


    Bei E-Autos (außer beim E-Porsche mit 2 Gängen) ist das daher, zumindest aus dieser Sicht, nahezu egal.


    OK, wenn eine Geschwindigkeitsbegrenzung programmiert ist, macht es Sinn.....

    Wenn das Geraden sind, dann riecht das förmlich nach künstlicher Abregelung.

    Ich denke mal, dass die gesamte elektronische Regelung des Antriebs "künstlich" ist.


    Beim üblichen Alltags-Turbo-Verbrenner neuerer Bauart ist das gesamte Drehmomentplateau, welches sich im Idealfall durch eine horizontale Linie beschreiben lässt. künstlich.

    Beim MEB-Motor vermutlich der gesamte Kurvenverlauf.


    ich denke auch, dass sich die 310Nm im unteren Drehzahlbereich, rein von der Maximalleistungsfähigkeit des Motors, übertreffen lassen.


    Bei einem Antrieb, der nicht einmal die Hälfte seiner Spitzenleistung als Dauerleistung abrufen darf, muss halt durch "künstliche" Regelung in besonderer Weise dafür gesorgt werden, dass es in der Realität zu keinen thermischen Problemen kommen kann.

    Deswegen auch die ebenfalls "künstliche" Abregelung bei 160km/h für die Heckantriebsvarianten

    Wofür braucht der Enyaq ein Kickdown? Um ins sportliche Fahrprogramm zu wechseln?

    Am Runterschalten wird es ja vermutlich nicht liegen.....


    Zum Diagramm.

    Das möchte ich nicht so gern veröffentlichen.

    Es stammt aus der Audi SSP 685.


    Zumindest die Leistungskurve besteht annähernd aus Geraden und ist daher einfach zu beschreiben:

    Eine Gerade von 0kW bei Drehzahl 0 bis Drehzahl 4600, wo die 150kW erreicht werden.

    Weiter eine horizontale Gerade (150kW) bis 8000rpm

    Weiter ca eine Gerade von 8000rpm und 150kW auf knapp 16000rpm und ca 128kW.


    dabei fällt mir auf, dass ich vorhin einen Fehler gemacht habe:

    Die Maximalleistung liegt nicht an einem Punkt an, wie ich es fälschlich behauptet hatte, sondern kann beim 150kW-Motor zwischen 4600 und 8000rpm anliegen, also beim Enyaq zwischen ca 48km/h und ca 83km/h, aber eben keineswegs im Bereich der Höchstgeschwindigkeit.


    Diesen Bereich durcheilt man bei voller Leistung (und daher zwangsläufig maximaler Beschleunigung) innerhalb von ein paar Sekunden (2-3sec), so dass der Antrieb trotzdem thermisch nicht übermässig belastet werden kann.

    Ja, damit kann auch die leichte Überhöhung zwischen 4600 und 5200rpm gemeint sein. Aber ohne Kurven leider keine sinnvolle Kurvendiskussion...

    das stimmt....

    ....es könnte daher auch sein, dass man das Drehmoment ab 4600rpm erst einmal nicht so stark zurücknimmt, wie beim 150kW-Motor und dann, an irgendeiner Stelle/Bereich des Diagramms auf die erhöhte Boostleistung kommt. In welchem Drehzahlbereich oder bei welcher Drehzahl die Boostleistung zustande kommt, wird ja nicht beschrieben.

    Gibt also mehrere Möglichkeiten, bei denen die Maximalleistung des Boost-Motors auch ohne Anhebung des genannten Maximaldrehmoments zu stande kommen könnten.

    Man weiß es nicht.....

    offizieller Werbe-Text

    Zitat

    CUPRA e-Boost.

    Der CUPRA e-Boost Activator⁷. Liefert mehr Drehmoment und zusätzliche Kraftentfaltung.

    Wie gesagt:

    Wenn es bei 310Nm maximal bliebe und daher ein Drehmoment- (und damit Leistungs-)Vorteil) erst ab rund 4600rpm zum Tragen kommen kann, wäre der Cupra ohne e-boost bis etwas über 50km/h zwangsläufig genau so flott, wie der Cupra mit e-boost.

    Interessant wäre tatsächlich das dazugehörige Drehmomentdiagramm, aber damit geizen Autohersteller immer häufiger und bei E-Autos nahezu immer......

    Interessant wären daher Beschleunigungsvergleiche im unteren Geschwindigkeitsbereich.


    hat der Kickdown keinen merklichen Druckpunkt?

    Wahrscheinlich zu x-mal gefragt, und wahrscheinlich auch so oft beantwortet...aber da ich nie mit Anhänger fahre, keinen Wohnwagen habe und auch kein Holz holen muss...

    Berücksichtigt der ENYAQ die angehängte Last bei der Reichweite/Ladeplanung?


    Meine Vermutung: Nö, ist ihm egal...und er merkt es dann, wenn ich fahre durch den erhöhten Verbrauch und fertig. Schliesslich ignoriert unser ENYAQ ja auch Höhenprofile bei der Ladeplanung...

    Aber das Forum weiss es sicher genau

    Na ja, den erhöhten Verbrauch merkt er während der Fahrt definitiv und wird vermutlich (das macht sogar die Reichweitenangabe meines 5 Jahre alten Yetis bei Wohnwagenbetrieb) die Reichweite anpassen.

    Wenn man schneller fährt und daher mehr Energie pro 100km braucht, klappt diese Anpassung ja auch.

    Ob sich die Ladeplanung während der Fahrt dann noch anpasst, weiß ich (noch) nicht.


    Für die Planung vor der Fahrt kann das ganze natürlich nicht klappen und eine manuelle Eingabemöglichkeit gibt es vermutlich nicht.

    Dann müsste man auch noch etwas nach der Anhängerart unterscheiden, denn theoretisch kann hinten ein Anhänger mit kantigem Aufbau 2,5m Breite und 4m Höhe dran hängen, aber auch nur ein 1m hoher und 1,40m breiter Gepäckanhänger, der den Verbrauch (da geht es ja ohnehin nur bis 100km/h) kaum ernsthaft erhöht.

    Das doch das gleiche mit der leistung. Hier beschwerte sich jemand, dass beim RS die 299 PS nur bei mindestens 88% Akkuladung abgerufen werden kann. Das halt wie beim Verbrenner, da kann auch die Maximal-Leistung nur in einem bestimmten Drehzahlbereich abgerufen werden. Darunter hast teilweise erheblich weniger. Beim E-Auto teilweise immer noch enorm viel, abseits der 88%....trotzdem wird gemeckert und Betrug vorgeworfen :D

    Was hat der Drehzahlbereich, in dem die maximale Leistung abgerufen werden kann, als Besonderheit in Zusammenhang mit Verbrennern zu tun?

    Beim gewöhnlichen Verbrenner hat man eine techn. Einrichtung, die sich Getriebe nennt und mehrere Untersetzungsmöglichkeiten bietet......somit ist man beim üblichen Verbrenner i.d.R. in der Lage (oder die Getriebeautomatik ist dazu in der Lage) die Untersetzungstufe so zu wählen, dass auch über längere Zeit mit voller Leistung bei nahezu jeder geschwindigkeit gefahren werden kann.

    Bei E-Autos hat meines Wissens bis jetzt nur der Porsche eine solche (2-stufige) Einrichtung und der kostet richtig Geld...


    Beim Verbrenner kannst du zudem auch mit einem Tankinhalt von deutlich weniger als 88% die volle angegebene Leistung abrufen und das definitiv nicht nur für recht kurze Zeit.

    Stell dir mal vor:

    Der Hersteller gibt 299PS an undd ie kannst du bis zum letzten Quentchen Energie, welches du transportierst, voll ausnutzen. Einen "Schildkrötenmodus" der ab Unterschreitung eines bestimmten Restenergiegehaltes gibt es auch nicht....


    Jetzt mal konkret zum MEB:

    Genauere Daten/Diagramm sind zumindest vom 150kW-Heckmotor bekannt.

    Dieser Motor hat einen Drehzahlbereich von 0 bis 16000rpm.

    Bei welcher Drehzahl leistet dieser Motor demnach die 150kW?


    Genau bei 4620rpm....bei keiner Drehzahl davor und bei keiner Drehzahl darüber.....

    4620rpm entsprechen bei IV60/iV80 knapp 50km/h.


    D.h., die maximale Leistung von 150kW kann der Motor selbst theoretisch nur bei ziemlich punktgenau 50km/h bringen und, gem. Diagram, niemals im Bereich der Höchstgeschwindigkeit.

    Das Fahrzeug hat ja nur einen Gang...(was zu einem äußerst kostengünstigen und leichtem Getriebe führt...)

    Um 150kW länger als ein paar Sekunden zu benötigen, müsste ein Enyaq (Gewichts-Ansatz: 2,2T) schon eine 50%-ige Steigung mit 50km/h hoch fahren.....


    Die Maximalleistung, die der Hersteller bei den MEB angibt, tritt also im Regelfall (und nur beim maximalen Beschleunigen) lediglich für kürzeste Zeitabschnitte auf. Wenn das nicht der Fall wäre, würden ziemlich schnell zumindest thermische Probleme auftreten, was die angegenene Dauerleistung, die nicht mal die Hälfte der Maximalleistung beträgt, eindeutig belegt.


    Zur Dauerleistung:

    Die Heckmotoren sind mit maximal 70kW Leistung über 30 Minuten angegeben.

    30 Minuten fahren mit maximaler Geschwindigkeit (bei den Heckmotorvarianten also maximal 160km/h) wären theoretisch eventuell mal möglich.

    Das sollte der Antrieb daher aushalten.

    Welche Leistung braucht der Enyaq (Gewichtsansatz: 2,2T) für echte 160km/h:

    ca 55kW....bleibt als sogar noch etwas Luft für leichte Steigungen und/oder mehr Zuladung.


    Genau deswegen darf ein Heckmotor-Enyaq nicht wesentlich schneller als 160km/h fahren....bei echten 180km/h wäre die angegebene Dauerleistungsgrenze bereits etwas überschritten, sofern der CW-Wert nicht verbessert wird.


    mit derartigen Problemen, sowohl was die Dauerleistung, die Leistung in Abhängigkeit des "Tank"-Inhalts, als auch die Frage bis zu welcher Geschwindigkeit die Maximalleistung abgerufen werden kann, betrifft, haben Verbrenner i.d.R. keine Probleme.

    Man kann E-Autos ja gut finden, mache ich auch (deswegen habe ich ja eines bestellt...), aber man sollte die Kirche im Dorf lassen.

    E-Autos haben noch deutliche Nachteile, wie man es gerade bei den MEB-Modellen gut sehen kann und es Bedarf noch einiges an Entwicklung, um in den o.a. Bereichen an Verbrenner heran zu kommen.

    Ich sehe es auch so wie enopol . Die höhere Spitzenleistung wird dadurch erreicht, dass das Maximaldrehmoment von 310Nm für etwas höhere Drehzahlen "freigegeben" wird.

    Ich habe ja den Cupra Born eBoost 58kWh. Das ist ebenfalls der gleiche Motor mit 70kW Dauerleistung als reiner Heckantrieb. Die Spitzenleistung beträgt hier sogar 170kW. Das heißt, dass die 310Nm hier bis ca. 5230rpm anliegen.

    Leider gibt es ja herstellerseitig keine Leistungskurven, wie man sie vom Verbrenner her kennt. Dann bräuchte man nicht so viel rätseln.

    Laut Cupra Werbung kann man das auch etwas anders sehen, denn dort steht m.E. an irgendeiner Stelle, dass das Drehmoment beim "Boosten" kurzzeitig erhöht wird, also demzufolge kurzzeitig mehr als 310Nm beträgt.

    Die kurzzeitige Mehr-Leistung könnte also (auch) über eine kurzzeitige Drehmomentanhebung zustande kommen.


    Wenn das Drehmoment grundsätzlich maximal 310Nm betragen würde und nur länger gehalten wird, würde man bis zu einer Drehzahl von rund 4600rpm keinen Unterschied spüren, ob geboostet wird oder nicht.

    Bis rund 50km/h wäre die Beschleunigung dann identisch.

    Ist das der Fall?


    Für den Standard-MEB-150kW-Motor gibt es ja bekanntlich ein Drehmoment-/Leistungsdiagramm.

    Lediglich für alle abgewandelten Leistungsstufen dieses Motors sind mir keine solchen Diagramme bekannt.