Beiträge von enopol

    Na ja, Menschen die sich heute ein E-Auto kaufen und keine großartige Ahnung davon haben, orientieren sich i.d.R. an der angegebenen Reichweite dieser Autos und somit ist es für die zunächst klar, dass man die maximale Reichweite, wie groß die in der Realität auch sein mag, ausnutzen kann.

    Von den Einschränkungen erfahren die nicht so viel und ob es unbedingt positiv zu bewerten ist, wenn man diese Feinheiten erst später erfährt, weiß ich nicht.


    Es ist halt die Realität, dass heutige Fz-Akkus möglichst nicht oft, bis an ihre Grenzen getrieben werden sollten.

    Das betrifft die Min-Max-Ladezustände, die Min-Max-Temperaturen und auch die Lade- und Entladegeschwindigkeiten.


    Letztendlich steht ja zumindest die Geschichte mit den Ladezuständen sogar in der BA des Fz.

    Ich denke, es ist unbestritten, dass z.B. AC-Laden mit 11 kW sehr sinnvoll ist sowohl für den Fahr-Akku als auch für das Strom-Netz. Und wann immer es geht, mache ich das auch.


    Allerdings habe ich bisweilen das Gefühl, das manche E-Auto-Fahrende richtig Sorge haben, bei Laden des Fahr-Akku die 80 % zu überschreiten und beim Entladen im Winter die 40 % und im Sommer die 20 % zu unterschreiten und somit lediglich im Winter 40 %-Punkte und im Sommer 60 %-Punkte für nutzbar halten. Wenn es das Fahrprofil hergibt, ist das Fahren in diesen Bereich sinnvoll.


    Doch der Fahr-Akku darf auch jenseits von 80 % geladen und weiter runter als 40 % bzw. 20 % gefahren werden, ohne dass dann gleich der Wert des ENYAQ drastisch sinkt. Und so nuckelt auch gerade mein ENYAQ beim Stand von 67.813 km sich wieder langsam (AC 4 kW) auf 100 % voll, um morgen eine Mitteldistanz von rund 250 -300 km zu begleiten, ohne dass ich mich um das Laden kümmern will. 8)

    man wird, gerade bei der heutzutage noch nicht sehr weit entwickelten Akku-Technologie, halt mit Kompromissen leben. So einfach, wie bei Verbrennern (Tank immer in spätestens 3 Minuten 100% voll, ohne Beachtung von Temperaturen, wird es in absehbarer Zeit beim E-Auto nicht werden.

    Noch sind die E-Auto-Akkus eher "Pflegefälle".

    Der Rest gefällt mir aber gut und deshalb hoffe ich, dass meiner wie angekündigt kommt.....

    man sollte es m.E. nicht zu positiv sehen.


    Eine Studie der TU München, die sich mit älteren Batterien befasst, die nicht mehr unbedingt in Fz eingesetzt werden (70-80% SOH ist da übrigens die Grenze, da es ca ab dann mit der Alterung schneller geht):

    Zitat

    Big Data Alterungsanalyse von Fahrzeugantriebsbatterien

    zur Klassifizierung für stationäre Anwendungen

    kommt u.a. zu dem Aussage:


    Zitat

    Die Zyklentests ergeben etwa 9,2% Differenz zwischen der

    Restkapazitäten der Module mit 1/3C und 1C Zyklisierung. Dies weist darauf hin, dass zyklische Alterung

    neben der kalendarischen Alterung auch bei niedrigen C-Raten und resultierendem DOD bei gleicher

    Zeit noch bemerkbar ist.


    merkliche Unterschiede bei der Alterung sind daher allein zwischen 1/3 und 1C vorhanden.

    Wir laden mittlerweile mit bizu ca 2C beim Enyaq.....und ärgern uns darüber, wenn nicht mal das klappt.....über 1 C ist man bei der Ladung durchaus längere Zeit.


    Zudem: 1C bezieht sich auf die tatsächlich maximal speicherbare Energie und steht damit im direkten Zusammenhang mit dem SOH.


    ich denke daher schon, dass es dem Batterieleben zuträglich ist, wenn man möglichst häufig über AC mit 11kW lädt.

    ich habe das andere Infos zur Alterung von Li-Akkus. 72kW Ladung sind schonender, als 125kW.....und 11kW sind schonender, als 72kW....

    Dass bei Unterschreitung von 1C Ladung die Alterung von LI-Zellen unbeeinflusst bleibt, habe ich noch nie gelesen.


    Selbst in der Betriebsanleitung Stand 11/2020 (da waren 50kW maximale Schnellladung beim DEnyaq durchaus noch normal) steht:

    Zitat

    Beim Schnellladen mit Gleichstrom (DC) erfolgt der Ladevorgang

    mit sehr hohem Ladestrom. Häufiges Schnellladen (DC)

    kann zur dauerhaften Reduzierung der Ladekapazität der Hochvoltbatterie

    führen.

    Was der Enyaq eventuell an negativem Sturz hat, weiß ich nicht.

    Der Yeti soll an der Hinterachse 1Grad 20min (bis maximal 1Grad 50min zulässig) haben. Die Gesamtspur +15min. (bis +5min zulässig)


    Den Sturz kann man deutlich sehen und das ändert sich bei Geradeausfahrt bei 15oder weniger min Vorspur auch nicht wesentlich.


    Die äußere Flanke steht während der Geradeausfahrt etwas höher als die Innere und dadurch kommt es beim Yeti (zumindest mit 225er-Bereifung) dazu, dass die Profiltiefe innen mit der Zeit etwas geringer ist, als außen.

    Ich spreche in meinem Fall von den Hinterrädern, die sowohl bei meinem Yeti, als auch beim Enyaq angetrieben sind.

    Die Vorspur ist an der Hinterachse eher selten einstellbar.

    Wenn der Hinterreifen beim Fahren unten weiter nach außen steht, als oben, wird der Innenbereich bei Geradeausfahrt mehr belastet.

    Im Extremfall würde die Außenkante bei Geradeausfahrt gar keinen Bodenkontakt haben.

    Der negative Sturz hat lediglich Vorteile bei Kurvenfahrt.

    enopol, das mag ja bei deinem Yeti so sein, aber die generelle Aussage ist falsch, da Vorspur und Nachlauf( Nachlauf eher weniger) eine entscheidene Rolle spielen. Ich habe in meinem Breufsleben mehrere hundert Achseinstellungen geprüft und eingestellt und wenn es ein Serienfahrwerk ist, darf sich ein Rad einfach nicht schief abfahren.

    ich habe nichts von Vorspur oder Nachlauf geschrieben, sondern von einem negativen Sturz, der nun mal, auch wenn alles korrekt eingestellt ist, dazu führt, dass die Reifeninnenkante bei Geradeausfahrt mehr abnutzt.

    Beim negativen Sturz steht der Reifen etwas "schräg" und somit wird die Innenkante grundsätzlich stärker belastet.

    Ja, dass kann ja sein, nur hat eben der Michelin CC real einen recht guten Rollwiderstandswert.


    Mein Yeti hat ebenfalls die Michelin CC drauf und ich fahre momentan im Schnitt mit 6,5L Benzin und das mit einem immerhin 1600kg leer wiegenden, Allrad-Benziner, der zudem einen CW-Wert wie eine quer gestellte Schrankwand hat.

    Mit meinen anfangs werkseitig montierten SR ging das jedenfalls nicht besser. Die waren aber definitiv, selbst gegen den Anfangszustand der Michelin CC, leiser.


    Schon kleinste Unterschiede bei der Fahrweise oder beim Wind machen verbrauchsmässig mehr aus, als es reale Unterschiede beim Reifenrollwiderstand machen können.

    Reine Energie-Spar-Reifen möchte ich als SR zudem nicht unbedingt so gerne haben, weil auch die (genau wie GJR) keine sehr guten "Sommerwerte" aufweisen.


    Zudem würde man einen GJR mit geringen Rollwiderstand ja das ganze Jahr hindurch fahren, während selbst die Besitzer von Energiespar-SR ca 5 Monate des Jahres mit WR unterwegs sein müssen, die eventuell schlechtere Werte haben als z.B. die Michelin CC.