Beiträge von enopol

    Ja klar, damit, dass ich Preiserhöhungen nicht mitbekommen habe, rede ich mir die eingeschränkte (oder eventuell fehlende) staatliche Förderung und die Wartezeit auch schön.

    Einige meiner Bekannten lächeln schon etwas über meine Ausreden.....


    Vielleicht habe ich durch die Wartezeit auch bezüglich der Akkus etwas Glück, weil ich die stille Hoffnung habe, dass Skoda mittlerweile eine ernst zu nehmende Qualitätsprüfung der Zellen durch führt.

    (ganz im Stillen hatte ich gehofft, dass mittlerweile leistungsfähigere und unempfindlichere Zellen beim Enyaq Einzug finden könnten....bei der Entwicklung der Zellen ist ja bekanntlich noch sehr viel Luft nach oben....).


    Vielleicht verschläft man als Kunde, durch die lange Warterrei, aber auch irgendwann den Zeitpunkt, an dem es andere E-Autos gibt, die ernsthaft bessere Technik bieten (z.B. einen besseren Akku) und die daher nicht ca 2,1T für die Enyaq-Fahr-Reichweitenleistungen wiegen müssen......


    Vielleicht ist es aus den oben genannten Gründen wirklich besser, wenn ich meinen fast 6 jahre alten Benziner schlichtweg noch ein paar Jahre fahre......ich bin momentan unschlüssig.

    Auch das verstehe ich nicht. Ladebegrenzung hieße, die Ladeleistung temporär zu drosseln oder abzuschalten. Nicht den Preis hochzujubeln. Lösungen in der Hinsicht gehen eher in die andere Richtung, als Anreiz. Nämlich die WB flexibel so zu steuern, dass sie zu Niedrigpreiszeiten verbilligten Strom lädt.

    Na ja, wenn ich beim Laden über die WB so weit eingeschränkt werden würde, dass ich für eine anstehende Fahrt auf teurere, öffentliche Ladestationen zugreifen müsste, um den für die Fahrt notwendige Ladezustand zu erreichen, erhöhen sich für mich die Fahrtkosten und der Komfort wird deutlich schlechter.

    So schwer ist das m.E. nicht zu verstehen.

    In wie weit das ein realistisches Szenario wäre, steht auf einem anderen Blatt.


    Mein Fahrprofil (und meine Kalkulation) ist halt so, dass ich zu 95% keine öffentlichen Ladestationen benötigen würde.


    Ohne eigene WB wäre ein E-Auto für mich auch schon vor dem Ukrainekrieg nicht genügend reizvoll gewesen.

    Wo habt Ihr das denn her mit den Fahrverboten für E-Autos in Deutschland?? Ja, ich habe die aktuellen Artikel auch gelesen. In der Schweiz könnte bei absolutem Strommangel kurzzeitig das "unnütze Rumcruisen" verboten werden - aber wer soll mir da schon beweisen, dass ich nicht gerade einkaufen fahre?! Totaler Papiertiger also.


    Für Deutschland kam jetzt gerade die Meldung, dass *eine* Person vorschlägt (das ist also von einem Beschluss noch meilenweit entfernt), dass bei akutem Strommangel zeitlich und auch *örtlich* (bei nicht ausreichendem lokalen Stromnetz) die Ladeleistung an den Säulen runtergefahren wird. Who cares, echt ma. ;)


    Da jetzt schon wieder so einen Wind drum und sogar eine Grundsatzfrage draus zu machen, halte ich für mehr als übertrieben.

    Sorry, was ich geschrieben habe stimmt objektiv nicht.

    Für mich wäre es allerdings indirekt eine Fahreinschränkung, wenn ich durch eine Ladebegrenzung an der heimischen Wallbox, gezwungen wäre mit deutlich teurerem Strom zu fahren.

    Dann schränke ich mich nämlich ein......

    Moin enopol , Du sprichst mir aus der Seele , so langsam hängt einem das geeiere zum Halse raus ,so wie Kundenbetreung von Skoda mit ihren Käufern umgeht . Bin froh ,daß ich da raus bin . Mir tun die Leute leid , die immer wieder vertröstet werden . Eine gute Woche für alle im Forum von Haribo aus WHV :) :thumbup:

    Wenn es "nur" das Warten wäre.......daran habe ich mich bereits gewöhnt.

    Es haben sich in meiner Wartezeit aber einige Parameter verschlechtert .


    Der Strom kostet mich ca das doppelte und jetzt wird sogar in Aussicht gestellt, dass man mit Fahreinschränkungen rechnen kann.

    Das Benzin ist mittlerweile "nur" rund 25% teurer als bei meiner Enyaq-Bestellung und es sieht eher wenig nach Tank-Begrenzungen und damit Fahreinschränkungen aus.

    Also im Moment spricht m.E. alles dafür, kein E-Auto zu kaufen und ich spiele tatsächlich mit dem Gedanken, meine Bestellung zu stornieren. Ich möchte eigentlich kein Auto haben, welches nicht zuverlässlich jederzeit in ausreichendem Maße benutzt werden kann. Dafür ist der Spaß zu teuer.


    Ich bin hochgradig von unserer Politik, genauer: von Habeck, enttäuscht.

    Erst bekommt er die simpelste CO2-Einsparung (130km/h) nicht durch und jetzt braucht er tatsächlich fast ein Jahr, um fest zustellen (und die Bundesnetzagentur zu beauftragen), dass es energietechnisch anscheinend doch nicht so ganz mit Wärmepunpen und E-Autos funktioniert.......

    Nur um eine Idee, die vor dem Krieg ihre Berechtigung hatte, so lange aufrecht zu erhalten, bis es knallt.....


    Wer wird denn bis auf weiteres noch viele Ladestationen bauen, wenn die Energie schlichtweg zu knapp ist?

    Viele, die gerade eine Wärmepumpe eingebaut hatten (oder aufgrund politischer Vorgaben einbauen mussten), werden sich vermutlich ebenfalls ärgern.


    Dass es für eine Energiewende sehr viel elektrischer Energie bedarf und dass es zudem einer entsprechenden E-Infrastruktur bedarf, sollte selbst Habeck schon vor dem Krieg klar gewesen sein.

    Dass es wegen des Krieges zu Einschränkungen beim Gas und damit auch beim Strom kommen wird, war ihm frühzeitig klar, denn sonst wäre er im Frühjahr kaum nach Katar gefahren. Dass Energie (und auch E-Energie) fehlen wird, sollte demnach vorher bekannt gewesen sein. Die jetzige Reaktion kommt daher sehr spät....


    Während des Krieges wurde beschlossen, dass die paar Atomkraftwerke nur noch kurzzeitig laufen sollen und dann fehlt halt noch mehr....

    Spätestens, als die Restlaufzeit der Atomkraftwerke zuletzt festgelegt wurde, hätte man darauf kommen müssen, dass die E-Energie, zumindest zeitweise, für die beiden Prestigeobjekte (E-Mobilität und Wärmepumpen) eine ganze Zeit lang nicht reicht.

    Mittlerweile scheint es mir wirklich so zu sein, dass nur noch von 12 bis Mittag gedacht und gehandelt wird.

    Vielleicht werden die Bestellungen aufgrund der in Aussicht gestellten Ladeeinschränkungen für E-Fz durch die Bundesnetzagentur ja noch weiter zurück gehen.......

    In der Schweiz sind sogar zeitweise Fahrverbote für E-Fz angedacht.


    Ich würde mir bis auf weiteres jedenfalls kein E-Auto mehr bestellen, sondern den alten Verbrenner noch möglichst lange "durchziehen".

    Teure Autos, gute Aussicht auf Null-Förderung, lange Lieferzeiten, uneinheitliches, externes Laden, teurer Strom und dann eventuell auch noch Einschränkungen beim Laden.


    irgendwann reichts dem zukünftigen Umweltschoner.....

    Es war doch aber auch immer klar, dass diese Regeln jederzeit geändert werden können.

    Eine Förderung, die meist über 10% des Kaufpreises ausmacht und daher deutlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung nimmt, sollte m.E. schon eindeutig kalkulierbar sein.

    Man hätte es schlichtweg ähnlich lösen können, wie bei der Wallbox-Förderung bis 2021:

    Vor der verbindlichen Bestellung eine Zusage und später eine Halterbestätigung in Form der Fz-Papiere. Danach die Zahlung.


    Wenn der Topf dann irgendwann leer ist, gibt es halt vor der Bestellung keine Bestätigung der Förderung mehr und niemand geht durch die Bestellung ein Risiko ein.


    Ich fahre ehrenamtlich ein Museumsschiff, welches zu einem nicht unerheblichen Teil von öffentlichen Förderungen existiert.

    Wir machen keine einzige teuere Änderung/Anschaffung, ohne sicher zu sein, dass wir das auch bezahlen können.

    Förderungen werden vorher exakt beantragt, dann kommt eine Zusage oder nicht und erst dann könnte/kann es losgehen.....


    Weswegen dieses Prinzip bei der E-Autoförderung nicht gilt, ist mir schleierhaft.

    ...und ich darf nun endlich meinen Stuhl zum Ausgang hin verschieben, denn: Mein Händler teilte mir heute mit, dass nächste Woche, zwischen Mittwoch und Freitag, mein Enyaq bei ihnen nach 15 Monaten seit Bestellung auf dem Hof eintreffen wird.

    Was mir nicht gefällt ist, dass Skoda-Deutschland sich nicht am Ausgleich zur reduzierten Umweltprämie beteiligen will.

    Immerhin hält das AH Wort und übernimmt 1% vom Basispreis.

    Ob es Sinn macht, bei Skoda-Deutschland zu intervenieren?

    Ist halt schwierig...praktisch hat es Skoda, durch die extrem langen Wartezeiten mit der Prämie versemmelt (VW kann die identische Technik anscheinend schneller liefern), andererseits war es Robert aus dem Wirtschaftsministerium, der die Förderung ab 2023 eingeschränkt und damit keine Rücksicht auf die super langen Lieferzeiten einiger EU-E-Autos genommen hat.


    Genau so gut, wie sich Skoda in Grenzfällen (z.B. ab einem Jahr Wartezeit) beteiligen könnte, könnte man es vom Wirtschaftsministerium verlangen, die die E-Mobilität ja angeblich fördern wollen.

    So richtig reizvoll ist ein E-Auto bei den Strompreisen und der merkwürdigen E-Auto-Prämie jetzt gerade nicht mehr....


    Die Frage ist ja zudem, ob es überhaupt noch zu einer staatlichen Förderung der E-Fz, die in 2023 geliefert werden, kommt.

    Die "bekloppte" Regelung, dass man die Förderung erst nach Lieferung des Fz beantragen kann (das war bei der Wallbox noch intelligenter gelöst...), welche dem Käufer keinerlei Planungs-Sicherheit bietet, stammte wahrscheinlich ja auch aus dem Wirtschaftsministerium, wenn auch vor Habecks Zeit.

    Aber für E-Autos aufgrund der wesentlich schlechteren Aerodynamik nicht zu empfehlen.

    wenn man 2 Räder auf dem Dach transportiert, spielt es bezüglich der dann spitzenmäßigen Aerodynamik sicherlich keine entscheidende Rolle mehr, ob der Dachträger einen Liftarm hat oder nicht......ob die Vorderräder ausgebaut sind oder nicht, spielt ebenfalls keine sehr große Rolle.


    Die beiden Akkus sollte man m.E. allein deswegen vorher demontieren, um gut 5kg hoch angeordnetes Gewicht zu sparen und um vielleicht den Klaureiz etwas zu vermindern......

    Bei hohem Akkustand zeigt das Display einen höheren Stand als das BMS. Bei niedrigem Akkustand ist es genau umgekehrt. Das kommt von den Puffern am oberen und unteren SoC des Akkus.
    Nur in der Mitte, also bei ca. 50% sind Displaywert und BMS auf Augenhöhe.
    Folglich ist 1%-Punkt SoC je nach Akkustand eben nicht immer derselbe Wert in Wh.

    Der Unterschied beim SOC ergibt sich hauptsächlich dadurch, dass bei der Displayanzeige, so wie ich es hier gelernt habe, man sich auf den Energieinhalt des Akkus bezieht, also Wh und man sich bei der anderen SOC-Anzeige, auf die Batteriekapazität bezieht.

    Bei der Kapazität werden nur Ah gezählt und daher spielt dabei nur die Stromstärke und die Zeit eine Rolle.

    Bei der Energie spielt dagegen das Produkt aus Stromstärke mal Spannung (also die Leistung) und die Zeit eine Rolle.


    Beispiel anhand der Brutto-82kWh-Batterie von LG Chem (Zelle:LGX E78 NCM 712)

    Techn. Daten der einzelnen Zelle:

    Nennspannung 3,65V, Nennkapazität 78Ah, Nennnergieinhalt der Zelle: 284,7Wh


    Die Batterie besteht aus 288 Zellen, die 96s3p angeordnet sind.

    Die Nennspannung der Batterie beträgt daher: 3,65V x 96 = 350,4V, die Maximalspannung. 4,2V x 96 = 403,2V

    Die Nennkapazität der Batterie beträgt: 3 x 78Ah = 234Ah.

    Daraus ergibt sich die Batterie-Nennenergie von 234Ah x 350,4V = 81993,6Wh, also die sogenannte "Bruttoenergie"


    Nehmen wir mal an, dass die Batterie jeweils 10 Minuten mit 20kW belastet wird.

    1 mal im oberen SOC-Bereich, als Beispiel bei 375V und

    1 mal im unteren SOC-Bereich als Beispiel bei 325V.

    Da der genaue Spannungverlauf nicht bekannt ist, wird jeweil vereinfachend angenommen, dass die Spannung für die 10 minütige Belastung jeweils gleich bleibt.


    Dei Leistungsbedarf soll konstant 20kW betragen, so dass die benötigte Energie für jeweils 10 Minuten: 20000/60x10= 3333,3Wh, also 4,1% des Gesamtenergieinhaltes der Batterie beträgt.


    Im oberen SOC-Bereich, bei durchschnittlich 375V sind 53,3A für 20kW Leistung notwendig. Das ergibt eine benötigte Kapazität für 10 Minuten von 53,3A/60x10= 8,88Ah also einem Anteil von 8,88Ah/ 234Ah= 3,8% der Batteriekapazität.


    Im unteren SOC-Bereich, bei durchschnittlich 325V sind 61,5A für 20kW Leistung notwendig. Das ergibt eine benötigte Kapazität für 10 Minuten von 61,5A/60x10= 10,25A, also einem Anteil von 10,25Ah/234Ah= 4,4% der Batteriekapziät.


    Diese 3 unterschiedlichen SOC-Differenzen zeigen den Grund, weswegen eine Wh-basierte SOC-Anzeige größtenteils nicht mit einer Ah-basierten SOC-Anzeige übereinstimmen kann.


    Dass der Fz-Hersteller den Nutzungsbereich auf weniger als die Nennenergie der Batterie eingeschränkt hat, kann diesen Effekt etwas verändern, aber der hauptsächliche Grund für die genannten Unterschiede sind diese vom Hersteller programmierten Puffer nicht.


    Letztendlich ist der SOC-Wert, der sich auf die Batteriekapazität bezieht, in der Praxis irrelevant.

    Für eine bestimmte Strecke mit einer bestimmten Geschwindigkeit wird eine bestimmte Energie benötigt und die wird im unteren und im oberen SOC-Bereich in gleicher Weise gezählt.

    Dass die Batterie für die dafür benötigte Energie, je nach SOC-Bereich, einmal mehr und einmal weniger Batteriekapazität benötigt, interessiert praktisch nicht.

    Der Hersteller verspricht dem Kunden eine nutzbare Energie von 77kWh. Das ist der Maßstab....