Beiträge von enopol

    Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Ladegeschwindigkeit vor Kapazität kommt. Also wenn ich schneller laden kann, brauche ich keine grossen & schwere Akkus.

    Dann muss aber alles stimmen:

    Eine theoretische maximale Ladegeschwindigkeit , die nur bei richtiger Temperatur und nur in einem sehr schmalen Ladezustandsfenster gilt, nützt da eher wenig.....

    Zudem muss der Akku mit weniger Kapazität mit hohen und niedrigen Ladezuständen deutlich besser zurecht kommen, denn mit kleinerem Akku kann man sich nicht so viel Sicherheitspuffer (Stichwort: möglichst nur bis 80% laden...) leisten.


    Ein kleinerer Akku muss entsprechend zyklenfester sein, als ein großer Akku, wenn man die gleiche Lebensdauer haben möchte.


    Zudem müssen dann noch mehr, funktionierende, schnelle und freie Ladepunkte installiert sein, denn sonst nützt die beste Akkutechnik nicht viel.


    Mit der aktuellen Akkutechnik und Ladeinfrastruktur ist eher besser, auf einen etwas größeren Akku zu setzen....auch wenn man damit die Kröte (sehr schwere und große Pkw) schlucken muss.

    An die simplen Verhältnisse betreffend Gewicht, Energievorrat, Temperaturempfindlichkeit und Tankgeschwindigkeit, wie bei einem Verbrenner, wird man noch lange nicht heran kommen.

    Wie es schon im Film angesprochen wurde:

    es kommt nicht nur auf die Reichweite (also letztendlich die Energiedichte plus die volumetrische Dichte) an, sondern eben auch, wie schnell nachgeladen werden kann.


    Kleinere Reichweite kann man eher akzeptieren, wenn denn das Nachtanken deutlich schneller geht und überhaupt an vielen Stellen möglich gemacht wird.

    Dabei kommt es dann zudem drauf an, dass dieses schnelle Nachtanken nicht annähernd so sehr von Temperaturen abhängig ist, wie momentan noch der Fall.

    Ähnliches gilt für die Temperaturabhängigkeit der Zellen bei der Entladung.


    Das ganze darf dann nicht so sehr viel kosten (gerade zukünftig in D...) und die Lebensdauer könnte gern etwas zulegen.


    Alles in allem ist das schon sehr ehrgeizig und das ist wohl auch der Grund, weswegen in den jetzigen MEB (also gut 10 jahre nach Tesla-Anfang) immer noch 0,5T schwere, riesige Batterien verwendet werden, die recht temperaturempfindlich sind, nicht so gern vollständig ent- oder geladen werden dürfen usw.

    Wenn die Leute 60k€/70k€ für ein Auto der Größe Up/Citigo zahlen würden, was meinst Du, wieviele Kleinstwagen die Hersteller plötzlich auf den Markt bringen würden.


    Wenn man damit Geld verdienen kann, wird es angeboten. Wenn man damit kein Geld verdienen kann, verschwindet es vom Markt.


    Dieses Prinzip lässt sich nur durch staatlichen Zwang ändern. Dann muss sich der Staat aber auch nicht über mangelnde Innovation wundern. Einige Leute kennen das System bereits aus der Vergangenheit, wo ein Automodell nahezu 20 Jahre lang unverändert produziert wurde.

    Wenn man, wie jetzt bei Neubestellungen einiger E-Autos, real keine Förderung mehr bekommt und daher auch kleine, vollständig nutzbare Autos nicht gefördert werden, dürfte das angebliche politische Ziel, viele E-Autos auf die Straße zu bringen, nicht so schnell erreicht werden.

    Große E-Autos, die ohnehin so viel Geld kosten, dass sie sich sehr viele (unterstützt durch Inflation, Zinsen und Heizungsdebakel) nicht leisten können, gibt es m.E. mittlerweile genug....


    Jemand der wenig Geld hat und mobil sein muss, bleibt dann eher beim Verbrenner und der "zieht" seine alte Heizung zwangsweise lange durch......bis auch deren Alternative(n) nicht mehr gefördert werden.

    Mal sehen wie sich das in näherer Zukunft an der Wahlurne auswirkt.....

    Ein Kleinwagen mit 460 bis 1400L Kofferraum......?

    Das ist deutlich mehr, als es ein aktueller normaler Golf hat.


    Zur Erinnerung: Der VW-Konzern hatte bereits richtige E-Klein- bzw. Kleinstwagen....die hießen VW-Up oder z.b. Skoda E-Citigo.....

    Die waren nur zu "billig" und wurden daher, wegen zu geringem Gewinn, eingestellt......

    Das sehe ich etwas anders, ich habe eher die oben schon genannte Vermutung, dass sich „echte“ Versicherer (CarGarantie z.B.) um die Versicherungssteuer drücken wollten, indem sie das als Garantieverlängerung, nicht als Garantieversicherung deklariert haben.


    Aber da könnten wir noch Wochen diskutieren. Evtl. gibt es ja dann die Autos in der Ausstattung „guarantee extended pro plus ultra max““

    in diesem Fall hatten wir vorher m.E. keine "echten" Versicherer, sondern eben eine Werksgarantie.

    Einmal in normaler Länge (2 Jahre), wie es aktuell immer noch der Fall ist und einmal als kostenpflichtige Verlängerung der Werksgarantie und für die muss seit kurzer Zeit halt eine Versicherungssteuer bezahlt werden.

    Ich vermute daher, dass sich das "Werk" um eine Versicherungssteuer drücken wollte, weil es kein Versicherer sein will.


    "Echte" Versicherer spielen und spielten bisher, bei der normalen, echten Werksgarantie m.E. keine Rolle.

    Es geht halt nur um eine Garantie, die extra bezahlt werden muss und z.b. nicht um die 2 Jahre, die der Hersteller standardmässig in D anbietet.

    Die Gewährleistung muss zudem jeder Hersteller bieten. Die hat mit einer Garantie nichts zu tun.


    Es hindert Skoda D vermutlich kein Gesetzgeber daran grundsätzlich 5 Jahre Garantie zu bieten, ohne zum Versicherer zu werden. Einige andere Hersteller machen das ja schließlich auch und die 8 Jahre Batteriegarantie gibt es noch immer....

    Wenn er aber quasi 2 Garantien anbietet, eine die im Fz-Preis enthalten ist und eine, die der Kunde extra bezahlen muss, wird er halt zum Versicherer.

    Gerade gelesen:

    die entgeltliche Garantiezusage ist versicherungsteuerpflichtig.....von daher sind es die standardmässigen 2 Jahre nicht, die z.b. zusätzlich berechneten 3 Jahre dagegen schon.....


    Zitat

    Sonst würde ja ab sofort jeder Wäscheklammer-Hersteller plötzlich zum Versicherer werden müssen, nur weil er auf seine Wäscheklammern eine Garantie gibt.

    solange der Wäscheklammer-Hersteller die Garantiezusage nicht gesondert berechnet, wird er nicht zum Versicherer....


    Die 8 Jahre Batteriegarantie gelten ja auch weiterhin.

    Habe gerade mal eine Garantieverlängerung von 36 Monaten (insgesamt 5 Jahre), 100000km für einen quasi neuen 80er "konfiguriert und komme auf 1785€.

    Ich habe dafür 999€ bezahlt.....


    für meinen 2017er Yeti hatte ich für die gleiche Verlängerung nur 83€ bezahlt.

    Das war nur der Fall, weil ich den als EU-Auto bestellt hatte. Wenn ich über Skoda D bestellt hätte, wäre es auch beim Yeti 2017 ca 10 mal so teuer gewesen....

    das ist in D eine reine Abzocke....

    mit dem netten Nebeneffekt, dass die Preise dabei kräftig in die Höhe geschossen sind....