Beiträge von enopol

    Zur mechanischen Parksperre:

    wenn bei der die Gefahr bestünde, dass die bei starkem Gefälle die Last (in dem Fall sogar ohne dynamische Änderung der Last) nicht mehr halten kann, solltest du mit dem Fz bei gleicher Steigung auch niemals anfahren.....denn dann würde die Gefahr bestehen, dass die Zähne der Zahnräder mit ähnlicher Wahrscheinlichkeit abbrechen.


    Bei der Parkssperre bricht bei hoher Last im eingerasteten Zustand nichts und verschleißen kann genau so wenig.

    Natürlich kann auch die im Zweifel mal ausfallen, genau wie jede Feststellbremse ausfallen könnte.


    Ich weiß, dass dieses Märchen über eine mechanische Parksperre gern verbreitet wird....und in BAs steht grundsätzlich drin, dass man die Parksperre nicht allein benutzen soll usw.

    Man sollte mit der mechanischen Parksperre möglichst nicht versuchen zu bremsen....das ist so ungefähr das Einzige was tatsächlich beachtet werden sollte.


    ...und man sollte, die Parksperre eventuell dann nicht verwenden, wenn man bei einem starken Gefälle, teilweise auf rutschigem Untergrund steht. Dann könnte sich das Fz, trotz aktivierter Sperre, theoretisch nach unten bewegen.

    Bei der Feststellbremse ist das Risiko etwas geringer, da halt beide Räder real gebremst sind.


    Eigentlich sollte man bei stärkerem Gefälle immer 2 Einrichtungen, gegen das Wegrollen aktivieren. Eine könnte ja theoretisch ausfallen....


    Interessant ist, wie VW bei den MEBs aus dieser Nummer heraus gekommen ist, denn bei den MEBs gibt es halt nur noch eine einzige Möglichkeit, die mit der elektromotorisch betätigten Bremse, um das Fz gegen Wegrollen zu sichern.


    In meinem Carport geht es um ein "Gefälle" welches so schwach ist, dass das Fz so gerade eben von allein ins Rollen kommt und man als einzelne Person keine Schwierigkeit damit hätte, das Fz mit der Hand gegen das Wegrollen zu sichern.

    Für solche Fälle reicht jede mechanische Parksperre und, bei meinem Yeti seit 6 Jahren tag für Tag, der 1. Gang aus.

    Wenn ich mein Fz für z.b. 14 Tage abstelle, würde ich ohnehin keinen Parkplatz mit starkem Gefälle wählen...

    Der Yeti hat bei langer Standzeit zum 1. Gang noch Keile vor die Räder bekommen und gut ist.


    ich finde es schlichtweg nicht gut, dass VW, um ein paar € und vielleicht 2 kg zu sparen (bei über 2T kommt es darauf nun wirklich nicht mehr an....), die mechanische Parksperre weggelassen hat.

    Weder gibt es dadurch die Möglichkeit, das Fz völlig ohne Gefahr fester Anbackungen der Bremsbeläge ab zu stellen, noch ist eine zweite Sicherungsmöglichkeit vorhanden. Mit Bremskeilen kann man gegen das Anbacken bei den MEBs zusätzlich nichts ausrichten.

    Nicht, daß irgendjemand meint, daß wäre nur bei Trommelbremsen so, auch mein Passat GTE hatte den Effekt der klebenden Bremsbeläge, bestenfalls seltener.

    bei dem Wagen hattest du aber eventuell die Möglichkeit, anstatt angezogener Handbremse, die mechanische Parksperre zu aktivieren.

    Der E-Crafter oder wie der E-Lieferwagen von VW heißt, hat diese mechanische Parksperre, die MEBs leider nicht.

    Scheibe sieht gut aus....Software wird sich sicherlich klären lassen.....

    genau ... und das die Beschreibung im Handbuch von den Einstellungsmöglichkeiten abweicht.


    Und ich mich gefragt habe, ist das Handbuch oder die Software fehlerhaft.


    Das die falsche Scheibe eingebaut sein könnte, hatte ich nicht auf dem Zettel ...

    Ich habe es bei mir eben kontrolliert.

    Die Einstellungsmöglichkeiten, nachdem man die Clima-Taste gedrückt hat und dann im Menü "Setup" anklickt, sehen bei mir nicht anders aus, als bei dir.

    ist denn bei dir überhaupt die hardware (beheizbare Frontscheibe) vorhanden?

    Die Bezeichnung der Scheibe ist auf der Beifahrerseite unten rechts

    Kann ja nur. Die normale hydraulische Bremse wird ja beim Abstellen gar nicht mehr benutzt. Ich vermute gelegentlich, dass sich die Feststellbremse einfach mal zuuu fest stellt, also mit zu viel Kraft auf die Bremsbeläge drückt. Bei anderen Fahrzeugen ist das vielleicht weniger Kraft und deswegen "pappen" die sich nicht so fest bzw. lösen sich leichter und unauffälliger.

    Das Problem tritt aber m.E. nicht durch zu festes Pressen auf, denn dann müsste es auch kurz nach dem Vorgang, unabhängig von der Witterung, einen deutlichen Ruck beim Anfahren geben.


    Dieser Ruck tritt m.E. in Abhängigkeit von der Standzeit des Autos und der Luftfeuchtigkeit auf und dann gibt es nur noch die Erklärung fest gebackter Bremsbeläge.

    Kannst du uns bitte die Berechnung zu deinen oben genannten Aussagen aufzeigen. Aufgezeigt ist die Masse, CW Wert und Querschnitt aber wie du aus diese Werten zu einem erhöhtem Verbrauch bei +500kg und zusätzlich zu der Aussage kommst, bei 100km/h wäre der Rollwiderstand immer noch höher als der Luftwiderstand erschließt sich mir nicht.


    In der Literatur wird immer als Faustformel angegeben, dass ab 80km/h der Luftwiderstand größer ist als der Rollwiderstand. Angepassten Reifendruck vorausgesetzt erhöht sich auch der Rollwiderstand doch nicht so stark, dass nun der Rollwiderstand bei 100km/h größer als der Luftwiderstand sein soll. Ebenfalls der Literatur ist zu entnehmen, dass bei einem E-Auto der Verbrauch fast nicht von der Zuladung abhängt, außer die fährst viele Steigungen, was bei er Fahrt von Düsseldorf nach Texel eher mal zu vernachlässigen ist.


    Aber ich lasse mich gerne durch Berechnungen etc. eines besseren belehren.

    Die notwenigen Formeln habe ich vor Jahren mal in einer Excel-Tabelle zusammen gefasst.

    Dort kann man zudem die Lufttemperatur, den Rollwiderstandsbeiwert, interne Verluste, sowie Steigung und Gefälle plus Gegen- und Rückenwind eingeben.

    Dazu sind einige Formeln, die jeder im Netz recherchieren kann, notwendig.


    Wie der Rollwiderstand vom Gewicht abhängig ist, ist zudem ein eher recht simpler Zusammenhang und der gilt selbstverständlich auch für E-Autos. E-Autos fahren manchmal mit rollwiderstandsarmen Reifen, aber das kann man mit Verbrenner letztendlich auch.


    Faustformel sind manchmal nützlich, aber in diesem Fall nicht besonders hilfreich, weil die Grundlage dieser Faustformel andere Fz waren.

    Wenn man z.b. einen "normalen" Golf 7 nimmt, stimmt die Faustformel, dass bei 80km/h der Luftwiderstand ca dem Rollwiderstand gleich kommt.

    Dann rechnet man aber mit einem unbeladenen Golf 7, der ca 1400kg auf die Waage bringt.

    Dessen CW x A Wert ist etwas schlechter, als der eines Enyaq. Die Querschnittsfläche des Golf ist zwar geringer, aber der CW-Wert ist schlechter.


    In Fall dieses Threads habe ich mit einem voll beladenen Enyaq 2600kg Gewicht zugrunde gelegt und das ist nun mal fast das doppelte Gewicht eines unbeladenen Golf 7 bei nahezu identischem Luftwiderstand beider Fz.


    Es liegt also auf der Hand, dass für ein Fz mit fast doppelten Gewicht bei ca gleichem Luftwiderstand die alte Faustregel (80km/h) nicht gelten kann und deshalb ist diese Faustregel für schwere Fz mit guten CW x A-Wert schlichtweg nicht relevant.

    Wenn man ansonsten gleiche Ausgangs-Werte (auch Reifen) nutzt und beim unbeladenen Golf 7 80km/h als Geschwindigkeit ermittelt, wo Luft- und Rollwiderstand ca identisch sind, kommt man mit voll beladenem Enyaq auf ca 110km/h.


    Noch extremer wird es bei sehr windschlüpfrigen, schweren, voll beladenen Fz, wie z.B. den Mercedes EQS.

    Dessen CW-Wert beträgt 0,20 und dessen Querschnittsfläche beträgt 2,51m²

    Allein das Leergewicht dieses Autos beträgt ca 2,5T. Voll beladen kommt man vermutlich auf 2,9T o.ä.


    bei dem wird die Geschwindigkeit im voll beladenen Zustand, wo (bei identischen Reifen) der Rollwiderstand gleich dem Luftwiderstand ist, bei über 130km/h liegen.

    "Alte" Faustformel nützen dann eher gar nichts mehr. Da muss man schon im Einzelfall rechnen.....