Beiträge von enopol

    Naja, dass alleine durch den unterschiedlichen Wirkungsgrad und dem damit einhergehenden energieäquivalenten umgerechneten Verbrauch der BEV weitaus energieeffizienter und auch bei den aktuellen Strompreisen immer noch deutlich günstiger ist. Plus die wirtschaftlichen Nebeneffekte, wie weniger Verschleiß (Bremsen, Öle), Steuerbefreiung, THG-Quote, geringere Inspektionsintervalle und -kosten etc.).

    Vor diesem Hintergrund ist es wirtschaftlich (im direkten Vergleich) völlig irrelevant, quasi marginal, was das Vorheizen eines BEV an einigen Tagen im Winter kostet. Das hatte ich damit gemeint.

    Du selbst hast ja die 88 Cent errechnet und die zweifele ich auch nicht an. 2 kWh können da schon drauf gehen. Das sind bei 10 Tagen im Jahr 8,80 € und bei (unrealistisch hohen 100 Tagen im Jahr) 88 €. Alleine durch die Steuerbefreiung und/oder die THG-Quote habe ich aber ein Vielfaches an Einsparungen mit einem BEV gegenüber einem Verbrenner, so dass man sich diesen „Luxus“ ohne weitere Berechnungen und Vergleiche oder ein schlechtes Gewissen leisten kann.

    Freu Dich auf Deinen Enyaq. Wenn Du ihn hast, wirst Du sicherlich noch besser verstehen, was ich meine.

    Du hattest, im Zusammenhang mit "es hakt ..... von vorne bis hinten", etwas von Energie-Äquivalent-Vergleich geschrieben.


    Die 2-2,5L/100km stimmen dann, wenn man als Berechnungs-Basis den Ladestecker/bzw. Tankstutzen wählt und es ausschließlich um mechanische Antriebsenergie geht.

    Dieses Äquivalent stimmt aber definitiv nicht, wenn es um Heizzwecke geht, was vorher ja das Thema war.


    Beim direkten Heizen per Standheizung hat der Verbrenner keinen schlechteren Wirkungsgrad, als ein BEV und wenn es um Langstrecke geht, sieht es bezüglich beheizen sogar noch erheblich besser aus, da der Verbrenner zum Heizen dann, eben aufgrund seines schlechten mechanischen Wirkungsgrads, schlichtweg keine zusätzliche Energie benötigt.


    Beim Verbrenner spielt daher jegliche Form der Beheizung, im Gegensatz zu den Verhältnissen beim BEV, in Bezug auf Reichweite usw., nahezu keine Rolle und Reichweite ist halt bei jedem BEV, auch für deutlich über 60t€, immer noch (und bis auf weiteres..) ein Thema.


    Das Energieäquivalent, bezüglich der mitgeführten Energie, beträgt bei einem 77kWh-BEV zu einem Verbrenner mit 60L-Tank, den schlechten Verbrennerwirkungsgrad bereits eingerechnet, rund 1/3....und der Verbrenner verbraucht davon viel weniger extra fürs heizen.


    Trotz dieser Kenntnis, die ich schon vor der Bestellung hatte, freue ich mich auf den Enyaq....


    Dass ich die Kosten für die Standheizung verglichen habe, war lediglich ein (entbehrlicher) Zusatz, der wahrscheinlich nur von der Kernaussage abgelenkt hat.

    So weit ich mal gelesen habe, muss der hintere Motor beim sogenannten Segeln ebenfalls bestromt werden, weil seine Schleppverluste sonst zu hoch wären.

    Überhitzt wird der Motor dann aber vermutlich ohne Flüssigkeitskühlung nicht.

    Durch die fehlende Kühlung wurde dann die Bestromung so weit reduziert, dass der Motor nur minimale Schleppverluste aufweist.

    Hier spielt dann die Wärmepumpe ihre Stärken aus, wenn man ein Weilchen gefahren ist. Sieht man am Verbrauch im Stand sehr deutlich, dass der Grundverbrauch nach einigen km Fahrt deutlich geringer ist, als wenn man losfährt.


    Wie es sich bei BEVs ohne Wärmepumpe verhält, kann ich jedoch nicht beurteilen, weil meine Beiden eine haben.

    leider spielt die WP, so weit ich es hier im Forum mit bekommen habe, ihre Stärken genau dann nicht aus, wenn man sie am meisten benötigt:

    Zu Anfang der Fahrt

    Wenn sie die Stärken erst bei längeren Strecken ausspielt, nützt das ganz vielen Fahrern nichts.....


    Der Leistungsbedarf für die Heizung wird vermutlich auch bei Enyaqs ohne Wärmepumpe zu Anfang der Fahrt größer sein, als später. Das ist bei jedem Fz so.....

    Diesel haben schon seit Jahrzehnten in aller Regel einen Zuheizer, eben weil kaum mehr Wärme für Komfort übrig bleibt, schon garnicht auf den ersten Kilometern.

    Das ist eben der Preis, den man zahlen muss, wenn man immer effizienter Fahren und trotzdem auf eine Heizung nicht verzichten will.

    Ein Diesel funktioniert effizienter, als ein Benziner und deshalb dauert es im Winter i.d.R. zu lange, bis ausreichend Wärme vorhanden ist, so dass ein Zuheizer notwendig wird.

    Wenn ein Diesel nicht nur im Stadtverkehr oder langsam auf der Landstraße bewegt wird, wird die Zusatzheizung nach kurzer Zeit abgestellt. Zudem ist auch der zusätzliche Kraftstoffverbrauch einer E-Zuheizung (VW häufig: 1kW max. Heizleistung) beim Tankinhalt von 50-60L eher irrelevant.


    Wenn man mit dem Diesel auf der AB mindestens 100km/h fährt, wird keine zusätzliche Energie fürs heizen benötigt, egal wie lange die Fahrt dauert.

    Deshalb macht es - besonders im kalten Winter - bei einem BEV richtig Sinn, (wenn man eine eigene Wallbox hat), das Auto bis zur Abfahrt angehängt zu lassen und die Vorheizung zu benutzen. So fahre ich immer ohne Verlust mit meinem voreingestellten Wunsch-SoC in einem warmen Auto los.

    musst aber trotzdem die ganze Zeit elektrisch weiter heizen.....während der Fahrt hilft dir die Wallbox nicht


    Zur Vorheizung:

    Du heizt dann mit mit Strom aus der Wallbox. Dadurch wird die Batterie nicht entladen, aber besonders günstig ist es halt auch nicht.

    Mich würde das momentan (kWh = 35 Cent) bei 5kW Heizleistung rund 88Cent für 1/2 Stunde kosten.


    Mit Verbrenner heize ich mit Energie aus meinen Kraftstofftank und das kostet mich bei 5kW Heizleistung für 1/2 Stunde aktuell ca 53Cent und diese 0,3L, die dafür nötig sind, spielen bei 60L Tankinhalt und einer aktuellen Reichweite von 800km (auch wenn es kalt ist...) eher keine Rolle....

    Wenn ich mit Verbrenner vorgeheizt habe, ist der Motor bereits etwas warm und es stellt sich daher anfangs für sehr kurze Zeit nur ein wenig erhöhter Verbrauch ein.

    Danach kann ich dann fahren, solange ich will:

    Fürs Heizen benötige ich, im Gegensatz zum BEV, keine zusätzliche Energie.


    Mal sehen, wie ich es mit der Vorheizung beim, hoffentlich bald kommenden Enyaq handhabe.


    Vermutlich werde ich es so machen wie du.

    Man muss dann zwar vor der Fahrt erst den Stecker ziehen, aber man erspart dem Akku auf diese Weise zudem minimal Alterung.

    na ja, ein LFP-Akku sollte unterhalb von 0 Grad nicht mehr geladen werden.......ich vermute mal, dass eine AGM-Batterie für den VW-Konzern noch das Beste wäre.

    Die Dinger verbauen sie immerhin schon seit einigen Jahren.....wie man allgemein Bleibatterien lädt und wie man diese "behandelt", sollte VW allerdings bereits seit Jahrzehnten wissen.


    Schade, dass das Wissen beim Einsatz so einer Bleibatterie in einem E-Fz offenbar abhanden gekommen ist.....

    Nach spätestens 15Minuten im Winter ist der Verbrauch meines Benziners, fast so, wie im Sommer. Die benötigte Heizenergie gibt es kostenlos dazu und sie muss dem Tank nicht extra entnommen werden. Bezahlt wird dieser Anteil der Energie ständig.....


    Das ist beim E-Auto nun mal zwangsläufig anders, da sämtliche Heizenergie, auch nach 15 Minuten Fahrt, dem Akku zusätzlich entnommen werden muss.


    Mein Kraftstoff-Zusatzheizer, den ich benutzen kann (aber nicht muss), kostet natürlich ebenfalls extra, vor allem dann, wenn der als Standheizung aktiv ist. Da geht es aber immer nur ca. um den Anfang einer Fahrt.

    Der braucht bei einer Heizleistung von 5kW quasi ca 1 % SOC pro Stunde......

    Aber warum sonst sollte die Batteriespannung innerhalb eines Tages auf unter 12V abfallen.

    Ein Bleiakku hat eine eher geringe Selbstentladung.

    Wie bei fast jedem Fz mit derartigen Problemen:

    Wegen aktiver Steuergeräte....und meist bereits schwächelnder Batterie.


    Der alte Akku im Enyaq war ein ganz einfacher Starterakku......Diese müssen, damit sie alt werden können, möglichst immer nahezu voll geladen sein.

    Das hatte das Batteriemanagement des Enyaq anscheinend nicht hin bekommen.....


    Jetzt hat man vermutlich etwas am Batteriemanagement "gedreht" und verwendet zudem eine EFB-Batterie, welche Zustände mit Teilentladung besser verträgt, als eine normale Starterbatterie, da ihre Zyklenfestigkeit ca doppelt so hoch ist.


    Auf die "simply clever"-Idee, gleich eine AGM-Batterie zu verbauen, die in vielen Fz werkelt, weil sie halt ca die 4-fache Zyklenfestigkeit einer normalen Starterbatterie hat, ist man aus Kostengründen wohl nicht gekommen.

    Diese, geschätzt, 10€ mehr waren nicht drin....

    Vielleicht klappt es im Durchschnitt ja auch so, dass die Batterie etwas länger durchhält. Dann hätte man bei Skoda halt 10€ gespart und das wäre halt "simply clever"....