Ich würde es interessant finden, hier mal zusammen zu stellen, wenn es zumindest "Auffälligkeiten" von Assistenten gibt.
Unter Auffälligkeiten verstehe ich dabei Abweichungen vom üblichen menschlichen Fahrverhalten und natürlich sämtliche reproduzierbare Fehlkennungen, die nicht von Skoda dokumentiert sind.
Die Bewertung dessen, sollte man m.E. jedem selbst überlassen, denn dazu gibt es unterschiedliche Auffassungen, unterschiedliche Anwendungsverhalten und individuell unterschiedliche Straßenbedingungen.
Sieht man ja an diesem Thread.
Das aktive Lenkmoment des Spurhalteassistenten darf übrigens, so wie ich es gelesen habe, bis zu 3Nm betragen und es soll wohl erst dann zum Tragen kommen, wenn bereits gewarnt wurde.
3Nm wären an einem Lenkrad mit 40cm Durchmesser immerhin 15N (also 1,5kg..) Umfangskraft.
Bei einer engen Straße mit Gegenverkehr muss ich die Warnung (Vibrieren, optische Hinweise) ignorieren und es kommt dann automatisch zum Gegenlenken.
Ob das zur Sicherheit beiträgt, wenn mit dieser Kraft kurzzeitig auch bei engen Straßen in Richtung Gegenverkehr gelenkt wird, muss halt jeder für sich selbst einschätzen.
Ich finde es tendenziell gefährlich und es wäre gut, wenn z.b. die Kamera die Straßenbreite erkennen würde und diesen Assistenten ab Unterschreiten einer bestimmten Breite abschaltet. Leider ist das manuelle Abschalten dieses Assistenten, in der Situation, wo es eigentlich nötig ist (enge Straße, schmale Fahrspur in einer AB-Baustelle), ebenfalls nicht ganz ungefährlich.
Beim Enyaq ist es z.b., selbst mit Favouriten-Anwendung, m.E. nicht möglich, die Abschaltung ohne freies Hantieren auf dem Touchscreen zu bewerkstelligen.
Letztendlich bleibt bei mir als Nachbesserungswunsch die Schilderkombination Lichtzeichenanlage+Geschwindigkeitsbegrenzung. Doch wüsste ich ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses programmieren würde. Denn ich kenne leider genügend Stellen, an denen sehr wohl die Geschwindigkeitsbegrenzung auch nach der Kreuzung mit Lichtzeichenanlage weiter geht. Und selbst zu Zeiten ohne Assistenzsysteme wusste ich als aufmerksam Fahrender bei solchen Stellen auch früher schon öfters nicht, ob die z.B. 70 km/h nun aufgehoben sind oder nicht. Her ist mein Vorschlag, trotz generellem Wunsch der Schilder-Reduzierung eine klare Beschilderung eines Streckenverbot-Endes.
es ging ja nur um die Schilderkombination und die ist, soweit ich es weiß auf Landstraßen eindeutig. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist nach der Gefahr (hier die Ampel) aufgehoben.
Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung weiterhin gewünscht ist, muss sie nach der Gefahr erneut als Schild auftauchen.
Schwer zu verstehen ist das m.E. nicht.
Die Verkehrszeichenerkennung ist ja durchaus in der Lage, zwei Schilder an einem Pfahl korrekt zu erkennen, wie ich schon selbst gesehen habe, sie müsste sie halt nur noch richtig interpretieren.....
Wenn das, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist, sollte man dieses Verhalten m.E. als "Auffälligkeit" der Verkehrszeichenerkennung kenntlich machen, denn es ist nicht nur unschön, wenn die Anzeige(n) im Cockpit nicht stimmen, sondern es führt in Zusammenarbeit mit aktiv eingreifenden Assistenten zu falschen Reaktionen.
Z.B. eine weitere dieser undokumentierten Auffälligkeiten wäre das Nicht-Erkennen von rechteckigen Zonen-Geschwindigkeits-Schildern in Dänemark.
Auch dort werden übrigens Enyaqs verkauft.
Das sind definitiv Vorschriften, die man, gerade in Skandinavien, möglichst einhalten sollte. Sie werden von der Verkehrszeichenerkennung des Enyaq aber nicht einmal als Verkehrszeichen erkannt, geschweige denn, dass deren Bedeutung erkannt wird.
Ich habe das mehrfach an unterschiedlichen Orten getestet.
Ich gehe fest davon aus, dass es noch andere "Auffälligkeiten" bei der Geschwindigkeitserkennung geben wird.