Beiträge von enopol

    Und ich frag mich: Wer liest so ausführliche Antworten (egal ob richtig oder nicht) überhaupt noch ...

    Es war mir von Anfang an klar, dass derartige Reaktionen kommen mussten.

    Offenbar reichte mein kurzer Hinweis, sich die Geschichte anhand einer Passüberquerung mal vor zu stellen nicht und daher fühlte ich mich veranlasst, auch diesen relativ simplen Vorgang zu erklären und so etwas benötigt halt einige Zeilen.

    Tut mir leid, mit kurzen, knackigen Statements geht so etwas eher nicht....


    Ich denke mal, wenn schon jemand so einen Thread liest, wo es um die ("äußerst spannende und publikumswirksame") Frage geht, wie man den Akku schonend laden kann, und bereits bis Seite 13 vorgedrungen ist, wird derjenige auch noch die Geduld aufbringen, eine Erklärung mit mehreren Sätzen zu verdauen.

    Bei den anderen, denen vieles zu schwierig, zu lang und zu langweilig ist, frage ich mich eher, weswegen die hier überhaupt (noch) mitlesen.

    Ich nenne mal ein bewusst deutlich vereinfachtes Beispiel anhand der Überquerung eines Passes, dass (hoffe ich) lediglich deutlich macht, worum es prinzipiell geht:


    Fz-Masse: 2200kg, Höhenunterschied: 1000m

    10km bergauf, 10km bergab

    Damit nicht viel gerechnet werden muss:

    Rekuperation mit 100% Wirkungsgrad angenommen. Ladewirkungsgrad mit 100% angenommen.


    geschätzter Verbrauch des Fz für 20km bei langsamer Fahrt (60km/h) in der Ebene: 3kWh

    (ensprechend 15kWh/100km)


    daher:

    Gesamt-Energieumsatz der Batterie bei langsamer Fahrt in der Ebene über 20km:

    3kWh entladen und 3kWh anschließendes externes laden


    Über den Pass:

    Energieumsatz bergauf 10km:

    Entladen 1,5kWh plus ca 6kWh für potentielle Energie (bei 1000m Höhenunterschied für 2200kg)

    = insgesamt 7,5kWh entladen bis zum Scheitelpunkt auf 1000m.


    Energieumsatz bergab 10km:

    1,5kWh minus 6kWh Rekuperation =

    4,5kWh laden


    Anschließendes erforderliches, externes laden: 7,5 – 4,5 = 3kWh.


    Gesamtenergieumsatz der Batterie für die 20km Bergfahrt:

    7,5kWh entladen und 7,5kWh laden.


    Die Batterie hat bei der Pass-Tour einen mehr als doppelt so großen Energieumsatz, als bei der gleich langen Tour mit gleicher Geschwindigkeit in der Ebene, obwohl in beiden Fällen nach Ende der Fahrt jeweils nur 3kWh nachgeladen werden müssten.


    Es gibt sicherlich komplexere Rekuperationsfälle, aber es geht hier ja nur ums Prinzip.


    Fest zu halten bleibt für alle Fälle, wo Rekuperation ins Spiel kommt, dass jegliche Rekuperation eine zusätzliche Ladung darstellt und es für die Zyklenzahlfeststellung nicht reicht, lediglich die extern nachgeladene Energie heran zu ziehen.

    Der Batterie (und der Zyklenzahl) ist es vollkommen egal, durch welche Komponenten sie geladen wird.


    Wenn man so fährt, dass man viel rekuperieren muss (ob automatisch über Assistenten oder per Druck aufs Bremspedal ist dabei völlig unerheblich), kommt es halt zwangsläufig zu mehr Energie die per Rekuperation in die Batterie (zusätzlich) geladen (und vorher entladen) wird.


    Für eine Fahrt müsste man sämtliche (Brems-)Rekuperationvorgänge mit ihrer jeweiligen durchschnittlichen Rekuperationsleistung/-Zeit und dann zusätzlich die extern nachgeladene Energie addieren, um damit den gesamten Energieumsatz während der Fahrt aus Sicht der Batterie zu bestimmen.


    So ganz gering ist der Anteil der Rekuperationsenergie nicht, denn z.Teil wird dabei mit relativ großer Leistung geladen (kann man sich am BC ja anzeigen lassen) und es wird schlichtweg teilweise (vor allem wenn man Assistenten oder den B-Modus nutzt) kurzzeitig, aber auch recht häufig rekuperiert.


    Die Rekuperationsleistung beträgt beim o.a. Beispiel auf der bergab-Tour bei 60km/h lediglich 27kW.

    Beim Bremsen beträgt die Rekuperationsleistung häufig ein Mehrfaches davon.


    Ich weiß es nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass es einen Zähler gibt, welcher die Gesamtenergie die in die Batterie geladen wurde, anzeigt.

    Eben so sehe ich das dann auch. Die KFW kann da ja nur nach den Vorgaben handeln.

    Allerdings scheint es mir dann doch eher sehr schwer die Vorgaben überhaupt erfüllen zu können. Wo doch die WB Förderung damals so gut anklang gefunden hat.

    ...die gibt es aber schon lange nicht mehr und vielleicht wurde bei der neuen Förderung (bewusst?) hauptsächlich auf wirklich "neue Fälle" gesetzt, die sich z.b. jetzt (wo es kriselt...) ihr erstes E-Auto bestellen und eben noch keine Solartechnik im Haus haben.


    Die "Altfälle", die also i.d.R. schon ein E-Auto haben, sind, wenn es darum geht die E-Autozulassungen schnell zu erhöhen, nicht wirklich interessant.

    Die bereits geförderte WB ist (wenn alles richtig gelaufen ist...) dem örtlichen Netzbetreiber und natürlich der KfW selbst gemeldet worden

    Eine erstmalige Installation einer WB in deinem Haus wäre das daher ganz sicher nicht, wenn du diese Box gegen eine Neue tauscht.


    Wenn diesbezüglich kein klärendes Wort von relevanter Stelle kommt, dürfte es bei der Formulierung dazu führen, dass es zukünftig zu keiner Förderung kommt.

    Ist halt, wie fast immer, mit der heißen Nadel gestrickt.....

    Das einfachste Beispiel, um das zu verstehen, wäre eine gedachte Tour über einen Pass.....(z.b. von 0m auf 1000m und wieder auf 0m) davon schrieb ich ja bereits.

    Wenn man sich dabei mal die einzelnen Phasen klar macht, wird das deutlich.

    Die FAQ sagen leider was anderes. Eine Wallbox muss "erstmalig" und fabrikneu installiert werden.


    Noch habe ich bis zum 26.09. etwas Resthoffnung, mal sehen, ob sich noch mal was ändert.

    Wenn "erstmalig" bleibt wird es schwierig.....


    Wenn jemand eine bereits KfW-geförderte Wallbox in Betrieb hat und dies seit mindestens 1 Jahr der Fall ist, was m.E. auf alle geförderten WBs zutreffen sollte, gibt es zumindest keine Rückforderung der Förderungssumme durch die KfW.

    Doch! 😉

    Das hier:

    Zitat

    Ich kann nur das verbrauchen, was ich geladen habe und nachladen, was ich verbraucht habe.

    Oder anders gesagt, was ich nicht rekuperiere, muss ich anderweitig nachladen.

    Es ist also ein Nullsummenspiel.

    hört sich absolut nicht danach an, dass du verstanden hättest, dass der Energieumsatz des Akkus (und damit die Zyklenzahl) durch Rekuperieren größer wird und dass das nicht direkt damit zu tun hat, was du nach einer Fahrt von außen nachladen musst, um wieder auf den Ausgangs-Ladezustand zu kommen.

    dann hast du das einfache Beispiel mit "berghoch-bergrunter" zur Rekuperation nicht verstanden......

    Zu den Alterungsbedingungen zählen zusätzlich noch z.b. Schnellladen und viel "Gas" geben (also starkes entladen).....


    -------


    Rekuperieren trägt zu zusätzlichen Zyklen bei:

    Wenn du z.b. für einen Pass nach dessen Überquerung auf die gleiche Ausgangshöhe 20kWh/100km laut BC-Anzeige verbraucht hast, sind diese 20kWh/100km die Summe aus sämtlichen Entlade und Ladevorgängen während dieser Fahrt.

    Bergauf ist der Verbrauch wesentlich größer und bergab ist er dagegen negativ.


    Wenn die Gesamtstrecke 10km lang ist, müssten dafür "danach" 2kWh plus Ladeverluste von außen nachgeladen werden, um den Ausgangszustand wieder her zu stellen.


    Für die zyklische Belastung der Batterie zählen aber sämliche Lade- und Entladevorgänge während dieser Fahrt und nicht nur das wenige an Energie, welches zum Schluss nachgeladen wird.

    Das gilt auch beim Rekuperieren auf ebener Strecke.


    Die Batterie wird am oberen Scheitelpunkt des Passes bereits deutlicher entladen sein (um mehr als 2kWh...) und wird auf der gesamten Abfahrt entsprechend wieder deutlich geladen. Dieses zwischenzeitliche Entladen und Laden darf für die reale Zyklenzahl der Batterie nicht unterschlagen werden.


    Rekuperieren selbst ist zudem öfters ein Schnellladevorgang, denn die Ladeleistung beim Bremsen kann eine vielfaches einer 11kW-AC-Ladung betragen.