Die Trommelbremse stellt sich automatisch nach damit immer das beste Lüftspiel vorhanden ist. In der Regel ist die automatische Nachstellung so ausgelegt, das die über die Feststellbremse und/oder die Fußbremse sichergestellt ist. Neue Reibbelege, Umgangsspachlich Bremsbelege, haben die Eigenschaft sich anzupassen weil ein Bruchteil davon sich dabei abreibt und in der Trommelbremse verbleibt. Dieser Abrieb gemischt mit Luftfeuchtigkeit hat die Eigenschaft eine "Klebewirkung" zu erzeugen. Hinzu kommt das die Trommelbremse im normalen Fahrbetrieb sehr wenig zu tun hat. Wir streicheln doch nur die Bremse, weil wir rekuperieren.
Nachdem ich an unserem IV 60 schon gemerkt habe das da Geräusche sind, habe ich eine Probefahrt gemacht. Auf dem Promilleweg wo kaum einer unterwegs ist, einfach drei bis 4 mal eine Vollbremsung gemacht. Dannach war Ruhe bis Heute im Karton. Im ürbrigen stellte ich fest, das ABS-System funktioniert einwandfrei.
Solche Vollbremsungen habe ich schon mit dem Verbrenner gemacht, dessen hintere Bremsen, mangels Rekuperation, ständig benutzt werden.
Damit kann man die Geräusche die eine bereits angerostete Bremse nach längerer Standzeit macht, in kurzer Zeit weg bekommen, aber ansonsten ändert sich nichts.
Gerade in der Bremstrommel ist der Bremsstaub besser "gebunden" als an einer Scheibenbremse. Der geht aus der Trommel von allein und auch nach Gewaltbremsungen nicht raus.....
Der Bremsbelag selbst ist und bleibt zudem leicht hygroskopisch und "saugt" daher während der Standzeit kondensierte Feuchtigkeit auf.
Wenn der dann über Tage hinweg an die blanke Metalloberfläche der Trommel gepresst wird, bildet sich zwischen Trommel und Belag Rost und der führt halt zu den Anbackungen.
Außer den Wagen für längere Standzeit in einer möglichst beheizten Garage zu parken, wäre die einzig sinnvolle Lösung, wenn man während der Standzeit mit viel Luftfeuchtigkeit rechnen muss, die Bremse zu lösen, so dass das Rad nicht wirklich blockiert werden kann.
Genau das ist aber bei den MEBs des VW-Konzerns offenbar nur möglich, wenn man das Auto nicht verriegelt.
Wenn das Feuchtigkeits-Problem besteht, steht das Auto i.d.R. draußen und dann ist "nicht verriegeln" meist keine tolle Idee...